Wochenbett binden

Das Wochenbett – so unfassbar wichtig zum gemeinsamen Ankommen im neuen Lebensabschnitt als Familie. Zum Kennenlernen, Stillen-Lernen, irgendwie einfach alles neu lernen. Trotzdem kann vor lauter Geburtsvorbereitung die Vorbereitung auf die Zeit NACH der Geburt leider oft zu kurz kommen.

12 Dinge, die dir vorher niemand über das Wochenbett gesagt hat

Das Wochenbett – so unfassbar wichtig zum gemeinsamen Ankommen im neuen Lebensabschnitt als Familie. Zum Kennenlernen, Stillen-Lernen, irgendwie einfach alles neu lernen. Trotzdem kann vor lauter Geburtsvorbereitung die Vorbereitung auf die Zeit NACH der Geburt leider oft zu kurz kommen.

Denn nach den ersten beiden Wochen im “frühen Wochenbett” ist es noch längst nicht vorbei. Auch wenn sich der Alltag so langsam einschleicht, umfasst die Dauer vom Wochenbett locker 6-8 Wochen. Also der gesamte Mutterschutz! Und zwar aus gutem Grund, denn so magisch die erste Zeit mit Baby ist, so neu ist auch alles. Einige der Dinge, die wir uns gewünscht hätten, schon vor der Geburt zu wissen und nicht – teilweise schmerzhaft – selbst erfahren zu müssen? Haben wir hier gesammelt!

 

1. Nach Hilfe zu fragen ist niemals ein Zeichen von Schwäche

Nach Hilfe zu fragen ist SO wichtig! Das vielleicht Allerwichtigste, was man als Mama lernen muss – und das, was vielen von uns am schwersten fällt zu akzeptieren, ist dass du NICHT absolut alles alleine machen muss. Gar nichts. Man sagt nicht umsonst, es braucht ein Dorf, ein Baby großzuziehen. Das stimmt selbst wenn du kein klassisches “Dorf” hast, im Sinne einer großen Familie, die bestenfalls gleich um die Ecke wohnt. Es gibt etliche Unterstützungsmöglichkeiten für frischgebackene Mütter. Wusstest du zum Beispiel, dass deine Krankenkasse im Wochenbett (in der Regel) eine Haushaltshilfe für dich stellt? Dabei kann dich zum Beispiel deine Hebamme unterstützen – wie auch bei so vielen anderen Themen! Und auch Freunde, Familie und ganz besonders natürlich der Papa können schon von Anfang an ganz schön viel tun, um dir unter die Arme zu greifen und dich im Wochenbett zu unterstützen.

Wichtig ist, dass du sie lässt, denn immer zu versuchen, alles alleine zu schaffen kann auf Dauer ziemlich belastend sein. Für dich, aber auch für diejenigen, die dir gerne helfen würden. Und dabei darfst du ruhig sehr konkret sein und kein Blatt vor den Mund nehmen. Denn oft wissen andere gar nicht, wie dir am besten geholfen werden könnte – auch wenn sie wollen! “Könntest du bitte heute etwas für uns mitkochen und morgen vorbei bringen?” oder “Kannst du heute vorbei kommen und etwas Zeit mit dem Baby verbringen, damit ich in Ruhe duschen kann?” – alles ist erlaubt und nichts muss dir peinlich sein!

2. Dein Bauchgefühl kann mehr, als du denkst

Wenn sich die “guten” Ratschläge von Schwiegermama und Co falsch anfühlen, ist es okay, sie nicht anzunehmen. Du bist jetzt selbst Mutter und du hast ein verdammt gutes Gefühl dafür, was für dich und dein Baby passt, und was eben nicht. Auch zu viele Ratgeber lesen und dich verrückt machen ist nicht unbedingt förderlich – es gibt so viele Meinungen und Ansatzweisen, und letztlich muss es für EUCH passen, und für niemanden sonst. Versprochen, du machst das alles schon ganz richtig.

3. Die Gefühle spielen verrückt im Wochenbett– das ist vollkommen normal!

Immer diese Hormone! Die sind nach der Schwangerschaft nicht automatisch weg, im Gegenteil. Und nein, etwas dagegen machen kann man einfach nicht, aber ja: Es geht vorbei. Zum größten Teil zumindest, denn auch während der gesamten Stillzeit werden Hormone ausgeschüttet und wir können nicht garantieren, dass du nicht bei jeder Geburt in Film und Fernsehen direkt erst mal ein paar Tränchen verdrücken musst.

Wie sagt man so schön? Im Wochenbett muss alles fließen: Milch, Blut und auch Tränen. Aber wenn ein ganz normaler Baby Blues, den ein Großteil der Frauen einige Tage nach der Geburt empfinden können länger als nur ein paar Tage anhält, kann es sich vielleicht um eine sehr ernstzunehmende Wochenbettdepression handeln. Hier gilt dann wieder: Dir Hilfe zu suchen ist das Gegenteil von Schwäche zeigen, denn dass es dir gut geht, ist doch die Voraussetzung dass es auch deinem Baby gut geht.

So oder so ist es wichtig, deinen Gefühlen Raum zu geben. Nicht jede Mutter fühlt auf Knopfdruck im Kreißsaal die Mutterliebe, von der immer alle sprechen. Für manche Mütter kommt diese erst mit der Zeit, und beides ist absolut normal und in Ordnung.

 

4. Stillen kann unendlich schmerzhaft sein. Oder wunderschön. Oder beides!

Stillen kann so vieles sein – und so vieles auf einmal. Wunderschön und trotzdem (zu Beginn) schmerzhaft, manchmal zehrend und doch so bereichernd. Klar ist: Muttermilch ist die beste Nahrung für dein Baby. Und auch wenn es besonders anfangs so wirkt, als klappt gar nichts und du Fragen über Fragen zu Milcheinschuss, Milchstaus und Co. hast, ist es wichtig nicht zu vergessen: Das ist normal!

5. Es kann verdammt schwer sein, nicht komplett zu vergessen, dass auch DU essen musst!

Du versorgst schließlich den ganzen Tag einen kleinen Menschen – vergiss dich dabei nicht selbst! Eine ausgewogene Ernährung ist besonders in der Stillzeit unheimlich wichtig – aber noch wichtiger ist es, ÜBERHAUPT zu essen! Denn das gerät leider allzu schnell in Vergessenheit. Daher ist eine gute Vorbereitung das A und O: Eingefrorene Mahlzeiten, ready-to-eat Snacks die dir Freunde und Familie vorbereiten können, spezielle Mama-Lieferdienste oder auch mal die Lieblingspizzeria im Lieferservice! Und bei all dem: Nie ein schlechtes Gewissen – für das schon-wieder-bestellen oder das Hilfe annehmen.

6. Schwitzen, Frieren, Durst und vor allem Blut – im Wochenbett von allem richtig viel!

Mit der Hormonumstellung ist dein Körper konstant am Arbeiten und besonders im Sommer kann es sein, dass beim Stillen nicht nur die Milch läuft, sondern auch der Schweiß. In Flüssen. Und dauernd. Und gleichzeitig ist der Durst fast nicht auszuhalten, besonders ganz am Anfang. Das ist normal! Genau so wie die Unmengen an Blut, die besonders in den ersten Tagen nach der Geburt, aber auch noch Wochen darauf deinen Körper verlassen: Der Wochenfluss. Gute Wochenbett Binden – die wunderschönen Surfbetter-Einlagen die so groß sind wie ein Unterarm – sind dementsprechend besonders wichtig und sollten in keiner Wochenbett-Geschenk-Liste oder Vorbereitungs-Liste fehlen.

7. Es kann dauern, in der neuen Situation anzukommen – auch oder besonders als Paar

Eine Geburt ist nicht gerade eine kleine Veränderung – es ist vollkommen normal, dass es dauert, richtig anzukommen. Für dich selbst, für den Papa, und ganz besonders auch für eure Beziehung. Eltern werden und trotzdem Paar bleiben kann ziemlich schwierig sein und es ist okay, dass ihr euch erst eingrooven müsst. Dabei aber immer ganz wichtig: Redet miteinander, das hilft. Versprochen.

8. Mama-werden kann richtig einsam sein

Besonders jetzt. Dass Geburt in Zeiten von Corona eine ganz besondere Herausforderung ist, steht wohl außer Frage – aber auch ganz ohne Pandemie ist es alles andere als einfach, die tausend neuen Gefühle zu jonglieren. Freundinnen ohne Kinder, der Alltag vor der Geburt, und teilweise selbst der Partner sind plötzlich gefühlt so weit weg. Anstatt dessen sitzt man nachts – meist alleine – wach um zu stillen, selbst kleine Aufgaben können überfordern und manchmal vermisst man schlichtweg das alte Leben. Das alles hat seine Berechtigung und ist normal, und diese Gefühle zu haben macht dich keinesfalls zu einer schlechteren Mutter.

 

9. Das WochenBETT heißt aus gutem Grund so: Ruh! Dich! Aus!

Du hast gerade einen Menschen gemacht, alles andere ist erstmal sowas von unwichtig. Auch wenn es schwer fällt, Aufgaben abzugeben und manches einfach liegen zu lassen: Jetzt ist Hinlegen, ausruhen und bestenfalls verwöhnen und beschenken lassen angesagt!

Die schönsten Geschenke für Mama zur Geburt haben wir schon einmal für deine Liebsten zum Nachlesen gesammelt, und auch dein Beckenboden wird es dir danken! Dem hat nämlich nicht nur die Geburt ganz schön zugesetzt, sondern auch schon die 9 Monate Schwangerschaft. Deshalb gilt das genau so für die Kaiserschnitt Mamas! Und nach einem Kaiserschnitt ist im Wochenbett dank oftmals dem massiven operativen Eingriff, den man gerade durchlaufen hat, erst recht Bettruhe angesagt.

Faustregel: Eine Woche im Bett, eine Woche am Bett und eine Woche um das Bett herum. So wichtig!

10. Du darfst auch NEIN zu Besuch im Wochenbett sagen!

Besuch im Wochenbett kann wunderschön sein – oder wahnsinnig stressig und teilweise sogar übergriffig. Wichtig ist, dass ihr als kleine Familie ankommt und da ist es vollkommen okay, auch mal zu sagen, dass es eben noch nicht passt. Verstehen tun das selbst die aufdringlichsten Verwandten, hoffentlich!

 

11. Dein Körper hat gerade ein Wunder vollbracht – trotzdem kann es schwer sein, die Veränderungen zu akzeptieren

Mal ganz abgesehen von den Extra Kilos der Schwangerschaft und dem Bauch, der nicht automatisch nach der Geburt weg ist – das ist übrigens komplett normal! – sind Schwangerschaft und Geburt einfach ein Kraftakt für den Körper. Geburtsverletzungen wie ein Dammriss müssen im Wochenbett heilen, die Gebärmutter, die weiteren Organe und natürlich auch das Gewebe muss sich zurückbilden. Was in 9 Monaten gewachsen ist, verschwindet nicht innerhalb weniger Minuten und das zu akzeptieren, kann alles andere als leicht sein.

Man muss den neuen Mama-Körper nicht über alles lieben. Man muss sich aber auch nicht selbst kaputt machen, um schnellstmöglich wieder auszusehen, wie vorher. Verständnis und Geduld für sich selbst können schwierig sein aufzubringen, sind aber unheimlich wichtig.

12. Zu guter Letzt: Niemand findet alles immer nur schön und einfach!

Das muss es auch gar nicht sein. Niemand ist doch wirklich durchgängig glücklich, und auch wenn du regelmäßig Zweifel hast: Das ist normal. Du machst das toll, wirklich.

 

 

Und hier noch einige Tipps, die dir die Vorbereitung auf das Wochenbett erleichtern können:

  • Bei Mama Muun gibt’s tolle Postpartum Gerichte an die Tür geliefert – leider nur in Berlin.
  • Deutschlandweit liefert allerdings Mothers Finest aus München.
  • Auf die Ohren gibt’s noch mehr Infos zum Wochenbett im Hebammensalon Podcast (und zu vielen, vielen anderen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit).
  • Und auch auf Instagram gibt es einige Accounts, die sich viel mit dem Thema beschäftigen und die wir einfach lieben, beispielsweise myclarella, bylivandjen und mentalwell.mom.

Oder entdecke unseren Beitrag über eine gesunde Ernährung in der Stillzeit.

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