Welche Babymilch ist die Beste für dein Baby

Welche Babymilch ist wann die Beste für dein Baby? Die Auswahl an Babymilch als Flaschennahrung kann zu Beginn ziemlich überwältigen. Pre-Milch, 1er Milch oder Anfangsmilch und dann Folgemilch 2er oder 3er? Und was ist mit HA oder AR und warum vertragen Babys keine reine Vollmilch oder Pflanzenmilch? 

Pre, Anfangs- und Folgemilch: Wann ist welche Babymilch die beste?

Welche Babymilch ist wann die Beste für dein Baby? Die Auswahl an Babymilch als Flaschennahrung kann zu Beginn ziemlich überwältigen. Pre-Milch, 1er Milch oder Anfangsmilch und dann Folgemilch 2er oder 3er? Und was ist mit HA oder AR und warum vertragen Babys keine reine Vollmilch oder Pflanzenmilch? 

Es steht außer Fragen: Das Beste für dein Baby ist Muttermilch. Hier musst du keine Inhaltsstoffe entziffern und dich mit neuen Vitamin- und Mineralquellen auseinandersetzen, nichts aufkochen und weißt genau, dass dein Baby immer alle wichtigen Nährstoffe bekommt.

Allerdings gilt für Mütter, welche nicht stillen oder zusätzlich zum Stillen zufüttern möchten: Industrielle Säuglingsnahrung ist die beste Alternative während des gesamten ersten Lebensjahres eines Babys.

Pre-Milch – Anfangsmilch von Geburt an

Pre-Milch ist eine Babymilch, welche von Geburt an für dein Baby geeignet ist. Enthalten sind in der Regel Milchzucker (Lactose) als einzige Quelle für Kohlenhydrate, Präbiotika und langkettige, ungesättigte Fetten wie auch weitere Makro- und Mikronährstoffe.

Durch ihre Zusammensetzung ist die Pre-Milch, der Muttermilch sehr ähnlich. Somit kannst du dein Baby so oft damit füttern, wie es eben danach verlangt. Wenn du dir dennoch unsicher sein solltest, lies dir gern unseren Artikel über das Berechnen der Trinkmenge von Babymilch als Flaschennahrung durch. Nach dem Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund kannst du dein Baby sogar während seines kompletten ersten Lebensjahres mit Pre-Milch füttern.

1er Babymlich – Anfangsmilch von Geburt an

Der Unterschied von Pre-Milch zu 1er Babymilch liegt in ihrer Menge und Art an Kohlenhydraten. Beide Sorten an Babymilch sind von Geburt an geeignet, nur ist 1er Babymilch durch weniger Lactose aber zusätzlich beigefügte komplexere Kohlenhydrate sättigender als die Pre-Milch.

Als Kohlenhydratlieferant wird Stärke verwendet. Dadurch verändert sich die Konsistenz etwas. Durch die zusätzlichen Kohlenhydrate wird die 1er Anfangsmilch etwas sämiger als die Pre Anfangsmilch.

Ist die 1er Anfangsmilch für dein Baby sinnvoll? Vermutlich kannst nur du das entscheiden. Der Grundgedanke hinter der 1er Milch ist der, Babys mit einem überdurchschnittlichen Hunger zufrieden zu stellen.

2er Babymilch – Folgemilch nach dem 6. Monat

Ab wann 2er Folgemilch? Ein Übergang auf eine Folgenahrung ist nicht zwingend. Allerdings haben viele Babys mit der Zeit einen größeren Hunger. Milch, mit Lactose als einziger Kohlenhydrat-Quelle, wird schnell verdaut und die Sättigung hält nicht mehr so lange an. Komplexe, langkettige Kohlenhydrate in Folgemilch machen dein Baby länger satt.

Folgemilch unterscheidet sich bei den meisten, nicht allen, Herstellern wesentlich von Muttermilch. Neben Lactose und Kohlenhydraten in Form von Maltodextrin und Stärke werden häufig unnötig Zuckerarten wie Haushaltszucker (Saccharose), Fruktose oder Honig ergänzt. Weiter ist ihre Nährstoffzusammensetzung deutlich anders als beispielsweise bei Anfangsmilch. Da die kleinen Körper und ihre Nieren die neue Nährstoffzusammensetzung noch nicht von Beginn an verarbeiten können, ist Folgemilch erst nach dem 6. Monat für Babys geeignet!

Achte unbedingt auf die Zutatenliste der Flaschennahrung, bevor du sie deinem Baby fütterst!

3er Babymilch – Folgemilch nachdem 10. Monat

Mit zunehmendem Alter von Babys verändert sich ihr Anspruch an Nahrung, die sie für eine gesunde Entwicklung benötigen. So kannst du beispielsweise auf die 3er Folgemilch bzw. Folgemilch 10+ für dein Baby umsteigen. Allerdings ist das nur eine von vielen Möglichkeiten.

Wenn dein Baby bereits 10 Monate alt ist, hast du bestimmt bereits angefangen Baby Porridge (Getreidebrei) zu füttern. Der Start mit Beikost wird nach dem 6. Monat von Ernährungsexperten zwingend empfohlen. Das passt wunderbar zu der Babymilch, die du bereits fütterst aber auch wunderbar zu der Folgemilch 10+.

Übrigens, möchtest du ausrechenen wieviel Babymilch dein Baby so pro Woche so trinkt? Mit unserem Milchrechner kannst du die Trinkmenge spielend leicht berechnen.

Zurück zur Folegmilch: Besonders an der Folgemilch 3 oder 10+ ist, dass sie durch ihre komplexe und langkettigen Kohlenhydrate noch sättigender ist als es auf die Folgemilch 2 oder  6+ zutrifft. Die genaue Zusammensetzung ist abhängig vom Hersteller und so auch der Sättigungsgrad. Viele verwenden leider zusätzlichen Zucker in ihrer Babymilch. Aus diesem Grund raten viele Ernährungexperten von Folgemilch ab.

Wie gesagt, bei Flaschennahrung ist es wichtig darauf zu achten, was auf der Zutatenliste steht. Es gibt nämlich auch Folgemilch, welche keinen zusätzlichen, unnötigen Zucker enthält. Dies ist abhängig vom Hersteller.

Spezialnahrung für Frühgeborene

Frühgeborenen-Nahrung kommt chronologisch noch vor der Pre-Milch. Sie ist für Säuglinge geeignet, welche vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt gekommen sind.

Da der Milcheinschuss von Muttermilch bei Müttern von Frühchen oft ausbleibt, muss auf Flaschennahrung zurückgegriffen werden. Spezialnahrung für Frühgeborene verfügt über einen höheren Energie-, Protein-, Natriumgehalt sowie auch über einige weitere Mineralstoffe und Vitamine, welche bei der normalen Anfangsmilch nicht enthalten sind.

Lass dich hier auf jeden Fall von deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme beraten!

HA Babymilch

Auch Babys können Allergien haben oder entwickeln – zum Beispiel auf Milcheiweiß. Für diesen Fall gibt es die sogenannte HA-Milch (HA für hypoallergen), in der das Eiweiß in kleinere Bausteine, als es bei regulärer Babymilch der Fall ist, gespalten (hydrolysiert) wird. So wird das Risiko auf eine allergische Reaktion verringert.

Setze dich bei einem Verdacht mit deinem Kinderarzt in Verbindung und bespreche mit diesem deine Vermutung, bevor du auf HA Babymilch wechselst. Anzeichen können häufiger Durchfall, Ausschlag, Rückfluss oder auch Verstopfung sein.

AR-Milch

AR-Milch (AR für Anti-Reflux) für Babys gehört zu der Kategorie Spezialnahrung für Babys. Diese Babymilch wurde für Babys entwickelt, die nach ihrer Milchmahlzeit beginnen zu spucken oder zu erbrechen. Das Spucken soll durch den Zusatzstoff Johannisbrotkernmehl unterdrückt werden.

Allerdings ist der Nutzen von AR-Milch umstritten und nicht durch klinische Studien belegt worden. Zunächst einmal ist eine erhöhte Spuckneigung bei sonst gesunden Babys nicht behandlungsbedürftig. Im Zweifel sollte immer ein Kinderarzt oder eine Hebamme um Rat gefragt werden.

Sensitive Milchnahrung – Heilnahrung

Sensitive Milchnahrung ist für Babys mit vermehrt auftretenden Blähungen und Durchfall entworfen worden. Wie bei der AR-Milch ist aber auch deren Wirkung umstritten. Zunächst sind Durchfall und Blähungen bei sonst gesunden Babys nicht weiter schlimm. Weiter sollte immer zunächst der Kinderarzt oder Hebamme befragt werden, bevor zu Spezialnahrunge gegriffen wird!

Kindermilch

Kindermilch ist für Babys nach dem 12. Monat zugeschnitten worden. Allerdings stellt sich die Frage, wozu Babys nachdem 12. Monat noch eine weitere spezielle Babymilch brauchen. Denn nachdem 12. Monat kann entweder weiterhin 3er Folgemilch, also Folgemilch für Babys nachdem 10. Monat gefüttert werden oder auch an die normale Familienkost mit natürlicher Milch und Milchprodukten herangeführt werden.

Zusätzlich kritisieren Mediziner und das Bundesamt für Verbraucherschutz die Inhaltsstoffe von Kindermilch.

Gute Nacht Milch

Noch sättigender als Folgemilch ist die sogenannte Gute Nacht Milch – diese enthält im Milchpulver noch zusätzlich Getreide. Vorsicht, diese Flaschennahrung ist frühstens ab dem 6. Monat für dein Baby sinnvoll.

Gute Nacht Milch ist eine Option, falls dein Baby noch nicht so richtig mit Getreidebrei warm geworden ist und nach seinem sonst normalen Fläschchen oft hungrig aufwacht.

Selbst hergestellte Babymilch

Bei der Zutatenliste so manch einer Babymilch scheinen Eltern auf die Idee zu kommen Babymilch selbst herzustellen. Jedoch ist dies ein schwieriges Vorhaben. Für ihre Herstellung ist eine besondere hygienische Sorgfalt, Ernährungswissen und Genauigkeit erforderlich. Daher raten Ernährungsexperten dringend davon ab.

 

Vollmilch von der Kuh oder Ziege

Muttermilch von Tieren ist nicht gleich Muttermilch von Menschen. Kuh- oder Ziegenmilch sind in ihrem Fettgehalt der menschlichen Muttermilch ähnlich, unterscheiden sich aber in ihrer Nährstoffzusammensetzung. Dein Baby kann größerer Mengen an tierischer Milch beziehungsweise dessen Eiweiße im ersten Lebensjahr nicht verstoffwechseln. Anders gesagt, die Darmflora und auch die Nieren deines Babys sind noch nicht vollständig ausgereift.

Erst nach dem 6. Monat ist der kleine Babykörper soweit tierische Milch (bis zu 200 ml am Tag) zum Beispiel in Porridge zu verstoffwechseln.

Für industriell hergestellter Babymilch werden meist Magermlichpulver und Lactose aus Kuhmilch gewonnen. Hinzugefügt werden pflanzliche Fetter, wie Raps-, Sonnenblumen- oder Palmöl, um die Fettsäurezusammensetzung, die der menschlichen Muttermilch ähnlicher zu machen.

Säuglingsnahrung mit Vollmilchpulver aus Ziegenmilch als Hauptzutat benötigt hingegen keine weiteren pflanzlichen Fette. Die Fettsäurenzusammensetzung von Ziegenmilch ist der menschlichen Muttermilch ähnlicher.

 

Alternative Pflanzenmilch

Pflanzenmilch wie Soja-, Hafer-, Mandel-, Dinkel- oder Reismilch ist für Babys als Ersatz für Anfangs- oder Folgenahrung nicht geeignet. Ihr fehlen essenzielle Nährstoffe, welche dein Baby in den ersten 12 Monaten benötigt. Natürlich können diese Nährstoffe auch zugesetzt werden. Möchtest du deinem Baby unbedingt Babynahrung auf Pflanzenbasis füttern, empfiehlt es sich hier auf industriell hergestellte Babynahrung, beispielsweise auf Sojabasis, zurückzugreifen. Bis auf Ausnahmefälle raten Ernährungsexperten Säuglingsnahrung auf rein pflanzlicher Basis ab!

Fazit

Auf dem Babynahrungsmarkt gibt es unzählige Varianten an Babymilch, von denen einige aus rein kommerziellen Gründen entstanden sind. Falls du dir unsicher bist welche Babymilch als Flaschennahrung die beste Milch für dein Baby ist, sprich am besten mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt.

 

Tipp zum Schluss: Lerne mehr über die Inhaltsstoffe von Babymilch und lies dir die Zutatenliste der Babymlich von Löwenzahn Organics durch. Wir haben uns gut überlegt welche Zutaten wichtig für die gesunde Entwicklung von Babys sind.

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