Sobald man Kinder hat, verändert sich die Liste an Dingen, die man sich wünscht dramatisch. Waren es früher Bücher, ist es jetzt definitiv die Zeit, um die Bücher überhaupt zu lesen. Zumindest eine Seite. Ohne Unterbrechung. Aber es gibt auch no so manch andere Dinge, die sich jede Mama sehnlichst wünscht, obwohl sie ihre Kiddos über alles und mehr liebt. Die wirklich besten Mama Geschenke? Gibt’s hier!

1. Ausschlafen

Ja, ohne klebrige Finger, die einem um 6.15 Uhr in die Nase fahren. Einfach mal in Ruhe durch- und ausschlafen, vielleicht sogar bis NEUN UHR (ja, die Ansprüche sind gesunken).

Animation Chirping GIF by Disney - Find & Share on GIPHY

2. Warmer Kaffee

Könnt ihr noch an die Morgen erinnern, an denen ihr euren Kaffee oder Tee warm zu euch genommen habt? Nein? Feel you…

Good Morning GIF by kimburgerly - Find & Share on GIPHY

3. Eine Mahlzeit ohne ausgeschüttete Becher

Egal wie, Kleinkinder schaffen es immer Becher, Gläser, Teller, Töpfe umzuschütten. Jedes. Mal. We herrlich wäre doch eine einzige Mahlzeit ohne wischen oder hektisches auffangen?

4. Ein Klogang alleine

Jedes Mal, wenn Mütter das Bad aufsuchen wollen, kleben sich Kinder und Haustiere wie Schatten an ihre Fersen. Es scheint fast so, als wäre die geschlossene Klotür das Tor zur Hölle – zumindest für Kind und Kegel. Wie kann man sich sonst erklären, dass Müttern einfach kein Klogang ohne Publikum gewährt wird? Deshalb auf der Wunschliste ganz oben: Die Klotüre zumachen können, ohne, dass Panik ausbricht.

Sesame Street Dancing GIF - Find & Share on GIPHY

5. Während einer Mahlzeit nicht aufzustehen

Crazy, oder? Irgendwie fehlt immer irgendwas am Tisch und wenn der Gatte dann das Salz im Gewürzregal (ganz vorne!) nicht findet, müssen wir zum x-ten mal aufstehen, in die Küche laufen, wieder zurück an den Tisch um uns dann anzuhören, dass Kind A noch uuuuuuuunbedingt den rosaroten und nicht den hellvioletten Becher braucht.

Iron Man Want GIF - Find & Share on GIPHY

6. Ein Tag ohne Popos abzuwischen

Der Tag wird kommen, bestimmt. Aber eine kleine, 24-stündige Pause wäre auch mal nicht schlecht….

7. Die geheime Tafel Schoko nicht im geheimen essen zu müssen

Sobald das Papier von der Schokotafel entfernt wird, stehen plötzlich alle in der Küche und strecken die Hände danach. Wie kann das sein? Und wie toll wäre es, ein einziges Mal die Tafel nicht teilen zu müssen? Auch nicht mit dem Partner!

I Love Lucy Chocolate GIF by Cheezburger - Find & Share on GIPHY

8. Ahhh, heute mal keinen Wutanfall

Wie wäre es damit: ein ganzer Tag ohne Geschrei weil die Schuhe angezogen werden müssen (es regnet!) oder weil man es gewagt hat die Banane aufzuschneiden, statt sie ganz zu überreichen.

9. Wein. Geht immer.

Ein Geschenk, dass vermutlich nach wie vor geht. Immer.

Drunk Amy Schumer GIF - Find & Share on GIPHY

 

Und was davon wünschst du dir täglich am meisten? Oder haben wir etwas vergessen? Hinterlasse uns einen Kommentar hier oder auf Social Media, wir freuen uns von dir zu hören!

_____________________________________________

Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und zwischenzeitlich Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt. 

#coolmomsdontjudge Sei Teil der Bewegung

 

Photo by Sai De Silva on Unsplash


Es ist eine leidige Frage und eine, die bestimmt jede von uns schon einmal gehört hat. Sobald man über 20 ist, scheint jeder Verwandte auf der Familienfeier Interesse daran zu haben, wann man gedenkt die eigene Gebärmutter zu aktivieren.

Wenn man dann über 25 und sogar vergeben ist, dann macht keiner vor der Frage: “Na, wann ist es denn bei bei euch soweit, wann bekommt ihr denn ein Kind?” mehr Halt.

Es scheint, als wäre die Reproduktionstüchtigkeit unserer Fortpflanzungsorgane Gesprächsthema Nummer eins bei Tante Helga und Oma Hilde. Tja, schade nur, dass sie das gar nichts angeht.

Kurz nach unserer Hochzeit vor vier Jahren, fing die Fragerei an. Am Anfang konnte ich sie meiner Verwandtschaft gar nicht übel nehmen. Ich stand bloß da uns lächelte gequält. Doch schon bald nervte mich diese Frage mehr, als die Parkplatzsuche an einem Samstag Vormittag in der Innenstadt. Und das will was heißen. Wieso ist es eigentlich okay, so persönliche und intime Fragen zu stellen? Davon auszugehen, dass nach einer Trauung sofort ein Baby kommen muss?

Und dann passierte es.

Wir entschieden uns dafür, schwanger zu werden und tatsächlich klappte es beim ersten Versuch. Doch es war anders, als wir es erwartet hatten, die Freude wurde bald von Trauer getrübt, ich erlitt eine Fehlgeburt. Niemand wusste zu dem Zeitpunkt davon, dass wir einen Kinderwunsch hatten. Niemand wusste von unserem Verlust.

Die Monate nach der Fehlgeburt waren hart und emotional aufwühlend. Ich fühlte mich schwach und niedergeschlagen und meine Bullshit-Toleranzgrenze lag bei Null.

Natürlich stand auch schon bald das nächste Familienzauber-Event an und ich ahnte schon, wonach man sich bei uns erkundigen würde. So ließ die Frage aller Fragen auch nicht lange auf sich warten. Eine Bekannte meiner Mutter näherte sich, erzählte von ihrem Enkelkind und beendete die “spannende” Geschichte mit dem Satz: “Na, jetzt wird es bei euch ja auch langsam an der Zeit Kinder zu haben!”

Rückblickend war das der Moment, an dem für mich einiges klar wurde. Zum einen, dass es niemanden angeht, was meine Gebärmutter gerade macht – immerhin fragt mich auch niemand auf Familienfeiern, ob ich meine Tage habe oder nicht – und zum anderen, dass es nicht in Ordnung ist, eine Frage zu stellen, deren Antwort vielleicht niemand hören will. Es gibt Paare, die probieren jahrelang Kinder zu bekommen und es will nicht klappen. Es gibt Paare, die wollen gar keine Kinder und das ist vollkommen in Ordnung. Es gibt auch hier, wie bei so vielem im Leben, keine einfache, einheitliche Erklärung. Deshalb ist es völlig legitim zu verlangen, dass sich niemand in der Kinderplanung einmischen sollte. Schon gar nicht Kunz und Heinz.

“Ich hatte gerade eine Fehlgeburt.” sagte ich, ohne eine Miene zu verziehen. Totenstille. Die Bekannte meiner Mutter war kreidebleich und sichtlich peinlich berührt. Ich hab ihr zugenickt und bin gegangen.

Ich vermute mal, die Frage hat sie danach nicht mehr so leichtfertig gestellt.

Und das ist auch gut so, schließlich haben wir alle ein Recht darauf, wichtige und persönliche Dinge mit den Menschen zu teilen, die uns am Herzen liegen – oder eben auch nicht.
_____________________________________________

Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und zwischenzeitlich Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt.
_____________________________________________

Wir fragen an dieser Stelle also ganz bewusst nicht nach euren Erfahrungen zum Thema Fehlgeburt – aber unsere Herzen sind jeden Tag bei all den Familien, die ein Kind verloren haben. Und manchmal hilft es doch einfach, zu wissen, dass man nicht alleine ist, oder? 

Probiere jetzt unsere Starterpakete!
Jetzt probieren

Da stehen wir nun, mitten am Spielplatz und die Mini liegt brüllend am Boden, weil sie noch nicht heim will. Ich hingegen will heim. Dringend sogar, denn ich bin hochschwanger und muss pieseln.

Das Verflixte an der ganzen Sache: Ich darf sie auch nicht hochhalten und davoneilen, da ich absolutes Trageverbot habe. Gut, wie macht man das jetzt also?

Soll ich ihr gut zureden, soll ich einfach so tun, als würde ich sie da lassen? Soll ich mitbrüllen?

Lustig sieht sie aus, die kleine Madame, wie sie da rumgurkt und schreit, als wäre das Beste auf der Welt dieser alte, gammlige Spielplatz. Tja, Kinder sehen eben hinter die Fassade, sie erkennen das Wesentliche, nicht wahr? Und da wären wir auch bei den Gründen, wieso es sich lohnt Kinder zu bekommen.

1. Es sind die simplen Dinge

Ja, ist so. Von wegen Spa-Aufenthalte, 4D-Kino oder Kaviar! Ein Zahnarzt-Besuch alleine definiere ich jetzt zum Beispiel locker „Quality-Time“, ein Verpackungskarton kann stundenlang als Babysitter herhalten und Nudel mit Tomatensauce sind nur was für wahre Mini-Gourmets.

2. Entschleunigung

Und zwar unfreiwillige. Denn wenn man was um 10 Uhr ausgemacht hat, dann kann man sich sicher sein, dass eine Windel voll ist, sobald man das Haus verlassen will. Oder das der Schuh verschollen ist. Oder, dass ganz plötzlich jemand krank wird.

3. Man findet sich selbst plötzlich viel cooler

Klingt komisch? Ähm, ja, ist es auch. Aber es ist kein Geheimnis, dass man anfängt sich im kleinen Mini-Me zu erkennen und zu lieben und plötzlich denkt man: Wenn der Nachwuchs so cool ist und er es teilweise von mir hat, dann kann das nur bedeuten, dass ich auch verdammt cool bin.

4. Man hat eine viel höhere Toleranzgrenze

Vor allem was eklige Dinge angeht. Also richtig eklige Dinge. Vorgekautes Essen wird ohne mit der Wimper zu zucken verzehrt, Kacki am Shirt gehört zum Alltag und Flecken werden beschnuppert und inspiziert, bevor sie gewaschen werden.

5. Prioritäten verschieben sich als Eltern

Das ist nicht zwingend besser, als das L.V.K. (Leben vor den Kindern) aber definitiv anders und manchmal tut anders gut. Die fancy Party kann da mal schnell als anstrengend und erzwungen angesehen werden und die Zeit mit der Mini in der Badewanne hingegen als absolutes Highlight. Irgendwie verändert man sich als Eltern und dann wieder doch nicht. Man entwickelt sich eben und das ist ja nicht zwingend etwas Schlechtes. 😉

Tja, da sitze ich also neben der brüllenden Mini (ja, sie kreischt immer noch) und erzähle euch, wieso es sich lohnt Eltern zu werden. Verrückt eigentlich, nicht wahr? Ja, ist es. Denn wenn man Kinder hat, dann gehört Verrücktheit zum Alltag dazu. Aber eben auch viel Liebe und Spaß und Gelassenheit. Und das macht das Leben mit Kindern wirklich spannend und wunderschön.

_____________________________________________

Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und zwischenzeitlich Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt.
_____________________________________________

Und wie sieht es bei dir aus? Welche Gründe sind für dich Tag für Tag aufs Neue der Grund, dass sich das Elternsein (mit all seinen wilden, verrückten und chaotischen Seiten) voll und ganz lohnt? Verrate es uns in den Kommentaren! 

 

#coolmomsdontjudge Sei Teil der Bewegung

Eltern zu sein ist eine wahre Herausforderung und jeder meistert es auf seine Art und Weise. Dennoch können wir uns allzu oft nicht verkneifen, andere Erziehungsstile und –maßnahmen zu kritisieren und zu (ver-)urteilen. Aber es gibt viele gute Gründe, das einfach mal sein zu lassen. Diese hier nämlich:

1. Wir sehen nur Ausschnitte

Wenn wir uns anmaßen über fremde Eltern zu urteilen, dann ist das schlicht und einfach eines: unfair. Denn wir sehen nur Ausschnitte eines Alltags, an dem wir nicht teilhaben. An der Kassa steht eine Mama mit brüllendem Kleinkind und statt etwas zu unternehmen, starrt sie apathisch auf ihr Handy? Vielleicht hat sie gerade eine schlechte Nachricht bekommen. Vielleicht geht es ihr nicht gut. Vielleicht ist die Situation, die in deinen Augen so falsch und klar erscheint, gar nicht so einfach zu erklären. Wie können wir wagen zu behaupten, die Mutter an der Kassa mache es „falsch“, wenn wir die Hintergründe für ihr Handeln nicht kennen, wenn wir sie nicht kennen?

2. Jeder Erwachsene tickt anders

Wir leben in einer Welt der Individualisten und sind stolz drauf. Wir zelebrieren unsere Einzigartigkeit, unseren Mut, wenn wir uns trauen „anders“ zu sein. Doch sobald es um die Kinder geht, müssen wir es alle gleich angehen? Wieso? Wieso kann es eine Mutter nicht besser finden nicht zu stillen, das Baby nicht zu tragen oder es im eigenen Zimmer schlafen zu lassen? Wieso ist unsere Einzigartigkeit da plötzlich keine Stärke mehr, sondern ein Makel?

3. Jedes Kind tickt anders

So wie jeder Erwachsene ein Individuum ist, sind das Kinder natürlich auch. Kein Kind gleicht dem anderen, und was bei meinem Kind funktioniert, kann bei deinem kläglich scheitern. Aus diesem Grund wäre es dumm zu behaupten, es gäbe nur eine Art und Weise die Erziehung „richtig“ anzugehen.

4. Es gibt kein Patentrezept

Wenn in der Kindererziehung etwas nicht fehlen darf, dann ist das Liebe, das ist klar. Aber abgesehen von Liebe haben wir ja keine Ahnung, was wir tun müssen, damit unsere Erziehung „gelingt“. Wir werden alle Fehler machen. Alle. Auch jene, die oft und gerne mit dem Finger auf andere zeigen, werden nicht verschont bleiben. Denn es gibt kein Einheitsrezept, keine Zauberformel und keine Garantie.

5. Zusammen ist es einfacher

Wieso gegeneinander, wenn es zusammen so viel leichter und schöner und toller ist!? Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir Eltern uns gegenseitig unter die Arme greifen würden, anstatt uns zu kritisieren. Wenn wir Besserwisserei und Schadenfreude, mit Mitgefühl und Empathie ersetzen würden. Weil wir im Grunde alle keine Ahnung von dem haben, was wir gerade tun…

6. Es geht uns nichts an – warum dann urteilen?

Last but not least: Es geht uns nichts an, wie andere Eltern das handhaben. Ob sie Co-sleepen oder nicht, ob sie vier Kinder wollen oder eines, ob sie „verziehen“ oder nicht. Wir alle haben einen Grund für unser Handeln, einen Grund, wieso wir Dinge so angehen und nicht anders. Und wie fad wäre eine Welt, in der alle Eltern und alle Kinder gleich wären? Eben!

7. Wir sind auch nicht perfekt

Wenn wir andere Eltern kritisieren, gehen wir davon aus, dass wir es “richtig” machen. Aber niemand von uns ist perfekt. Und wenn wir denken, “perfekt” sein zu müssen, dann setzen wir uns nur selbst unter Druck – auch nicht gut!

In diesem Sinne: Leben und leben lassen. Das ist entspannter, gesünder und schließlich wissen wir doch alle zwischenzeitlich: #coolmomsdontjudge!

Magical Kylie Minogue GIF - Find & Share on GIPHY

__________________________________________________________________________________________

Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und schon ganz bald Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Plane: kein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt.