Die ersten Monate mit einem Baby vergehen meist sehr schnell. Dauernd passiert etwas Neues, das erste Lächeln, das erste mal Greifen oder auch der erste Blick zu deinem Essen. Spätestens da wirst du dich wahrscheinlich fragen, wann du deinem Baby das erste Mal etwas festes zu essen geben darfst. Wann ist der richtige Zeitpunkt mit der Beikost zu beginnen, worauf solltest du achten und welche Formen von Beikost gibt es? All diese Fragen möchten wir dir heute beantworten.

Wann kann ich mit der Beikost beginnen?

In den ersten Monaten benötigt dein Baby nur Muttermilch bzw. Pre Milch. Ab Ende des 4. Monats kannst du rein theoretisch mit Beikost starten. Warum rein theoretisch? Nicht jedes Baby ist zu dem Zeitpunkt schon dafür bereit. Manche sind schon sehr früh sehr aufmerksam und möchten das was du isst, auch unbedingt mal probieren, wieder andere Babys sind mit Milch vollkommen zufrieden. Spätestens ab dem 7. Monat solltest du jedoch langsam mit Beikost beginnen, da dein Baby ab diesem Zeitpunkt einfach mehr Nährstoffe benötigt. Trotzdem ist es aber wichtig, dass das Baby den Start mitbestimmt.

Hier sind 5 Anzeichen, mit denen dir dein Baby zeigt, dass es bereit für Beikost ist:

  1. Es verfolgt aufmerksam, wie Mama und Papa essen und zeigt deutliches Interesse daran
  2. Es greift nach deinem Essen
  3. Mit etwas Unterstützung kann es schon aufrecht sitzen
  4. Wenn du mit dem Löffel kommst, öffnet es den Mund
  5. Der anfängliche Reflex, das Essen mit der Zunge wieder aus dem Mund zu schieben, ist verschwunden

Wenn dein Kind dir klar signalisiert, dass es feste Nahrung essen möchte, solltest du dir überlegen ob du Brei füttern möchtest oder ob du lieber mit der Baby-Led Weaning Methode startest.

5 Anzeichen, dass dein Baby bereit für die Beikost Einführung ist und worauf du beim ersten Brei achten solltest

Beikosteinführung ganz klassisch mit Babybrei

Babybrei kannst du in allen möglichen Varianten finden. Gemüsebrei, Brei aus frischem Obst oder Getreidebrei sind für den Einstieg in die Beikost super. Wenn du dich für Gemüsebrei entschieden hast, solltest du dir zunächst überlegen ob du selber kochen möchtest oder Brei aus dem Glas füttern wirst. Wenn du selber kochst, ist das zwar mehr Aufwand, aber du weißt ganz genau was im Brei steckt. Mittlerweile ist die Qualität beim Gläschenbrei aber auch so gut, dass du den beruhigt füttern kannst – oder du schaust dich nach anderen tollen Alternativen für Gemüsebreie um, diese gibt es zum Beispiel zwischenzeitlich auch gefroren zum einfachen Aufwärmen zuhause. Getreidebreie findest du oft in Form von Instant-Breien, die du einfach nur mit heißem Wasser aufgießen musst. Das geht zwar schnell, aber durch die Vorbehandlung gehen oft Nährstoffe verloren. Alternativ kannst du auch Getreidebrei natürlich selbst kochen, das geht am einfachsten mit unseren Demeter Getreidebreien – diese sind so naturbelassen wie möglich und in nur 2 Minuten aufkochen fertig zum Essen. Der natürliche Geschmack bleibt dabei erhalten und ist egal ob pur oder mit Obst- oder Gemüsebrei gemischt einfach lecker für deinen kleinen Entdecker!

Auf die Plätze…

Löffelchen, eine Schale und eine Trinkflasche oder ein Trinkbecher sollten vorhanden sein – und dann könnt ihr auch schon loslegen.

Gestartet werden kann zum Beispiel mit einem Gemüsebrei zur Mittagszeit, beispielsweise Möhre, Süßkartoffel, Kürbis oder Pastinake. Um Unverträglichkeiten oder Allergien auszuschließen, solltest du deinem Baby die Gemüsesorten zuerst nacheinander geben. In der ersten Woche zum Beispiel Möhrenbrei, in der zweiten Woche kannst du ein weiteres Gemüse dazu geben und immer so weiter. Auch super lecker: Getreidebrei mit Gemüse-Pürees, schau doch mal bei unseren Rezepten vorbei!

Da das Brei essen am Anfang nicht so leicht ist, und wahrscheinlich mehr auf dem Lätzchen als im Mund landen wird, sollte dein Kind nicht super hungrig sein. Es könnte schnell ungeduldig werden und anfangen zu weinen, dadurch könnte es sich schnell verschlucken. Müdigkeit ist ebenfalls keine gute Voraussetzung, da das mit-dem-Löffel-essen erst gelernt werden will und sehr anstrengend für dein Baby ist.

Portionsgrößen

Zu Beginn solltest du nur ein paar Löffel Brei anbieten. Wenn dein Baby den Brei verweigert, dann zwing es nicht zu essen. Tastet euch einfach ganz langsam gemeinsam heran. Ein kleiner Tipp: Koche den Brei vor und friere ihn in Eiswürfelbehältern ein. Mehr als eine eiswürfelgroße Portion wird dein Kind am Anfang wahrscheinlich nicht essen und so schmeißt du weniger weg. Ein weiterer  Vorteil: Du kannst so ganz easy die verschiedenen Gemüsesorten zusammen mixen wenn dein Baby sie gut verträgt.

Nach ca 2-3 Wochen kannst du Kartoffeln zum den anderen Gemüsesorten hinzufügen. Wenn du den Brei selber kochst, versuche das Gemüse möglichst schonend zu garen. Am besten eignet sich hier das Dampfgaren.

Vitamin C und Eisen

Nach ca. 4 Wochen kannst du nun Fisch und Fleisch zum Brei hinzufügen. Sobald du einen Gemüse-Fleisch Brei fütterst, ist es ratsam, etwas frischen Orangensaft bzw. Orangen-Direktsaft zum Brei dazu zu geben, denn durch das Vitamin C kann das Eisen besser aufgenommen werden. Aber auch Getreide enthält Eisen, so dass du hier ebenfalls Saft dazu geben solltest. Beim Nachmittagsbrei mit leckerem Obstmus kannst du daher auf den Saft verzichten.

Beikost nach Plan

Ab dem 5. Monat:

  • Gemüsebrei
  • Getreidebrei ohne Milch und Gluten (z.B. Hafer Pur)

2 Wochen später:

  • Gemüse-Kartoffelbrei

Ab dem 6. Monat:

  • Gemüse-Kartoffelbrei mit Fisch oder Fleisch
  • Obst-Getreidebrei
  • Milchbrei oder Getreidebrei mit Vollmilch, max 200 ml am Tag

5 Anzeichen, dass dein Baby bereit für die Beikost Einführung ist und worauf du beim ersten Brei achten solltestDie Baby-Led-Weaning Methode

Wenn du dich für eine breifreie Ernährung entschieden hast, bedeutet das, dass dein Kind das zu Essen bekommt, was ihr als Familie auch esst. Auch hier gilt, es sollten Anzeichen vorhanden sein, dass dein Baby Lust auf feste Nahrung hat.

 

Anders als bei der Brei-Methode musst du dich hier nicht an eine bestimmte Reihenfolge halten. Dein Kind kann einfach am Familientisch sitzen und mitessen. Für den Anfang bieten sich dampf gegartes Gemüse- und Obststicks an, aber auch Brot ohne Körner oder Waffeln (natürlich ohne Zucker oder Honig) klappen meistens gut.

Dein Baby sollte das Essen möglichst alleine mit den Händen zum Mund führen. Richte dich auf eine kleine Sauerei ein, dein Baby wird sehr wahrscheinlich auch mit dem Essen spielen wollen. Quasi fühlen und schmecken.

Da sich dein Baby schnell verschlucken kann, solltest du es beim Essen nicht unbeaufsichtigt lassen. Oft spucken die Kleinen zu große Stücke auch einfach wieder aus.

Let’s Eat!

Das sind sie – die wichtigsten Infos rund um den Start in die Beikost. Natürlich kennst du aber dein Baby am besten und egal für welche Methode du dich entscheidest, diese wird die richtige für euch sein. Auch ein Mix aus Brei und dem Essen der Großen kann ganz wunderbar funktionieren – es muss schließlich kein Entweder-Oder sein! Wir wünschen dir und deinem Löwenbaby viel Spaß beim Essen!

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Über Hannah: Hannah ist eine Ur-Berlinerin und lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern im schönen Prenzlauer Berg. Die 35-jährige Zweifach-Mama ist Ernährungsberaterin und bloggt auf www.catwalktokindergarten.com über gesunde Ernährung, leckere und einfache Rezepte für die ganze Familie und zeigt, dass mit etwas Organisation vieles unter einen Hut zu bekommen ist.

Hannah beweist jeden Tag aufs Neue, dass es gar nicht so schwer ist, sich gesund zu ernähren. Immer wieder gibt sie Tipps wie man auch seine Kinder von Gemüse und Obst überzeugen kann.

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Und wie habt ihr den Start in die Beikost gemeistert? Oder seid ihr noch mitten dabei? Mit unseren Starterpaketen könnt ihr jetzt ganz einfach schauen, ob euer Baby schon bereit für Getreidebrei ist – und der Versand geht auf uns!

 

Fotos: Lina Grün / Unsplash


Dass zu viel Zucker nicht gesund ist – auch für Erwachsene – ist sicher keinesfalls eine Neuigkeit. Und trotzdem versteckt sich Zucker in vielen Lebensmitteln, in denen wir ihn gar nicht erwarten würden. So auch in vielen herkömmlichen Baby Getreidebreien. Dabei ist es doch besonders bei der Ernährung deines Babys wichtig, darauf zu achten!

Um vorab gleich alle Missverständnisse beiseite zu räumen: Wenn wir von Zucker sprechen, meinen wir Zuckerzusätze über den natürlich vorkommenden Zuckeranteil hinaus. Denn Stärke ist ein ganz natürlicher Bestandteil von Getreide, und diese wiederum wird vom Darm während der Verdauung zu Zucker umgewandelt. Was allerdings nicht natürlich vorkommt, ist der zugefügte Industriezucker, den man in etlichen Lebensmitteln (und vielen Babynahrungsprodukten) finden kann. Warum wir darauf ganz bewusst verzichten?

Drei Gründe, warum uns kein Zucker in die Tüte kommt!

Da Neugeborene und Kleinkinder in ihrer täglichen Versorgung von anderen Menschen abhängig sind, ist die Lebensmittelauswahl der Eltern für den Säugling ganz besonders entscheidend, besonders nach Beginn der Beikost. Vorher enthält die Muttermilch natürlich all die Nährstoffe, die dein Baby zum Groß und Stark Werden braucht.

1. Das erste Jahr ist ausschlaggebend!

Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eine ausgewogene Ernährung bereits im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung für die Entwicklung eines Säuglings. Denn: das ist die Phase, die hinsichtlich der Prävention von Erkrankungen als sensible und kritische Entwicklungsphase gilt. Auch ist hier die Ernährung prägend für das spätere Erkrankungsrisiko. Daher hat das erste Lebensjahr große Auswirkungen auf das gesamte Leben.

2. Von “nur mal naschen” zu ernsthaften Problemen – ein Leben lang!?

Die angeborene Präferenz für süße Geschmäcke, die Kinder nun einmal haben, kann so durch zu viel Zucker noch verstärkt werden. So kann es sein, dass Eltern das Ernährungsmuster im Kindesalter nachhaltig prägen und damit den Grundstein für Ernährungsgewohnheiten und Präferenzen im späteren Leben legen. Hand aufs Herz: Wer hat nicht manchmal einen süßen Hieper? Solche Präferenzen halten meist das ganze Leben an.

Während die eher schlechteren Angewohnheiten in Maßen natürlich nicht automatisch drastische Auswirkungen haben müssen, ist doch oftmals ein klarer Zusammenhang zwischen Adipositas im Erwachsenenalter und hohen Zuckerkonsum in der Kindheit zu sehen. Studien zeigen, dass zuckerhaltige Getränke und freie Zucker das Risiko für Übergewicht und Adipositas, schlechte Versorgung mit Nährstoffen, verringerte Vielfalt bei der Lebensmittelauswahl und möglicherweise mit einem erhöhten Risiko für Typ 2 Diabetes einhergehen. Wie wichtig also, das nicht schon von Anfang an für unsere Kinder zu fördern!

3. Große Angst vorm Zahnarzt muss doch nicht sein

Mal abgesehen von allen lang- und kurzzeitigen Auswirkungen auf den Körper, sind da auch noch die ollen Karies, die Groß und Klein die Lust am Zahnarztbesuch nimmt. Ein ständiger Gehalt von Zucker im Mund ist der ideale Nährboden für die Kariesbakterien, und zwar auch schon vor dem Durchbruch der ersten Zähnchen. Die wohl beste Kariesprophylaxe ist es somit neben dem regelmäßigen Zähnchenputzen, genau so einen ständigen Kontakt mit zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln zu verhindern.

… Und jetzt? Jede Zutatenliste ausgiebig inspizieren?

Klar – das wäre sicherlich das Beste und definitiv nicht die schlechteste Angewohnheit! Allerdings ist das im Alltag (und besonders mit einem schreienden Kind im Supermarkt) nicht immer ganz so umsetzbar, wie wir uns das manchmal wünschen würden. Deshalb haben wir die Arbeit schon einmal für dich gemacht: Bei unseren frischen Getreidebreien ist keinerlei Zucker zugesetzt, denn wir setzen auf andere Geschmacksspender als Zucker und Salz. Wusstest du zum Beispiel, dass unsere Getreide noch vor Ort beim Bauern schonend geröstet werden, um so die höchste Qualität zu garantieren? Auch unterziehen wir unsere Breie keiner Dehydrierung, im Gegensatz zu herkömmlicher Breinahrung. So bleiben die Nährstoffe aus dem Getreide besser erhalten und was bleibt ist der leckere, intensive Breigeschmack.

Gesüßt werden kann das Ganze natürlich aber trotzdem: Die gesamte Geschmacksvielfalt von Obst und Gemüse steht dir zur Verfügung, um deinen Brei zu “pimpen”! Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, ob frische Beeren, Frucht- und Gemüse Pürees oder so ausgefallene Ideen wie Kokosraspeln (ab dem 9. Monat). So führst du dein Kind langsam an verschiedene, milde Geschmacksnuancen heran, ohne dass es dabei industriellen Zucker zu sich nimmt. Einige unserer liebsten Rezepte haben wir für dich gesammelt, hast du schon den Pimp-my-Brei Abschnitt unseres Blogs entdeckt?

 

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