November 2018 // Löwenzahn Organics und BUNTE.de family laden zum ersten Panel nach München ein

Schluss mit Mom-Shaming! Gemeinsam mit BUNTE.de zum #coolmomsdontjudge Panel

Löwenzahn Organics und BUNTE.de family laden gemeinsam zum ersten Panel rund um die Initiative #coolmomsdontjudge nach München ein – es gibt nicht nur einen richtigen Weg, sein Kind großzuziehen.

 

Donnerstag, 08.11.2018 – Berlin // „Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming!“ Nach bereits zwei erfolgreichen Panels in Berlin haben sich gestern auf Einladung von Löwenzahn Organics und BUNTE.de family auch in München rund 35 geladene Gäste zu einer Diskussion rund um die Kampagne #coolmomsdontjudge getroffen. Initiiert wurde #coolmomsdontjudge diesen Sommer von den beiden Mamas und Löwenzahn Organics-Gründerinnen Liz Sauer Williamson und Carmen Lazos-Wilmking. Sie hatten sowohl aus eigenen Erfahrungen, aber auch durch Beobachtungen und Erzählungen in ihrem Umfeld den Eindruck, dass der Ton unter und gegenüber Müttern sehr rau geworden ist und gerade Jungmütter dadurch stark verunsichert werden; eine von ihnen in Auftrag gegebene repräsentative forsa-Studie bestätigte dies. Also starteten die beiden Gründerinnen die Bewegung unter dem Motto #coolmomsdontjudge, um dem von vielen Eltern auf Spielplätzen und in Krabbelgruppen diskutierten Thema auch in der breiten Öffentlichkeit eine Plattform zu bieten. Das Ziel: mehr Toleranz und Unterstützung unter Müttern.

Mit sechs inspirierenden Speakern wurden im FAMILYROOM in Haidhausen der Status Quo und Ideen für eine positivere Zukunft diskutiert. Als Speaker waren Natascha Hoffner, Gründerin von herCAREER, Autorin, Redakteurin und Bloggerin (muttisoyeah) Mareike Opitz, Rebecca van de Sand, Spezialistin im Rechnungswesen bei BMW, die erfahrene Hebamme Maria Ehrenstraßer, BUNTE.de family Redakteurin Sara-Lena Niebaum sowie Löwenzahn Organics Mit-Gründerin Carmen Lazos-Wilmking dabei. Moderiert wurde das Panel von Camilla Rando, Gründerin von Mummy Mag.

Unter den Gästen waren Blogger, Gründer und Medienvertreter aus dem Raum München. Nach der etwa einstündigen Panel-Diskussion gab es im Anschluss noch einen angeregten Austausch zu dem Thema.

Der Status Quo: „Es weht ein harter Gegenwind unter Müttern!“

Moderatorin Camilla unterstützt die Kampagne schon von Anfang an und unterstreicht direkt zu Beginn des Panels: „Es muss unbedingt weiter über Mom-Shaming gesprochen werden, um eine langfristige und nachhaltige Verhaltensänderung zu erzielen. Diese Kampagne ist ein Marathon und kein Sprint… Aber zusammen können wir etwas bewegen!“ Sie eröffnet die Gesprächsrunde mit der wichtigen Frage, woher der Druck eigentlich kommt, den sich vor allem Mütter täglich machen. Rebecca erwidert: „Unsere Generation sind sogenannte ‘High Performer’ – Wir setzen uns hohe Ziele. Zu hohe Ziele, meiner Meinung nach. Uns wurde gesagt, wenn man nur genug Biss hat, kann man alles schaffen. Das ist aber schlichtweg nicht die Realität, vor allem nicht, wenn in der Mutterrolle noch gefühlt unendlich mehr Ansprüche dazu kommen. Wir wollen perfekte Mütter sein und die perfekte Kindheit für unsere Kinder kreieren. Wir setzen uns durch zu hohe Ziele selber immens unter Druck.“ Natascha ergänzt aus eigener Erfahrung: „Das ging mir zum Beispiel beim Stillen so. Es wird einem eingeredet, es muss funktionieren – ohne Alternative. Wenn es nicht klappt, fühlt man sich als Versager. Dabei gibt es Alternativen und das was am Ende zählt, ist doch nur, dass sich Mutter und Kind mit ihrer ganz individuellen Lösung wohl fühlen.“ Camilla schlägt den Bogen: „Dass man sich eine eigene Meinung bildet, ist ja völlig normal – aber wo liegt der schmale Grat zwischen gut gemeintem Ratschlag und gemeiner Kritik? Und was macht besonders Mütter so angreifbar?“ Maria berichtet aus ihrer langjährigen Erfahrung als Hebamme: „Ich erlebe es immer wieder, dass die meisten jungen Mütter in ihrer neuen Rolle stark verunsichert sind. Sie vergleichen sich ganz automatisch mit anderen Eltern. Oft folgt Lästerei als Form von Abgrenzung als ganz automatische Entwicklung, in die man schnell reinrutschen kann. Das gemeinsame ‘Bashing’ verbindet und man findet aus der eigenen Unsicherheit leichter wieder heraus.“ Mareike bringt es auf den Punkt: „Ich glaube auch, dass der Hauptgrund für ‘Mom Shaming’ Unsicherheit ist. Als Mutter weiß man doch selbst oft nicht, wie das ‘Mama-Sein’ eigentlich geht und probiert viel aus. Im Zweifel weiß man zwar nicht was man will, aber sehr genau, was man nicht will! Dabei grenzt man Andere automatisch aus.“ Lena ergänzt einen wichtigen Punkt: „Wenn man selber eh schon an sich oder seiner Situation zweifelt, ist man viel angreifbarer.“

Wünsche für die Zukunft: „Sucht euch bewusst Freundschaften, die euch stärken!“

Sie hat aber auch direkt einen Tipp, wie Mütter sich untereinander mehr Mut machen könnten: „Es wäre ein Anfang, auch mal zuzugeben, dass etwas nicht gut läuft. Wir sind doch alle nicht perfekt!“ Carmen stimmt ihr zu: „Ich denke auch, dass wir uns als Mütter auch mal verletzlich zeigen dürfen, vielleicht sogar sollten. Wir dürfen Fehler machen, auch mal unsere Meinung ändern und vor allem ist es ok, unsicher zu sein. Was wir dann brauchen, ist hilfreicher Rat und liebevoller Zuspruch – keine schiefen Blicke oder verletzenden Kommentare.“ Auch Natascha fragt sich: „Woher kommt eigentlich dieser absurde Drang, sich immer rechtfertigen zu müssen oder zu wollen? Stehen wir uns damit nicht nur selber im Weg? Ich glaube es ist ganz wichtig, sich von vornherein ein positives Umfeld zu suchen und Freundschaften zu pflegen, in denen man sich gegenseitig den Rücken stärkt. Wenn es dann doch mal blöde Sprüche gibt, hilft oft nur ein dickes Fell!“ Mareike wirft ein: „Die Motivation hinter einem Kommentar ist doch entscheidend: Will ich mich selber durch Selbstbestätigung besser fühlen oder bin ich aufrichtig am Wohl von Mutter und Kind interessiert?“

Carmen ergänzt: „Man muss sich auch einfach mal auf die Zunge beißen können, denn es gibt nicht nur den einen richtigen Weg, sein Kind großzuziehen – es gibt nur den einen perfekten für jede Familie und der ist ganz individuell.“ Maria gesteht: „Ich habe in der Vergangenheit mit Sicherheit auch mal mit den Augen gerollt und bin darauf rückblickend nicht stolz. Aber seit ich Teil der Kampagne bin, habe ich ein ganz anderes Bewusstsein für Situationen entwickelt und kann viel gelassener damit umgehen, wenn Eltern auch mal etwas machen, was ich persönlich nicht so machen würde. Sie haben sicher einen Grund dafür, wenn sie ihr Kind mal kurz vor dem Tablet ‘parken’, um etwas Wichtiges zu erledigen. Kennen wir solche Ausnahmesituationen nicht alle?“ Sie schließt mit einem Appell an alle Hebammen-Kolleginnen ab: „Ich finde, wir als Hebammen sollten schon in Geburtsvorbereitungskursen über ‘Mom-Shaming’ sprechen und eine klare Botschaft mit auf den Weg geben: Leute, verurteilt andere nicht so schnell und bleibt bei euch. Verteilt Komplimente statt Kritik! Jede Mutter gibt immer ihr Bestes für ihr Kind.“ Rebecca nickt zustimmend: „Ich denke auch, dass eine Sensibilisierung für das Thema der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Wir müssen und können bei uns selber anfangen, um ‘Mom-Shaming’ gemeinsam zu stoppen! Lasst uns mit gutem Vorbild voran gehen und nicht aufhören über dieses wichtige Thema zu sprechen!“

Löwenzahn Organics x BUNTE.de family

Das Panel fand in Zusammenarbeit mit BUNTE.de family statt, die die Kampagne #coolmomsdontjudge tatkräftig unterstützen, unter anderem auch mit einer eigenen Komplimente Karte („Leben schenken, sprechen beibringen, laufen lassen: Schon mal überlegt, was du alles vollbracht hast, Mama?“). In den nächsten Wochen werden die Speaker des Panels zusätzlich in ausführlichen Einzelinterviews von BUNTE.de family portraitiert.

Über Löwenzahn Organics

Hinter dem jungen Berliner Unternehmen Löwenzahn Organics stehen die Löwenmamas Liz, Carmen und Alice. Gesunde Ernährung war ihnen schon immer wichtig – mit den ersten eigenen Kindern hat sich die Perspektive aber noch mal verändert: keine Kompromisse mehr, weder geschmacklich, noch was Qualität, Nährstoffe und Herstellung angeht. Da sie das Angebot auf dem deutschen Markt nicht vollends überzeugte, haben sie sich kurzerhand zusammengetan und Löwenzahn Organics gegründet. Seit Sommer 2017 produziert das Unternehmen Getreidebreie und Milchnahrung nach strengsten biologischen Standards und Qualitätsansprüchen – und geht bei den Themen Herstellung und Transparenz neue Wege.

Unterstützt wurde das Panel durch weitere tolle Partner: Der Family Room in München Haidhausen, die nachhaltige Babypflegemarke das boep, der Online-Stilberatung ZALON by Zalando, Eco by Naty, Eat like Eve sowie durch den langzeitigen Partner Mummy Mag. 

Fotos: monday morning für Löwenzahn Organics

 

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