Mai 2018 // Löwenzahn Organics startet Initiative #coolmomsdontjudge

8 Gründe, warum Stillen so wichtig ist – und gute Neuigkeiten für Mamas, die auf Milchnahrung setzen

forsa-Studie: Jede zweite Mutter fühlt sich wegen der Kritik anderer als schlechte Mutter

Mai 2018 – Berlin // Mit den entsprechenden Tendenzen hatte Löwenzahn Organics gerechnet, als das Unternehmen beim Sozialforschungsinstitut forsa eine repräsentative Befragung von 1.010 Müttern mit Kindern im Alter von bis zu vier Jahren in Auftrag gab – aber die finalen Zahlen haben dann doch überrascht. Leider im negativen Sinne. 77 Prozent, also mehr als drei von vier befragten Müttern, geben an, dass sie schon einmal für den Umgang mit ihrem Kind kritisiert wurden. Wiederum 72 Prozent davon fühlten sich deshalb schon mal als schlechte Mutter. In Kombination bedeutet das: Genau 55 Prozent – mehr als die Hälfte – der Befragten fühlten sich wegen der Kritik durch andere schon mal als schlechte Mutter. Ein trauriges Ergebnis, das zeigt, wie dringend Handlungsbedarf besteht.

Dabei sollte es doch eine der schönsten Lebensphasen sein! Die Zeit mit Baby und Kleinkind irgendwo zwischen innigem Kuscheln, ersten tapsigen Schritten und wilden Kitzel-Lach-Attacken. Stattdessen schlagen sich viele junge Mütter mit fiesen Kommentaren, unverhältnismäßiger Kritik und Selbstzweifeln herum. Das Gefühl: Irgendwas ist immer falsch. Und wer an „Burgfrieden“ unter Gleichgesinnten denkt, liegt völlig daneben. Oft neigen gerade Mütter, die meinen, für sich den richtigen Weg gefunden zu haben, dazu, andere auch davon überzeugen zu wollen – leider oft auf beleidigende oder anderweitig unangemessene Art. Durch die Digitalisierung mit anonymen Foren, sozialen Netzwerken und Blogs hat das Phänomen zudem eine ganz neue Dimension – abseits von realen Orten wie Krabbelgruppen und Spielplätzen – angenommen. Mittlerweile gibt es sogar einen eigenen Begriff dafür: Mom-Shaming.

86 Prozent der Mütter wünschen sich mehr Toleranz und Unterstützung

Passend dazu ergab die Löwenzahn Organics-Studie, dass sich der Großteil der Mütter – ganze 86 Prozent – mehr Toleranz und Unterstützung von Müttern untereinander wünscht. Deshalb hat sich der Hersteller von ökologischer Babynahrung dazu entschieden, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen, um eine Debatte und positive Veränderung auszulösen – und dafür die Kampagne #coolmomsdontjudge initiiert. Mit dabei sind bekannte Blogger, Autoren und Gründerinnen sowie eine erfahrene Hebamme.

„Wir sehen ein gesellschaftliches Problem, aber wollen es positiv angehen und zur Lösung beitragen, anstatt die traurigen Zahlen einfach hinzunehmen“, so Gründerin Liz Sauer Williamson. „Denn am Ende sind wir doch alle nur Eltern, die abends erschöpft ins Bett fallen, weil sie den ganzen Tag das Beste für ihr Kind gegeben haben. Wir sollten mehr aufeinander zugehen und uns gegenseitig unterstützen.“

Die Realität: Flasche heimlich im Auto geben und Kritik wegen Stillens in der Öffentlichkeit

Dem stimmt auch die Ingolstädter Hebamme und Zweifachmama Maria Ehrenstraßer zu. Da ihre Tochter zu früh zur Welt kam und ein entsprechend geringes Gewicht hatte, kombinierte sie zu Beginn Flaschennahrung mit Stillen. „Aber ich habe mich nie getraut, die Flasche in der Öffentlichkeit zu geben. Wenn es gar nicht anders ging, habe ich mich zum Füttern im Auto versteckt“, erzählt die 37-Jährige. „Ich habe mich einfach so geschämt und hatte Angst vor abfälligen Kommentaren und schiefen Blicken.“ Ehrenstraßer findet, Mütter sollten mehr zusammenhalten, und unterstützt deshalb die Kampagne #coolmomsdontjudge.

Das Thema Ernährung in den ersten Lebensmonaten gehört zu den besonders kontrovers diskutierten. Ob Stillen, Flasche oder eine Kombi aus beidem – oft wird daraus eine Grundsatzdebatte mit hohem Streit- und Beleidigungspotenzial. Da ist im Internet schon mal schnell von der „Still-Mafia“ und „herzlosen Egoistinnen“ die Rede. Auch als Hersteller von Bio- Milchnahrung unterstützt Löwenzahn Organics uneingeschränkt das Stillen, will aber jeder Frau diese sehr persönliche Entscheidung selbst überlassen und denen, die nicht stillen können oder möchten, eine hochwertige Alternative anbieten. „Uns war es deshalb auch wichtig, in unserer Studie Zahlen zu jeder Art von Säuglingsernährung zu erheben“, so Mitgründerin Carmen Lazos Wilmking. „Und die Ergebnisse bestätigen unsere traurige Vermutung: Es ist eigentlich egal, welchen Weg eine Mutter einschlägt – es wird immer jemanden geben, der sie dafür verurteilt.“

So gaben 12 Prozent der stillenden Mütter an, dass sie schon mal dafür kritisiert wurden, dass sie ihrem Kind nicht stattdessen die Flasche gegeben haben. 14 Prozent wurden wegen Stillens in der Öffentlichkeit bereits kritisiert. Da ist es nicht verwunderlich, dass 29 Prozent der Mütter aus Angst vor negativen Reaktionen nur ungern in der Öffentlichkeit stillen oder stillten. Von den Flaschen- Mamas wurden sogar 31 Prozent schon mal dafür kritisiert, dass sie die Flasche gaben oder geben, anstatt zu stillen. Ein Umstand, der leider nicht ohne Folgen bleibt: 27 Prozent der Mütter (somit jede vierte!), die ihrem Kind die Flasche gaben, fühlten sich deshalb schon mal als schlechte Mutter. „Offenbar können es Mütter von vornherein nie für alle richtig machen“, so Sauer Williamson und Lazos Wilmking. „Wir wollen das aber nicht als Manko sehen, sondern als Chance: Es gibt bei den meisten Dingen nicht nur den einen korrekten Weg, sondern viele verschiedene, die alle toleriert werden sollten.“

Gemeinsam für mehr Toleranz und Unterstützung unter Eltern

Zum Start der Kampagne unter dem Hashtag #coolmomsdontjudge haben sich bisher insgesamt zehn bekannte und sehr unterschiedliche Blogs (u. a. Echte Mamas, Mummy Mag, Little Years sowie Oh Wunderbar) zusammengetan, um gemeinsam ihre starke Stimme zu erheben. Jeder wird seine ganz persönlichen Erfahrungen und Gedanken rund um das Thema Mom-Shaming teilen. Ziel ist eine öffentliche Debatte darüber, wie Eltern aktuell miteinander umgehen und wie es stattdessen sein sollte. Am 12. Juni wird dazu in Berlin auch eine Panel-Diskussion mit renommierten Speakern wie zum Beispiel EDITION-F-Gründerin Susann Hoffmann, Buchautorin Malin Elmlid („Mein persönlicher Mutterpass“, „The Bread Exchange“) und Hebamme Maria Ehrenstraßer stattfinden.

Über Löwenzahn Organics

Hinter dem jungen Berliner Unternehmen Löwenzahn Organics stehen die Löwenmamas Liz, Carmen und Alice. Gesunde Ernährung war ihnen schon immer wichtig – mit den ersten eigenen Kindern hat sich die Perspektive aber noch mal verändert: keine Kompromisse mehr, weder geschmacklich, noch was Qualität, Nährstoffe und Herstellung angeht. Da sie das Angebot auf dem deutschen Markt nicht vollends überzeugte, haben sie sich kurzerhand zusammengetan und Löwenzahn Organics gegründet. Seit Sommer 2017 produziert das Unternehmen Getreidebreie und Milchnahrung nach strengsten biologischen Standards und Qualitätsansprüchen – und geht bei den Themen Herstellung und Transparenz neue Wege.

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