Schwanger – und jetzt?! Plötzlich kreisen 1000 Fragen durch den Kopf – ganz egal ob schon lange geplantes Wunschkind oder reine Überraschung. Für die nächsten 9 Monate (und erst recht danach) wird jetzt alles anders – und das kann erstmal ganz schön überwältigen. Wir sprechen daher heute mit Dr. Renate Kirschner, die als Verantwortliche für das wundervolle Projekt BabyCare schon seit mehr als 18 Jahren werdende Mamas mit ganz viel Wissen unterstützt. Das Vorsorgeprogramm dreht sich rund um alle Faktoren, die eine Schwangerschaft beeinflussen können (sowohl positiv als negativ) und möchte Aufklärung um mögliche Schwangerschaftsrisiken leisten. Viele Probleme lassen sich nämlich durch bewusst angepasste Lebensgewohnheiten verringern oder ganz vermeiden. Dass Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft natürlich tabu sind, ist hierbei nichts Neues mehr, und auch die Gefahren von Rohmilchkäse und Co. sind zwischenzeitlich bekannt. Aber was sind andere Punkte, auf die in der Schwangerschaft besonderer Wert gelegt werden sollte?!

Bleiben wir doch gleich mal beim Thema Ernährung: Was sind absolute No-Gos in der Schwangerschaft und wovon sollte eine werdende Mama dafür umso mehr essen/trinken?

Lieber nicht…

Gerade in der Schwangerschaft spielt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung eine wichtige Rolle – schließlich wird ein neuer Mensch Zelle für Zelle „gebaut“! Allerdings sind in dieser spannenden Zeit tatsächlich nicht alle Lebensmittel geeignet. Ein definitives No-Go sind beispielsweise Rohmilchprodukte und generell Produkte tierischen Ursprungs im Rohzustand wie Ei, Fleisch und Fisch oder Meeresfrüchte – wenn sie nicht vollständig durchgegart oder ausreichend erhitzt wurden. Der Grund für diese Vorsicht ist die Infektionsgefahr – rohe Lebensmittel können mit gefährlichen Bakterien wie Listerien oder Toxoplasmen kontaminiert sein. Diese sind für gesunde Erwachsene nicht kritisch, doch in der Schwangerschaft ist das Immunsystem der werdenden Mutter geschwächt. Eine Lebensmittelinfektion – oder vor allem eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft – kann für das Ungeborene negative Folgen haben. Daher gilt in der Schwangerschaft: rohe Produkte immer gut erhitzen und durchgaren! Um Lebensmittelinfektionen aus dem Weg zu gehen sollten Schwangere ebenfalls vorgefertigte Salate und Sandwiches vermeiden. Man kann sich nicht sicher sein, wie diese Produkte vorher behandelt und wie lange sie bereits gelagert wurden.

… dafür mehr:

In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Aufnahme von wichtigen Mikronährstoffen wie Eisen, Folsäure und Jod sehr wichtig. Von daher ist die Auswahl Obst und Gemüse in der Schwangerschaft eine ganz besonders gute Entscheidung – gerade die grünen Gemüsesorten wie Salat und Broccoli sind gute Folsäurelieferanten. Zum Schutz vor Toxoplasmose und Listeriose sollten frisches Obst und Gemüse aber gründlich gewaschen oder ggf. geschält werden. Guter Eisenlieferant ist Fleisch, insbesondere Innereien – doch Achtung bei Leber! Diese enthält viel Vitamin A, welches überdosiert Schädigungen beim Ungeborenen hervorrufen kann, und ist daher im ersten Schwangerschaftsdrittel tabu. Später kann Leber einmal in der Woche gegessen werden. Werdende Mütter, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, können beispielsweise auf Hirse oder dunkelgrünes Blattgemüse zurückgreifen. Allerdings ist es da sehr schwer, den Eisenbedarf ausreichend zu decken.

Wichtig und interessant zu wissen:

Einige Produkte hemmen die Aufnahme von Mikronährstoffen. So können zum Beispiel Milchprodukte, Kaffee und Schwarztee die Aufnahme von Eisen, und Grüntee die Aufnahme von Folsäure stark beeinträchtigen. Das bedeutet: Grüntee nur in Maßen genießen, die anderen Produkte nicht in direkter Kombination mit beispielsweise Eisentabletten. Auch bei vielen Kräutern und Gewürzen ist in der Schwangerschaft Vorsicht geboten – manche sind sogar gänzlich zu vermeiden, da sie vorzeitige Wehen auslösen oder zu Schädigungen beim Baby führen können. Hierzu gehören beispielsweise Aloe vera, Bärwurz, Beifuß, Beinwell, Blutwurz, Chinarinde, Engelwurz, Frauenmantel, Hirtentäschel, Huflattich (Achtung! Kann beim Ungeborenen Leberschäden verursachen!), Kampfer, Mistel, Mutterkraut, Raute und Traubensilberkerze.

Und immer dran denken:

Darauf, dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist, muss ich wohl nicht hinweisen. Kaffee, Cola, Mate sowie stark koffein- und zuckerhaltige Getränke sollten Schwangere auch nur wohldosiert genießen. Immer gut: Wasser! Kräutertees sind gerade in der kalten Jahreszeit eine schöne Idee, allerdings sollten sich werdende Mamas zu der richtigen Auswahl in der Apotheke beraten lassen. Mehr und detaillierte Informationen zu allen Ernährungsfragen finden werdende Mütter übrigens auch im FAQ- Bereich von BabyCare!

Auf welche Kosmetik sollte während der Schwangerschaft unbedingt verzichtet werden?

In der Schwangerschaft können die meisten bisher genutzten Pflege- und Kosmetikprodukte weiterhin verwendet werden. Möglicherweise werden die Schwangeren jedoch feststellen, dass ihre Haut sich in der Zeit der Schwangerschaft verändert oder anders auf Pflegeprodukte reagiert, als bisher. Es gibt allerdings auch ganz klare No-Go’s: Kosmetik und Hautpflege mit dem Konservierungsmittel Benzoic Acid (Benzoesäure) und Benzoylperoxid, einer Vorstufe von Benzoesäure. Unter Umständen kann dieser Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangen und dem Baby schaden. Ähnlich verhält es sich bei manchen pflanzlichen Produkten: Extrakte aus Ingwer, Rosmarin, Gewürznelke, Thymian und Zimt können in sehr hohen Dosen vorzeitige Wehen auslösen. Auch bei Anwendungen mit Teebaumöl kann es jetzt zu allergischen Reaktionen der Haut kommen. Meiden sollten die werdenden Mamas zudem Pflegeprodukte mit tiefenwirksamen Wirkstoffen, Hormonen und ähnlichen Bestandteilen. Als Ersatz können hypoallergene, unparfümierte Präparate genutzt werden. Auch hautsensitive Babypflegeprodukte sind jetzt eine gute Wahl.

Wie unterscheiden sich die Entwicklungsphasen des Babys im Bauch und gibt es Besonderheiten, die spezifisch für die verschiedenen Trimester sind?

Die Schwangerschaft wird standardmäßig in Trimester aufgeteilt d.h. 3 Abschnitte. Jeder dieser Abschnitte hat typische Merkmale und Besonderheiten für Mutter und Kind.

1. Trimester (die ersten 12.Wochen):

Ein neues Leben entsteht! In den ersten Wochen geht es grundsätzlich um die Entwicklung des Embryos. In dieser Zeit werden die Organe und das Nervensystem im Gehirn gebildet. Arme, Beine, Kopf und Körper wachsen. Wenn auch anfangs noch recht unförmig, nimmt der kleine Mensch nun von Tag zu Tag Gestalt an und wächst. Ein wichtiger „Baustein“ für das gesunde Wachstum des Kindes in dieser Phase ist zum Beispiel Folsäure (Folat), sie hilft dabei, das Neuralrohr (erste Entwicklungsstufe des Nervensystems) zu entwickeln und zu schließen. Auch wenn äußerlich noch kaum eine Schwangerschaft zu sehen sein wird, die werdende Mama kann besonders in der ersten Zeit mit den typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu kämpfen haben, wie vor allem Müdigkeit und Morgenübelkeit, dies gibt sich aber zumeist zum Beginn des 2.Trimesters.

2. Trimester (13.-28. Woche):

Alle Organe des Babys sind nun angelegt, in dieser Phase geht es um Größe und Gewicht. Das Baby legt ordentlich zu und die Organe „reifen“. Nun wird man auch bei der Schwangeren einen ersten Babybauch erkennen können. Auch werden nun die Bewegungen, die erstmals ab der 20. Schwangerschaftswoche bemerkbar sind, stärker. Auch der werdende Vater kann sein Kind nun spüren. Die Beschwerden der ersten Wochen lassen nach.

3. Trimester (29.-40. Woche):

Endspurt! In diesen letzten Wochen der Schwangerschaft wird es nun langsam eng fürs Baby. Es nimmt bis zum Geburtsgewicht von ca. 3200g zu und wächst bis zu einer Größe von ca. 51cm heran. Die Lungen werden fertig ausgebildet, damit dem ersten Atemzug und Schrei nichts im Wege steht. Für die werdende Mama wird es nun immer anstrengender; der Bauch wächst, Rückenschmerzen können jetzt auftreten. Auch die Organe werden nun durch das Kind verdrängt und die Blase meldet sich wohl häufiger. Zudem kann Sodbrennen eine typische Beschwerde werden. Aber es ist bald geschafft. Nach (im besten Fall) 40.Wochen kommt das Kind gesund zur Welt und ist das größte Geschenk für die frischgebackenen Eltern. Über die Entwicklungen bei Mama und Kind hält Sie übrigens auch unsere App BabyCare – Gesund & Schwanger Schwangerschaftwoche für Schwangerschaftswoche auf dem Laufenden! Diese ist kostenlos für Android und iOS verfügbar.

Im ersten Trimester leiden viele Frauen unter Morgenübelkeit – was kann man dagegen tun? Gibt es irgendwelche Tricks oder Hausmittel und wie kommt es eigentlich dazu?

Ein guter Tipp gegen Übelkeit ist zum Beispiel: immer wieder kleinere Mengen trinken, am besten Wasser, Saftschorlen und (für die Schwangerschaft geeignete) Kräutertees. Sinnvoll ist es natürlich auch, dem Erbrechen entgegenzuwirken. Manche Schwangere machen gute Erfahrungen mit Akupressur, dem Einsatz von Ingwer (nicht selber probieren, bitte Wehen fördernde Wirkung beachten!) und der Einnahme von Vitamin B6. Frauenärzte und Hebammen sind in diesem Fall der richtige Ansprechpartner. Was nun diese lästige Beschwerde bedingt – Hormonschwankungen oder evolutionäre Gründe – ist nicht ganz klar und teils umstritten. Doch eine gute Nachricht zum Schluss: Die Übelkeit lässt in den meisten Fällen am Ende des 1. Trimesters nach.

Ist es eigentlich normal, dass man plötzlich schon bei Kleinigkeiten erschöpft ist?

Ja, besonders in der ersten Zeit der Schwangerschaft ist eine schnellere Erschöpfung normal. Auch stärkere Müdigkeit ist durchaus typisch. Eine Ursache ist der sich stark verändernde Hormonspiegel. Das Hormon Progesteron hat eine stark einschläfernde Wirkung und wird nun verstärkt gebildet. Dies hat aber auch einen wichtigen Grund: Die werdende Mama wird in der sensiblen Phase der Kindesentwicklung am Anfang der Schwangerschaft (Organbildung) praktisch „gezwungen“ sich mehr auszuruhen und zu schonen. Ein weiterer Faktor: Auch die Schwangerschaft an sich ist ein für die werdende Mutter kraftraubender Prozess. Gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft ist zudem das Gewicht und die Größe des Bauchs schon eine Belastung und kann den Alltag erschweren. Das Kind ist dann bereits so groß, dass die Lunge der Mutter möglicherweise etwas eingeengt wird und das Atmen anstrengt.

Was tun bei Bauchkrämpfen? Gehören die einfach dazu oder können Krämpfe ein Zeichen dafür sein, dass gerade etwas Schlimmes passiert? Ab wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Schmerzen im Bauch können in der Schwangerschaft durchaus auftreten und sind je nach Ursache auch normal. Schmerzen können zum Beispiel entstehen, wenn die Gebärmutter sich auf ihre anstehende Aufgabe während der Geburt vorbereitet. Sie ist ein Muskel, der in der Schwangerschaft gefordert wird. Zuerst wird sie immer weiter gedehnt. Gleichzeitig muss sie sich auf die Geburt vorbereiten, bei der Muskelkraft gefragt ist. Hierfür „trainiert“ die Gebärmutter schon während der Schwangerschaft: Sie kontrahiert immer wieder einmal, was manche Frauen als Ziehen wahrnehmen. Andere spüren, wie ihr Bauch hart wird. Das muss nicht unbedingt gefährlich sein, aber da das Schmerzempfinden individuell ist, sollte man die Ursache lieber frauenärztlich abklären lassen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig! ABER: Falls starke Bauchkrämpfe, Blutungen oder regelmäßige, stärker werdende Kontraktionen deutlich vor dem Entbindungstermin auftreten, sollte man unbedingt eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt informieren.

Wie läuft die Entwicklung des Babys im Bauch ab? Ab wann kann man den Herzschlag hören oder sogar sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?

Mit Hilfe der Sonographie (Ultraschall) kann bereits in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft ein Einblick in die Entwicklung des Kindes im Bauch gewährt werden. Der erste Ultraschall ist für die meisten werdenden Mamas ein ganz besonderer Moment, da der Herzschlag des Kindes etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche dargestellt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt hat der Embryo eine Größe von gerade mal 4mm und sieht aus wie eine kleine Bohne. Das Wachstum verläuft jedoch rasant, am Ende des 1. Trimesters (ca.12. SSW) hat das Kind bereits eine Größe von ca. 5cm. Das Geschlecht des Kindes kann im Zuge der folgenden Ultraschalluntersuchungen meist ab der 20. SSW bestimmt werden, zu diesem Zeitpunkt ist der Geschlechtsunterschied schon deutlich sichtbar. Alle wichtigen Entwicklungsschritte und Ergebnisse aus den Vorsorgeuntersuchungen werden auch im Mutterpass festgehalten. Anhand von Kurven kann die Größe, das Gewicht und der Kopfumfang mit einem Idealverlauf verglichen werden.

Was ändert sich schon jetzt grundlegend in Bezug auf Freizeit – Sport, Sauna, oder gar so alltägliche Dinge wie Autofahren? Was muss beachtet werden?

Sport, Sauna & Co:

Auch in der Schwangerschaft gilt – Sport tut gut. In den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft ist jedoch die Gefahr für eine Fehlgeburt am größten. Deshalb wird Schwangeren, die bereits eine oder mehrere Fehlgeburten erlitten haben, von einer körperlichen Aktivität in dieser Zeit abgeraten. Vermieden werden sollte auch ein hohes Sportpensum mit mehr als 7 Stunden pro Woche. Auch auf High-Impact-Sportarten, bei denen beide Füße für kurze Zeit den Bodenkontakt verlieren, wie zum Beispiel beim Joggen oder Springen, sollte jetzt verzichtet werden.

Schwangere können von Beginn der Schwangerschaft bis kurze Zeit vor der Entbindung in die Sauna gehen, wenn sie regelmäßiges Saunieren gewöhnt sind, keine Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten und sie dies zuvor mit ihrem Arzt abgeklärt haben. Für Schwangere kann der Besuch einer Sauna sogar Vorteile bringen. Wassereinlagerungen verringern sich durch das Schwitzen. Durch regelmäßige Saunabesuche werden die Muskeln nicht nur entspannter sondern auch weicher, daher wird angenommen, dass schwangere Saunagängerinnen auch eine leichtere Geburt haben.

Beim Autofahren zu beachten:

Gegen das Fahren eines Autos spricht grundsätzlich, bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft, nichts. Wird der Bauch mit fortschreitender Schwangerschaft jedoch immer größer, ist die Bewegungsfreiheit zunehmend eingeschränkt. Dies bedeutet beim Fahren eines Autos, dass Schwangere in kritischen Situationen potentiell langsamer bzw. weniger flexibel reagieren können. Auch wenn kein fester Zeitpunkt dafür vorgeschrieben ist, ab wann werdende Mamas lieber die Rolle des Beifahrers einnehmen sollten, ist es empfehlenswert, es ungefähr ab dem 6. Schwangerschaftsmonat zu tun. Auf diesem Weg verringert man unter anderem die Belastung durch Stress. Möchte man auch mit einem wachsenden Bauch weiter Auto fahren, ist es gut, einen Beifahrer mitzunehmen, damit im Notfall ein Helfer an Bord ist. Wichtig ist es auch, beim Reisen für eine bequeme Einstellung des Sitzes zu sorgen: Dieser sollte nicht zu flach eingestellt sein und Ihr Bauch sollte mindestens einen Abstand von 25cm vom Lenkrad haben. Ebenfalls sollte das Thema Sitz des Sicherheitsgurts bedacht werden: Der Schultergurt sollte nicht quer über den Bauch, sondern zwischen Brust und Bauch liegen und der Beckengurt zwischen Bauch und Oberschenkel verlaufen.

Und wie sieht es mit Haustieren aus? Ist das alles ungefährlich?

Gut gepflegte und vor allem gesunde Haustiere stellen kein erhöhtes Krankheitsrisiko dar. Allerdings sollte jetzt besonders auf Hygiene geachtet werden. Ausgiebige Kuscheleinheiten, wie enger Kontakt des Mundes mit dem Fell oder mit Federn, sollte vermieden werden, da hierbei sonst verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden können. Um einer Ansteckung mit Toxoplasmose vorzubeugen, sollten schwangere Katzenhalterinnen das Reinigen des Katzenklos für die Zeit der Schwangerschaft delegieren. Vögel und alle Haustiere, die Staub oder Schmutz verbreiten, sollten am besten schon vor der Geburt des Kindes innerhalb der Wohnung an einen Platz gewöhnt werden, der möglichst weit entfernt vom Kinderzimmer ist. Hunde und Katzen sollten aus Sicherheitsgründen bereits in der Schwangerschaft dazu erzogen werden, das zukünftige Kinderzimmer nicht allein zu betreten. Übrigens: Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass – anders als Katzen – Hunde, Kleintiere und Pferde keine Überträger der Toxoplasmose sind, auch wenn sich entsprechende Gerüchte hartnäckig halten.

Zur Kommunikation mit dem Partner: Was sind typische Probleme, die anfallen können und wie geht man am besten damit um?

Wenn aus einem Paar erstmals Eltern werden, steht eine große Veränderung an, mit der sich beide erst einmal anfreunden müssen. Nach dem ersten Glücksgefühl kommen schnell viele Fragen auf und auch Ängste können sich entwickeln. Wird man eine gute Mutter / ein guter Vater? Passt der Zeitpunkt? Wird das Kind gesund? Die große Verantwortung die mit einer Schwangerschaft einhergeht, kann zu einer Belastung werden, daher ist es wichtig, als Paar zu kommunizieren, Ängste und Sorgen ansprechen zu können und an einem Strang zu ziehen. Auch der veränderte Hormonhaushalt der Frau kann zu Stimmungsschwankungen führen, welche der Partner verständnisvoll aufnehmen sollte.

Und last but not least:

Welche persönlichen Tipps haben Sie für Schwangere, um diese Zeit zu etwas ganz Besonderem zu machen?

Jede Schwangerschaft an sich ist schon etwas Besonderes – besonders aufregend, besonders emotional und besonders wertvoll. Diese fantastische Zeit bewusst wahrzunehmen, sich darauf einzulassen und sich mit dieser außergewöhnlichen Situation wohl zu fühlen, ist nicht immer einfach. Die Schwangerschaft ist jedoch eine wunderbare Gelegenheit bewusst in den Körper hinein zu fühlen (z. B. mit dem BabyCare Gymnastikprogramm), auf sich selbst zu achten, eventuell schlechte Gewohnheiten abzulegen und mit neuer Motivation Aufgaben anzugehen. Auch schöne Erinnerungen festzuhalten, wie zum Beispiel einen Gipsabdruck vom Schwangerschaftsbauch anzufertigen oder ein Partner-Fotoshooting mit Babybauch sind tolle Momente, auf die man sich freuen kann. Und dann – nach 9 Monaten voller Höhen und Tiefen – hält man (endlich) das größte Geschenk in seinen Armen. Und genau das ist seit mehr als 18 Jahren das erklärte Ziel unseres Vorsorgeprogramms BabyCare – werdende Mütter in ihrer Selbstwahrnehmung stärken, damit sie diese schöne Zeit möglichst gesund und entspannt erleben können.

Vielen Dank für Ihre Zeit und die spannenden Antworten, Frau Dr. Kirschner!

<3 Gewinnspiel <3Wir verlosen heute drei Ausgaben des wundervollen Mama-Ratgebers „999 Antworten zu Schwangerschaft,…

Gepostet von Löwenzahn Organics am Dienstag, 29. Januar 2019

Etliche weitere Antworten zu fast allen Fragen rund ums Thema Schwangerschaft, aber auch zu Geburt und den ersten Wochen werden im Buch  999 Antworten zu Schwangerschaft, Geburt und Babys erstem Jahr beantwortet – und davon verlosen wir aktuell drei auf unserer Facebook-Seite! Schnell vorbei schauen und die Chance darauf sichern! 

Und bitte nicht vergessen: Natürlich ersetzt das BabyCare Programm den monatlichen Besuch beim eigenen Gynäkologen nicht, auch die Suche nach einer Hebamme sollte direkt in der ersten Zeit nach dem positiven Test angegangen werden! Wir wünschen dir eine wundervolle Schwangerschaft – und freu dich schon bald auf ein weiteres Experteninterview zum Thema Geburt. Fragen dazu kannst du uns auf jeden Fall schon in den Kommentaren hinterlassen, oder wenn du noch weitere Fragen an Frau Dr. Kirschner hast, stell sie ebenfalls gerne hier. 

Foto: Olliss via Unsplash

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf Little Paper Plane

Schwanger zu sein ist magisch. Es ist wunderschön und einfach so, so erfüllend. Oder?

Von wegen.

Ja, es gibt da draußen auch Frauen, die Schwangersein weder schön noch magisch noch toll finden. Es ist einfach ein Mittel zum Zweck, nämlich ein Baby zu bekommen. Wenn man laut und deutlich sagt, dass man es nicht soooo cool findet schwanger zu sein, fühlen sich die meisten Zuhörer unbehaglich. Es ist viel einfacher sich mit einer strahlenden, sich übber den Bauch streichelnden Schwangeren zu freuen, als zu akzeptieren, dass die Nebenwirkungen der Kugelzeit auch unangenehm sein können.

Viel zu oft hören wir Schwangeren, die es wagen sich zu beklagen, dass wir doch dankbar sein sollen, dass es ja eh nur für eine begrenzte Zeit ist und wir es (würg) genießen sollen. Aber es soll auch okay sein, über die Wehwehchen und all die „tollen“ side effects schimpfen zu dürfen.

Die wären (und die Liste ist unvollständig):

1. Übelkeit

Ja, diese Übelkeit am Anfang einer Schwangerschaft ist wirklich zauberhaft, nicht wahr? Wer wünscht sich nicht morgens aufzustehen und gleich das Klo zum umarmen. Schließlich hat man die Schüssel aber auch soooo lieb. Und ja, es gibt Frauen, die bis zum Schluss, also rund 280 Tage lang an der Kotzerei leiden. Magisch, einfach magisch. NOT.

2. Stress

Wer schon einmal eine Fehlgeburt hatte (oder generell eher ängstlich ist), der leidet in den ersten Monaten einer Schwangerschaft nicht nur unter Übelkeit, sondern auch unter Stress. Denn solange man das Baby im Bauch nicht spüren kann, hat man keinen blassen Schimmer davon, was da drinnen vorgeht. Diese Belastung ist real wird aber kaum nach Außen kommuniziert, da ja das Umfeld meist noch nicht ahnt, dass man ein Baby unterm Herzen trägt. Die ganzen Untersuchungen in den ersten Monaten, machen die Wartezeit auch nicht besser. Zwischen Nackenfaltenhorror und Harmony-Test-Stress waren zum Beispiel meine ersten vier Schwangerschaftsmonate dieses Mal absolut kacke und garantiert nicht stressfrei.

3. Blutungen

Führen dazu, dass Punkt 2 eintritt und schüren Punkt 8. Sind aber am Anfang einer Schwangerschaft recht häufig und recht unangenehm.

4. Müdigkeit

Die bleierne Müdigkeit des ersten Trimesters kann im dritten Trimester weitergehen. Das habe ich bei meiner zweiten Schwangerschaft nun gelernt. Es ist keine „ich habe schlecht geschlafen“-Müdigkeit, sondern eine, bei der kein Liter Kaffee oder frische Luft hilft, die dich nach unten zieht wie ein Anker und bei der nur Zahnstocher in den Augen etwas bewirken können.

5. Schlaflosigkeit

Ironisch, oder? Denn obwohl man hundemüde ist und glaubt, man könnte im Stehen einschlafen, wälzt man sich nachts (so gut es der Bauch zulässt) hin und her. Das artet dann unter anderem auch damit aus, dass man um vier Uhr morgens anfängt einen Apfelstrudel zu backen. Einfach so.

6. Sodbrennen

Wer hätte gedacht, dass Sodbrennen so übel sein kann. Also ich nicht. Und dann wurde ich zum zweiten Mal schwanger. Neben dem Feuer in meiner Speiseröhre mischt sich dann zusätzlich meist noch das Kicken des Babys auf den Magen dazu. Jackpot.

7. Hämorrhoiden

Ja, die spielen auch unweigerlich eine Rolle. Entweder während oder nach der Schwangerschaft, kaum eine Frau bleibt verschont. Und ja, darüber wird meist geschwiegen denn in unserem Inneren sind wir alle noch süße acht Jahre jung und finden alles was mit Popos zu tun hat lustig. Was aber nicht lustig ist und mit Popos zu tun hat, sind definitiv Hämorrhoiden, aka die Boten aus der Hölle. Ah, und Spoiler: Bei vielen Frauen bleiben die „ulkigen“ Begleiterscheinungen auch nach der Geburt als Dauergast und müssen operativ entfernt werden.

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8. Komplikationen

Wenn man (gewollt) schwanger wird hat man ein Ziel, nämlich am Ende der 40 langen Wochen einen kleinen Menschen in den Armen zu halten. Der Weg dahin kann allerdings auch ganz schön steinig sein. Es gibt nämlich ziemlich oft Komplikationen, die einen Schatten über diese 40 Wochen werfen. Komplikationen, die uns nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belasten können. Ich bin seit dem 6. Schwangerschaftsmonat in Bettruhe. Am Anfang kam die Angst ums Baby, denn in der 29. Woche, wären die Überlebenschancen zwar da gewesen, aber ein Überleben des Babys kann dir zu diesem Zeitpunkt niemand garantieren. Und dann noch die seelische Belastung, denn ans Bett gefesselt zu sein und eigentlich keine Schmerzzen zu haben, ist seltsam und langweilig und verleitet zu exzessivem Online-Shopping. Und genau über solche Komplikationen – und seien es vorzeitige Wehen, ein schwacher Muttermund, Plazenta Praevia, Schwangerschaftsvergiftung oder ein verkürzter Gebärmutterhals – sollte man sprechen können und dürfen.

9. Ängste

Die sind nämlich irgendwo ein ständiger Begleiter. In den ersten drei Monaten sowieso und dann bei Auftreten von Komplikationen oder komischen Wehwehchen, bei dem Gedanken an die Geburt und an die Zeit danach. Und sie sind vollkommen normal.

Tja, dann kommen (unter anderem) noch Verstopfung, Inkontinenz, Schwangerschaftsdemenz, Wassereinlagerungen eventuell unreine Haut, ein haariger Bauch und jede Menge Ausfluss dazu. Sehr glamourös so eine Schwangerschaft, nicht wahr?

Ja, ich weiß, dass es für viele Frauen ein Wunsch wäre all diese Beschwerden zu durchleiden um ein Baby zu bekommen und ja, ich bin auch „dankbar“ dafür schwanger sein „zu dürfen“. Nichtsdestotrotz sollte es kein Tabu mehr sein aufzuzeigen, dass eine Schwangerschaft nicht immer so aussieht wie auf Pinterest oder Instagram und dass es vollkommen in Ordnung ist zu sagen, dass es hart ist und sich in die Länge ziehen kann.

In diesem Sinne: Lasst uns offen und ehrlich und unverblümt über die Zeit reden, in der die Pickel sprießen und die Hämorrhoiden gedeihen. #honestmotherhood!

 

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Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und schon ganz bald Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt. 


Dass Muttermilch das Beste für dein Baby ist, müssen wir dir sicher nicht erzählen. Die Vorteile sind fast endlos, dein eigener Körper produziert schließlich die immer perfekt auf dein Baby abgestimmte Nahrung schon ganz von Natur aus. Wusstest du zum Beispiel, dass deine Muttermilch an heißen Tagen automatisch etwas flüssiger ist, um sicher zu stellen dass dein Baby gut hydriert ist? Wir als Firma, aber besonders auch Mamas unterstützen das Stillen und freuen uns sehr, wenn es gut bei euch klappt.

Allerdings ist das keine Selbstverständlichkeit: Nicht alle Frauen können stillen, oder vielleicht nicht so lange oder so viel, wie sie sich das wünschen würden. Auch wir haben damit unsere Erfahrungen gemacht und im Austausch mit unheimlich vielen tollen Mamas alle möglichen Varianten gehört. Schließlich gibt es auch beim Thema Füttern nicht nur einen Weg, sondern ungefähr genau so viele, wie es Babys gibt. Für diejenigen Mamas, bei denen das Stillen also nicht (oder nicht so gut) klappt, wollen wir die bestmögliche Unterstützung anbieten und den emotionalen Druck nehme. Den bringt das Thema nämlich leider noch immer mit sich. Die verschiedenen Babymilch-Sorten haben wir dir hier zusammengefasst, falls du dich weiter informieren möchtest.

Diese 8 tollen Eigenschaften hat deine Muttermilch

  1. Das wohl selbstverständlichste zuerst: Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und ist einfach perfekt für dein Baby zusammengesetzt. Alle Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine, Mineralien und natürlich auch Wasser sind ausreichend vorhanden.
  2. Für die noch gering entwickelte Verdauung deines Babys ist Muttermilch besonders leicht bekömmlich. Es trägt zur Entwicklung des Immunsystems und des Darms bei.
  3. Babynahrung von höchster Qualität und immer sofort zugänglich: Wahnsinnig praktisch, dass dein Körper die Nahrung für dein Baby schon selbst produziert
  4. Stillen unterstützt durch das ausgeschüttete Hormon Oxytocin, was auch „Kuschelhormon” genannt wird, positiv die Mutter-Kind-Bindung.
  5. Ein Punkt nur für die Mama: Stillen unterstützt ganz natürlich die Rückbildung
  6. Einige Studien haben zudem herausgefunden, dass Stillen das Risiko von Brustkrebs senken kann.
  7. Nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Entwicklung kann vom Stillen profitieren, für Mama und Baby
  8. Stillen ist einfach einzigartig: Diese körperliche Begegnung von Mutter und Kind ist etwas ganz besonderes.

8 Gründe, warum Stillen so wichtig ist – und gute Neuigkeiten für Mamas, die auf Milchnahrung setzen

Stillen ist das Natürlichste der Welt und immer ganz einfach – oder?!

Die Umgebung einer jungen Mutter vermittelt ihr oft, dass Stillen das „Natürlichste der Welt“ ist – und natürlich ist es das, was von der Natur vorgesehen ist. Auf jeden Fall wünschenswert, aber in der Realität nicht immer gegeben. Nicht alle Frauen können ihre Kinder von Anfang an problemlos stillen. In dieser Phase ist es wichtig, sich vertrauensvoll an deine Hebamme oder eine Stillberaterin wenden zu können, die mit dem Stillen helfen kann. Denn oft kann sich nach Anfangsschwierigkeiten doch noch eine wunderbare Stillbeziehung entwickeln.

Trotzdem hat dein Baby nicht automatisch Probleme im späteren Leben oder ist seelisch geschädigt, wenn du nicht stillen kannst oder möchtest. Dafür gibt es viele körperliche, gesundheitliche oder auch persönliche Gründe – diese sind deine ganz eigenen und noch längst kein Grund zur Sorge. Eure Bindung ist nicht automatisch weniger wert und auch deine Rückbildung kann natürlich ganz normal ablaufen!

Und was wenn nicht?

Die Entscheidung für Säuglingsnahrung solltest du immer selbstbewusst und ohne emotionalen Druck und erhobenen Zeigefinger von Außen treffen können. Schließlich liegt die Entscheidung einzig und allein in deinen Händen. Wie du dein Baby ernähren willst, ist kein Politikum, sondern deine ganz persönliche Entscheidung und du solltest keine Schuldgefühle haben. Diese können besonders in der ersten Zeit mit deinem kleinen Wunder stark emotional belasten – dabei sollte das doch die schönste, aufregendste und intensivste Zeit sein für euch als neue Familie sein!

8 Gründe, warum Stillen so wichtig ist – und gute Neuigkeiten für Mamas, die auf Milchnahrung setzen

Eine kleine Entlastung wollen wir dir an dieser Stelle geben – denn zwischenzeitlich ist es dank neuster Technologien und wissenschaftlichen Erkenntnissen möglich, qualitativ hochwertige und gut bekömmliche Säuglingsnahrung herzustellen. In den letzten Jahren hat sich hier so viel getan. Die Möglichkeiten für nicht-stillende Mütter sind besser und vielfältiger denn je. Uns ist es wichtig, dass du dein Baby – egal wie! – mit dem besten Gewissen füttern kannst. Deshalb legen wir besonders großen Wert darauf, dass unsere Milchnahrung nur das Beste aus Natur und Wissenschaft kombiniert, dir immer volle Transparenz zu Herkunft und Funktion aller Inhaltsstoffe bietet und du so deinem Baby den besten Start ins Leben garantieren kannst. Wir haben immer ein offenes Ohr und stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Zögere also bei Fragen nicht uns auf Social Media oder per E-Mail zu kontaktieren!

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