Die schiere Auswahl an verschiedenen Babynahrungen kann besonders anfangs ziemlich überwältigen – so ging es uns zumindest! Von bunten Gläschen, Abendbrei und etlichen anderen Optionen für den perfekten Beikoststart über Milchnahrung (und davon gleich gefühlt 100 verschiedenen Sorten) ist einfach alles dabei. Damit du dich nicht alleine durch diesen Babyfood-Dschungel kämpfen musst, haben wir dir hier ein paar der wichtigsten Fakten zu Babymilch zusammengestellt – und eine genaue Auflistung, welche Milch wann die Beste für dein Baby ist.

Muttermilch

Klar – keine Frage: Das Beste für dein Baby ist und bleibt deine eigene Muttermilch. Hier musst du keine Inhaltsstoffe entziffern und dich mit neuen Vitamin- und Mineralquellen auseinandersetzen, nichts aufkochen und weißt genau, dass dein Baby immer alle wichtigen Nährstoffe bekommt. So kann es groß und stark werden! 

Welche Babymilch ist die Beste für dein Baby?

Aber natürlich wissen wir auch alle, dass auch die besten Pläne nicht immer aufgehen. Tatsächlich können viele Mamas ihr Kind nicht (auf Anhieb) stillen. Es ist okay, dir hier all die Hilfe zu suchen, die du brauchst: Hebammen, Milchberater und auch deine Ärzte können dir hier zur Seite stehen. Vielleicht hast du aber auch deine ganz eigenen Gründe, nicht stillen zu wollen – und auch das ist okay! Schließlich gibt es nicht nur einen Weg, deinen Säugling zu füttern. Mit den neusten wissenschaftlichen Entwicklungen stehen dir viele Optionen offen, diese haben wir hier für dich zusammengefasst.

Pre-Milch

Die Babymilch ab dem ersten Tag: Pre-Milch oder auch Anfangsmilch ist darauf ausgelegt, deinem Baby gleich von Beginn an die besten Nährstoffe zu geben. Du kannst sie als alleiniges Nahrungsmittel verwenden, oder auch zum Zufüttern, sollte deine eigene Milch beispielsweise nicht ausreichen. Die meisten Pre-Milch Sorten enthalten lediglich Laktose als Kohlenhydrat-Quelle. Um die meisten Benefits für die Ernährung deines Säuglings zu garantieren und „so nah dran“ wie möglich an die Muttermilch zu kommen, versehen viele Hersteller die Anfangsnahrung mit Präbiotika und langkettigen, ungesättigten Fetten, die für die gesunde Entwicklung deines Babys wichtig sind. Von den Präbiotika (mehr dazu kannst du hier lesen) kommt übrigens der Begriff Pre-Milch, falls du dich das auch schon einmal gefragt hast.

Egal für welche Sorte Pre von welchem Hersteller du dich entscheidest, du solltest immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen – denn diese sind besonders für den Start ins Leben von großer Bedeutung.

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HA Babymilch

Auch Babys können schon Allergien haben oder entwickeln – zum Beispiel auf Milcheiweiß. Für diesen Fall gibt es die sogenannte HA-Milch (kurz für hypoallergen), in der das Eiweiß in kleinere Bausteine aufgespalten ist als in regulärer Babymilch, was wiederum das Risiko auf eine allergische Reaktion verringert. Es kann sogar vorkommen, dass dein Baby beim Stillen Anzeichen einer allergischen Reaktion zeigt – wenn du beispielsweise selbst besonders viele Milchprodukte zu dir genommen hast. Falls du den Verdacht darauf hast, sprich auf jeden Fall mit deinem Kinderarzt, häufiger Durchfall, Ausschlag, Rückfluss oder auch Verstopfung könnten dafür sprechen.

Welche Babymilch ist die Beste für dein Baby?

Spezialnahrung für Frühchen

Chronologisch noch vor der Pre-Milch kommt (sofern dein Baby vor der 37. SSW auf die Welt gekommen ist) die sogenannte Frühgeborenen Nahrung. Diese hilft dir durch die sowieso wohl schon schwierige Zeit mit deinem Frühchen – in diesen ersten Wochen wünscht man sich als Mama und Papa schließlich nichts mehr, als dass der Mini-Säugling schnell und vor allem gesund wächst. Wenn deine Milch nach einer Frühgeburt also noch nicht eingeschossen ist, musst du dir darüber keine Sorgen machen – dir und deinem Baby hilft es hierbei, fleißig zu pumpen damit deine Milch so schnell wie möglich kommt. Lass dich hier auf jeden Fall von deinem Doktor, deiner Hebamme oder der Neonatalogie beraten!

Folgemilch

Es ist völlig in Ordnung, das gesamte erste Lebensjahr oder sogar noch länger Pre-Milch zu füttern. Allerdings haben viele Babys mit der Zeit mehr und mehr Hunger und Laktose als einzige Kohlenhydrat-Quelle hält nicht mehr so lange an. Die Ernährungsbedürfnisse ändern sich fast genau so schnell, wie dein Baby wächst, deshalb gibt es zusätzlich zur Anfangsnahrung auch die verschiedensten Sorten an Folgemilch. Dieser wurden zusätzliche Kohlenhydrate zugefügt, wie beispielsweise Stärke oder Maltodextrin, sodass dein Baby länger satt bleibt. So lassen sich die nächtlichen Fütter-Eskapaden vielleicht verringern!

Folgemilch ist eine tolle Ergänzung zu den ersten Beikostanfängen deines Babys: Obst und Gemüse (Brei) oder auch Getreidebrei. Verschiedene Hersteller haben Sorten für verschiedene Altersgruppen – bei uns ist das die 6+ Milch ab dem 6. Monat und die 10+ Milch für alle Babys älter als 10 Monate. Natürlich kannst du Folgemilch auch ergänzend zum Stillen verwenden.

Gute Nacht Milch

Noch sättigender als Folgemilch ist die sogenannte Gute Nacht Milch – diese enthält im Milchpulver noch zusätzlich Getreide. So schläft dein Baby hoffentlich (noch) besser durch, weil es einfach noch satter ist. Gute Nacht Milch kann eine tolle Option sein, falls dein Baby noch nicht so richtig mit Abendbrei warmgeworden ist und nach einem normalen Fläschchen oft hungrig aufwacht. Natürlich kannst du aber auch etwas Brei zusätzlich zum Fläschchen Babymilch zubereiten, das klappt genauso gut! Hör da einfach auf dein Baby.

Welche Babymilch ist die Beste für dein Baby?

 

Jetzt kann der nächste Supermarktbesuch kommen – auch wenn die Optionen fast endlos sind. Als generelle Regel solltest du besonders bei Babymilch, aber generell bei Babynahrung, immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen, um sicher sein zu können, dass du deinem Baby den besten Start ins Leben ermöglichst. Das ist für uns eine Herzensangelegenheit, weshalb wir dir immer volle  Transparenz garantieren. Das Wichtigste? Hör immer auf deinen Bauch, und natürlich auf die Bedürfnisse deines Babys! Wenn du gerne ein volles Jahr oder noch länger stillen möchtest, toll! Und wenn du schon früher mit dem Zufüttern beginnen möchtest, solltest du dich deshalb nie schlecht fühlen müssen. Tu einfach das, was sich richtig anfühlt – und lass uns doch in den Kommentaren wissen, was beim Füttern für euch die beste Lösung ist oder war.

Bilder: Lina Grün


Schwanger – und jetzt?! Plötzlich kreisen 1000 Fragen durch den Kopf – ganz egal ob schon lange geplantes Wunschkind oder reine Überraschung. Für die nächsten 9 Monate (und erst recht danach) wird jetzt alles anders – und das kann erstmal ganz schön überwältigen. Wir sprechen daher heute mit Dr. Renate Kirschner, die als Verantwortliche für das wundervolle Projekt BabyCare schon seit mehr als 18 Jahren werdende Mamas mit ganz viel Wissen unterstützt. Das Vorsorgeprogramm dreht sich rund um alle Faktoren, die eine Schwangerschaft beeinflussen können (sowohl positiv als negativ) und möchte Aufklärung um mögliche Schwangerschaftsrisiken leisten. Viele Probleme lassen sich nämlich durch bewusst angepasste Lebensgewohnheiten verringern oder ganz vermeiden. Dass Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft natürlich tabu sind, ist hierbei nichts Neues mehr, und auch die Gefahren von Rohmilchkäse und Co. sind zwischenzeitlich bekannt. Aber was sind andere Punkte, auf die in der Schwangerschaft besonderer Wert gelegt werden sollte?!

Bleiben wir doch gleich mal beim Thema Ernährung: Was sind absolute No-Gos in der Schwangerschaft und wovon sollte eine werdende Mama dafür umso mehr essen/trinken?

Lieber nicht…

Gerade in der Schwangerschaft spielt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung eine wichtige Rolle – schließlich wird ein neuer Mensch Zelle für Zelle „gebaut“! Allerdings sind in dieser spannenden Zeit tatsächlich nicht alle Lebensmittel geeignet. Ein definitives No-Go sind beispielsweise Rohmilchprodukte und generell Produkte tierischen Ursprungs im Rohzustand wie Ei, Fleisch und Fisch oder Meeresfrüchte – wenn sie nicht vollständig durchgegart oder ausreichend erhitzt wurden. Der Grund für diese Vorsicht ist die Infektionsgefahr – rohe Lebensmittel können mit gefährlichen Bakterien wie Listerien oder Toxoplasmen kontaminiert sein. Diese sind für gesunde Erwachsene nicht kritisch, doch in der Schwangerschaft ist das Immunsystem der werdenden Mutter geschwächt. Eine Lebensmittelinfektion – oder vor allem eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft – kann für das Ungeborene negative Folgen haben. Daher gilt in der Schwangerschaft: rohe Produkte immer gut erhitzen und durchgaren! Um Lebensmittelinfektionen aus dem Weg zu gehen sollten Schwangere ebenfalls vorgefertigte Salate und Sandwiches vermeiden. Man kann sich nicht sicher sein, wie diese Produkte vorher behandelt und wie lange sie bereits gelagert wurden.

… dafür mehr:

In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Aufnahme von wichtigen Mikronährstoffen wie Eisen, Folsäure und Jod sehr wichtig. Von daher ist die Auswahl Obst und Gemüse in der Schwangerschaft eine ganz besonders gute Entscheidung – gerade die grünen Gemüsesorten wie Salat und Broccoli sind gute Folsäurelieferanten. Zum Schutz vor Toxoplasmose und Listeriose sollten frisches Obst und Gemüse aber gründlich gewaschen oder ggf. geschält werden. Guter Eisenlieferant ist Fleisch, insbesondere Innereien – doch Achtung bei Leber! Diese enthält viel Vitamin A, welches überdosiert Schädigungen beim Ungeborenen hervorrufen kann, und ist daher im ersten Schwangerschaftsdrittel tabu. Später kann Leber einmal in der Woche gegessen werden. Werdende Mütter, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, können beispielsweise auf Hirse oder dunkelgrünes Blattgemüse zurückgreifen. Allerdings ist es da sehr schwer, den Eisenbedarf ausreichend zu decken.

Wichtig und interessant zu wissen:

Einige Produkte hemmen die Aufnahme von Mikronährstoffen. So können zum Beispiel Milchprodukte, Kaffee und Schwarztee die Aufnahme von Eisen, und Grüntee die Aufnahme von Folsäure stark beeinträchtigen. Das bedeutet: Grüntee nur in Maßen genießen, die anderen Produkte nicht in direkter Kombination mit beispielsweise Eisentabletten. Auch bei vielen Kräutern und Gewürzen ist in der Schwangerschaft Vorsicht geboten – manche sind sogar gänzlich zu vermeiden, da sie vorzeitige Wehen auslösen oder zu Schädigungen beim Baby führen können. Hierzu gehören beispielsweise Aloe vera, Bärwurz, Beifuß, Beinwell, Blutwurz, Chinarinde, Engelwurz, Frauenmantel, Hirtentäschel, Huflattich (Achtung! Kann beim Ungeborenen Leberschäden verursachen!), Kampfer, Mistel, Mutterkraut, Raute und Traubensilberkerze.

Und immer dran denken:

Darauf, dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist, muss ich wohl nicht hinweisen. Kaffee, Cola, Mate sowie stark koffein- und zuckerhaltige Getränke sollten Schwangere auch nur wohldosiert genießen. Immer gut: Wasser! Kräutertees sind gerade in der kalten Jahreszeit eine schöne Idee, allerdings sollten sich werdende Mamas zu der richtigen Auswahl in der Apotheke beraten lassen. Mehr und detaillierte Informationen zu allen Ernährungsfragen finden werdende Mütter übrigens auch im FAQ- Bereich von BabyCare!

Auf welche Kosmetik sollte während der Schwangerschaft unbedingt verzichtet werden?

In der Schwangerschaft können die meisten bisher genutzten Pflege- und Kosmetikprodukte weiterhin verwendet werden. Möglicherweise werden die Schwangeren jedoch feststellen, dass ihre Haut sich in der Zeit der Schwangerschaft verändert oder anders auf Pflegeprodukte reagiert, als bisher. Es gibt allerdings auch ganz klare No-Go’s: Kosmetik und Hautpflege mit dem Konservierungsmittel Benzoic Acid (Benzoesäure) und Benzoylperoxid, einer Vorstufe von Benzoesäure. Unter Umständen kann dieser Wirkstoff in den Blutkreislauf gelangen und dem Baby schaden. Ähnlich verhält es sich bei manchen pflanzlichen Produkten: Extrakte aus Ingwer, Rosmarin, Gewürznelke, Thymian und Zimt können in sehr hohen Dosen vorzeitige Wehen auslösen. Auch bei Anwendungen mit Teebaumöl kann es jetzt zu allergischen Reaktionen der Haut kommen. Meiden sollten die werdenden Mamas zudem Pflegeprodukte mit tiefenwirksamen Wirkstoffen, Hormonen und ähnlichen Bestandteilen. Als Ersatz können hypoallergene, unparfümierte Präparate genutzt werden. Auch hautsensitive Babypflegeprodukte sind jetzt eine gute Wahl.

Wie unterscheiden sich die Entwicklungsphasen des Babys im Bauch und gibt es Besonderheiten, die spezifisch für die verschiedenen Trimester sind?

Die Schwangerschaft wird standardmäßig in Trimester aufgeteilt d.h. 3 Abschnitte. Jeder dieser Abschnitte hat typische Merkmale und Besonderheiten für Mutter und Kind.

1. Trimester (die ersten 12.Wochen):

Ein neues Leben entsteht! In den ersten Wochen geht es grundsätzlich um die Entwicklung des Embryos. In dieser Zeit werden die Organe und das Nervensystem im Gehirn gebildet. Arme, Beine, Kopf und Körper wachsen. Wenn auch anfangs noch recht unförmig, nimmt der kleine Mensch nun von Tag zu Tag Gestalt an und wächst. Ein wichtiger „Baustein“ für das gesunde Wachstum des Kindes in dieser Phase ist zum Beispiel Folsäure (Folat), sie hilft dabei, das Neuralrohr (erste Entwicklungsstufe des Nervensystems) zu entwickeln und zu schließen. Auch wenn äußerlich noch kaum eine Schwangerschaft zu sehen sein wird, die werdende Mama kann besonders in der ersten Zeit mit den typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu kämpfen haben, wie vor allem Müdigkeit und Morgenübelkeit, dies gibt sich aber zumeist zum Beginn des 2.Trimesters.

2. Trimester (13.-28. Woche):

Alle Organe des Babys sind nun angelegt, in dieser Phase geht es um Größe und Gewicht. Das Baby legt ordentlich zu und die Organe „reifen“. Nun wird man auch bei der Schwangeren einen ersten Babybauch erkennen können. Auch werden nun die Bewegungen, die erstmals ab der 20. Schwangerschaftswoche bemerkbar sind, stärker. Auch der werdende Vater kann sein Kind nun spüren. Die Beschwerden der ersten Wochen lassen nach.

3. Trimester (29.-40. Woche):

Endspurt! In diesen letzten Wochen der Schwangerschaft wird es nun langsam eng fürs Baby. Es nimmt bis zum Geburtsgewicht von ca. 3200g zu und wächst bis zu einer Größe von ca. 51cm heran. Die Lungen werden fertig ausgebildet, damit dem ersten Atemzug und Schrei nichts im Wege steht. Für die werdende Mama wird es nun immer anstrengender; der Bauch wächst, Rückenschmerzen können jetzt auftreten. Auch die Organe werden nun durch das Kind verdrängt und die Blase meldet sich wohl häufiger. Zudem kann Sodbrennen eine typische Beschwerde werden. Aber es ist bald geschafft. Nach (im besten Fall) 40.Wochen kommt das Kind gesund zur Welt und ist das größte Geschenk für die frischgebackenen Eltern. Über die Entwicklungen bei Mama und Kind hält Sie übrigens auch unsere App BabyCare – Gesund & Schwanger Schwangerschaftwoche für Schwangerschaftswoche auf dem Laufenden! Diese ist kostenlos für Android und iOS verfügbar.

Im ersten Trimester leiden viele Frauen unter Morgenübelkeit – was kann man dagegen tun? Gibt es irgendwelche Tricks oder Hausmittel und wie kommt es eigentlich dazu?

Ein guter Tipp gegen Übelkeit ist zum Beispiel: immer wieder kleinere Mengen trinken, am besten Wasser, Saftschorlen und (für die Schwangerschaft geeignete) Kräutertees. Sinnvoll ist es natürlich auch, dem Erbrechen entgegenzuwirken. Manche Schwangere machen gute Erfahrungen mit Akupressur, dem Einsatz von Ingwer (nicht selber probieren, bitte Wehen fördernde Wirkung beachten!) und der Einnahme von Vitamin B6. Frauenärzte und Hebammen sind in diesem Fall der richtige Ansprechpartner. Was nun diese lästige Beschwerde bedingt – Hormonschwankungen oder evolutionäre Gründe – ist nicht ganz klar und teils umstritten. Doch eine gute Nachricht zum Schluss: Die Übelkeit lässt in den meisten Fällen am Ende des 1. Trimesters nach.

Ist es eigentlich normal, dass man plötzlich schon bei Kleinigkeiten erschöpft ist?

Ja, besonders in der ersten Zeit der Schwangerschaft ist eine schnellere Erschöpfung normal. Auch stärkere Müdigkeit ist durchaus typisch. Eine Ursache ist der sich stark verändernde Hormonspiegel. Das Hormon Progesteron hat eine stark einschläfernde Wirkung und wird nun verstärkt gebildet. Dies hat aber auch einen wichtigen Grund: Die werdende Mama wird in der sensiblen Phase der Kindesentwicklung am Anfang der Schwangerschaft (Organbildung) praktisch „gezwungen“ sich mehr auszuruhen und zu schonen. Ein weiterer Faktor: Auch die Schwangerschaft an sich ist ein für die werdende Mutter kraftraubender Prozess. Gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft ist zudem das Gewicht und die Größe des Bauchs schon eine Belastung und kann den Alltag erschweren. Das Kind ist dann bereits so groß, dass die Lunge der Mutter möglicherweise etwas eingeengt wird und das Atmen anstrengt.

Was tun bei Bauchkrämpfen? Gehören die einfach dazu oder können Krämpfe ein Zeichen dafür sein, dass gerade etwas Schlimmes passiert? Ab wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Schmerzen im Bauch können in der Schwangerschaft durchaus auftreten und sind je nach Ursache auch normal. Schmerzen können zum Beispiel entstehen, wenn die Gebärmutter sich auf ihre anstehende Aufgabe während der Geburt vorbereitet. Sie ist ein Muskel, der in der Schwangerschaft gefordert wird. Zuerst wird sie immer weiter gedehnt. Gleichzeitig muss sie sich auf die Geburt vorbereiten, bei der Muskelkraft gefragt ist. Hierfür „trainiert“ die Gebärmutter schon während der Schwangerschaft: Sie kontrahiert immer wieder einmal, was manche Frauen als Ziehen wahrnehmen. Andere spüren, wie ihr Bauch hart wird. Das muss nicht unbedingt gefährlich sein, aber da das Schmerzempfinden individuell ist, sollte man die Ursache lieber frauenärztlich abklären lassen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig! ABER: Falls starke Bauchkrämpfe, Blutungen oder regelmäßige, stärker werdende Kontraktionen deutlich vor dem Entbindungstermin auftreten, sollte man unbedingt eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt informieren.

Wie läuft die Entwicklung des Babys im Bauch ab? Ab wann kann man den Herzschlag hören oder sogar sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?

Mit Hilfe der Sonographie (Ultraschall) kann bereits in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft ein Einblick in die Entwicklung des Kindes im Bauch gewährt werden. Der erste Ultraschall ist für die meisten werdenden Mamas ein ganz besonderer Moment, da der Herzschlag des Kindes etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche dargestellt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt hat der Embryo eine Größe von gerade mal 4mm und sieht aus wie eine kleine Bohne. Das Wachstum verläuft jedoch rasant, am Ende des 1. Trimesters (ca.12. SSW) hat das Kind bereits eine Größe von ca. 5cm. Das Geschlecht des Kindes kann im Zuge der folgenden Ultraschalluntersuchungen meist ab der 20. SSW bestimmt werden, zu diesem Zeitpunkt ist der Geschlechtsunterschied schon deutlich sichtbar. Alle wichtigen Entwicklungsschritte und Ergebnisse aus den Vorsorgeuntersuchungen werden auch im Mutterpass festgehalten. Anhand von Kurven kann die Größe, das Gewicht und der Kopfumfang mit einem Idealverlauf verglichen werden.

Was ändert sich schon jetzt grundlegend in Bezug auf Freizeit – Sport, Sauna, oder gar so alltägliche Dinge wie Autofahren? Was muss beachtet werden?

Sport, Sauna & Co:

Auch in der Schwangerschaft gilt – Sport tut gut. In den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft ist jedoch die Gefahr für eine Fehlgeburt am größten. Deshalb wird Schwangeren, die bereits eine oder mehrere Fehlgeburten erlitten haben, von einer körperlichen Aktivität in dieser Zeit abgeraten. Vermieden werden sollte auch ein hohes Sportpensum mit mehr als 7 Stunden pro Woche. Auch auf High-Impact-Sportarten, bei denen beide Füße für kurze Zeit den Bodenkontakt verlieren, wie zum Beispiel beim Joggen oder Springen, sollte jetzt verzichtet werden.

Schwangere können von Beginn der Schwangerschaft bis kurze Zeit vor der Entbindung in die Sauna gehen, wenn sie regelmäßiges Saunieren gewöhnt sind, keine Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten und sie dies zuvor mit ihrem Arzt abgeklärt haben. Für Schwangere kann der Besuch einer Sauna sogar Vorteile bringen. Wassereinlagerungen verringern sich durch das Schwitzen. Durch regelmäßige Saunabesuche werden die Muskeln nicht nur entspannter sondern auch weicher, daher wird angenommen, dass schwangere Saunagängerinnen auch eine leichtere Geburt haben.

Beim Autofahren zu beachten:

Gegen das Fahren eines Autos spricht grundsätzlich, bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft, nichts. Wird der Bauch mit fortschreitender Schwangerschaft jedoch immer größer, ist die Bewegungsfreiheit zunehmend eingeschränkt. Dies bedeutet beim Fahren eines Autos, dass Schwangere in kritischen Situationen potentiell langsamer bzw. weniger flexibel reagieren können. Auch wenn kein fester Zeitpunkt dafür vorgeschrieben ist, ab wann werdende Mamas lieber die Rolle des Beifahrers einnehmen sollten, ist es empfehlenswert, es ungefähr ab dem 6. Schwangerschaftsmonat zu tun. Auf diesem Weg verringert man unter anderem die Belastung durch Stress. Möchte man auch mit einem wachsenden Bauch weiter Auto fahren, ist es gut, einen Beifahrer mitzunehmen, damit im Notfall ein Helfer an Bord ist. Wichtig ist es auch, beim Reisen für eine bequeme Einstellung des Sitzes zu sorgen: Dieser sollte nicht zu flach eingestellt sein und Ihr Bauch sollte mindestens einen Abstand von 25cm vom Lenkrad haben. Ebenfalls sollte das Thema Sitz des Sicherheitsgurts bedacht werden: Der Schultergurt sollte nicht quer über den Bauch, sondern zwischen Brust und Bauch liegen und der Beckengurt zwischen Bauch und Oberschenkel verlaufen.

Und wie sieht es mit Haustieren aus? Ist das alles ungefährlich?

Gut gepflegte und vor allem gesunde Haustiere stellen kein erhöhtes Krankheitsrisiko dar. Allerdings sollte jetzt besonders auf Hygiene geachtet werden. Ausgiebige Kuscheleinheiten, wie enger Kontakt des Mundes mit dem Fell oder mit Federn, sollte vermieden werden, da hierbei sonst verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden können. Um einer Ansteckung mit Toxoplasmose vorzubeugen, sollten schwangere Katzenhalterinnen das Reinigen des Katzenklos für die Zeit der Schwangerschaft delegieren. Vögel und alle Haustiere, die Staub oder Schmutz verbreiten, sollten am besten schon vor der Geburt des Kindes innerhalb der Wohnung an einen Platz gewöhnt werden, der möglichst weit entfernt vom Kinderzimmer ist. Hunde und Katzen sollten aus Sicherheitsgründen bereits in der Schwangerschaft dazu erzogen werden, das zukünftige Kinderzimmer nicht allein zu betreten. Übrigens: Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass – anders als Katzen – Hunde, Kleintiere und Pferde keine Überträger der Toxoplasmose sind, auch wenn sich entsprechende Gerüchte hartnäckig halten.

Zur Kommunikation mit dem Partner: Was sind typische Probleme, die anfallen können und wie geht man am besten damit um?

Wenn aus einem Paar erstmals Eltern werden, steht eine große Veränderung an, mit der sich beide erst einmal anfreunden müssen. Nach dem ersten Glücksgefühl kommen schnell viele Fragen auf und auch Ängste können sich entwickeln. Wird man eine gute Mutter / ein guter Vater? Passt der Zeitpunkt? Wird das Kind gesund? Die große Verantwortung die mit einer Schwangerschaft einhergeht, kann zu einer Belastung werden, daher ist es wichtig, als Paar zu kommunizieren, Ängste und Sorgen ansprechen zu können und an einem Strang zu ziehen. Auch der veränderte Hormonhaushalt der Frau kann zu Stimmungsschwankungen führen, welche der Partner verständnisvoll aufnehmen sollte.

Und last but not least: Welche persönlichen Tipps haben Sie für Schwangere, um diese Zeit zu etwas ganz Besonderem zu machen?

Jede Schwangerschaft an sich ist schon etwas Besonderes – besonders aufregend, besonders emotional und besonders wertvoll. Diese fantastische Zeit bewusst wahrzunehmen, sich darauf einzulassen und sich mit dieser außergewöhnlichen Situation wohl zu fühlen, ist nicht immer einfach. Die Schwangerschaft ist jedoch eine wunderbare Gelegenheit bewusst in den Körper hinein zu fühlen (z. B. mit dem BabyCare Gymnastikprogramm), auf sich selbst zu achten, eventuell schlechte Gewohnheiten abzulegen und mit neuer Motivation Aufgaben anzugehen. Auch schöne Erinnerungen festzuhalten, wie zum Beispiel einen Gipsabdruck vom Schwangerschaftsbauch anzufertigen oder ein Partner-Fotoshooting mit Babybauch sind tolle Momente, auf die man sich freuen kann. Und dann – nach 9 Monaten voller Höhen und Tiefen – hält man (endlich) das größte Geschenk in seinen Armen. Und genau das ist seit mehr als 18 Jahren das erklärte Ziel unseres Vorsorgeprogramms BabyCare – werdende Mütter in ihrer Selbstwahrnehmung stärken, damit sie diese schöne Zeit möglichst gesund und entspannt erleben können.

Vielen Dank für Ihre Zeit und die spannenden Antworten, Frau Dr. Kirschner!

Gepostet von Löwenzahn Organics am Dienstag, 29. Januar 2019

Etliche weitere Antworten zu fast allen Fragen rund ums Thema Schwangerschaft, aber auch zu Geburt und den ersten Wochen werden im Buch  999 Antworten zu Schwangerschaft, Geburt und Babys erstem Jahr beantwortet – und davon verlosen wir aktuell drei auf unserer Facebook-Seite! Schnell vorbei schauen und die Chance darauf sichern! 

Und bitte nicht vergessen: Natürlich ersetzt das BabyCare Programm den monatlichen Besuch beim eigenen Gynäkologen nicht, auch die Suche nach einer Hebamme sollte direkt in der ersten Zeit nach dem positiven Test angegangen werden! Wir wünschen dir eine wundervolle Schwangerschaft – und freu dich schon bald auf ein weiteres Experteninterview zum Thema Geburt. Fragen dazu kannst du uns auf jeden Fall schon in den Kommentaren hinterlassen, oder wenn du noch weitere Fragen an Frau Dr. Kirschner hast, stell sie ebenfalls gerne hier. 

Foto: Olliss via Unsplash


Nach zwischenzeitlich zwei tollen Panel-Diskussionen zu unserem Herzthema #coolmomsdontjudge haben wir jetzt, da der Herbst sich schon langsam dem Ende neigt, das Thema in die Welt hinausgetragen… naja, erst einmal nach München, aber die Welt kommt als nächstes! Unser Ziel: Den Austausch miteinander suchen und endlich die Themen ansprechen, die uns wichtig sind – und die bisher doch viel zu oft zu kurz gekommen sind. Im wunderschönen FAMILYROOM in München Haidhausen haben wir uns deshalb vor zwei Wochen mit sechs sensationellen Frauen über Mom-Shaming, Selbstzweifel, Vereinbarkeit und Ideen für eine positivere Zukunft gesprochen. 

 

Mit dabei: Natascha Hoffner, Gründerin von herCAREER, die Autorin, Redakteurin und Bloggerin von muttisoyeah Mareike OpitzRebecca van de Sand, Spezialistin im Rechnungswesen bei BMW, die erfahrene Hebamme Maria EhrenstraßerBUNTE.de family Redakteurin Sara-Lena Niebaum sowie Löwenzahn Organics Mit-Gründerin Carmen Lazos-Wilmking. Moderiert wurde das Panel von Powerfrau Camilla Rando, Gründerin von Mummy Mag.

Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming! Das war unsere Panel-Diskussion in München

Von links nach rechts: Mareike, Natascha, Carmen, Rebecca, Camilly, Lena, Maria

Der Status Quo: „Es weht ein harter Gegenwind unter Müttern!“

Die Gesprächsrunde wird mit der wichtigen Frage eröffnet, woher der Druck eigentlich kommt, den sich vor allem Mütter täglich machen. Rebecca erwidert: „Unsere Generation sind sogenannte ‘High Performer’. Wir setzen uns hohe Ziele. Zu hohe Ziele, meiner Meinung nach. Uns wurde gesagt, wenn man nur genug Biss hat, kann man alles schaffen. Das ist aber schlichtweg nicht die Realität. Vor allem dann nicht, wenn in der Mutterrolle noch gefühlt unendlich mehr Ansprüche dazu kommen. Wir wollen perfekte Mütter sein und die perfekte Kindheit für unsere Kinder kreieren. Durch zu hohe Ziele setzen wir uns selber immens unter Druck.“ Natascha ergänzt aus eigener Erfahrung: „Das ging mir zum Beispiel beim Stillen so. Es wird einem eingeredet, es muss funktionieren – ohne Alternative. Wenn es nicht klappt, fühlt man sich als Versager. Dabei gibt es Alternativen und das was am Ende zählt, ist doch nur, dass sich Mutter und Kind mit ihrer ganz individuellen Lösung wohl fühlen.“

Wo liegt der schmale Grad zwischen gut gemeintem Ratschlag und gemeiner Kritik? Und was macht besonders Mütter so angreifbar?

Maria berichtet aus ihrer langjährigen Erfahrung als Hebamme: „Ich erlebe es immer wieder, dass die meisten jungen Mütter in ihrer neuen Rolle stark verunsichert sind. Sie vergleichen sich ganz automatisch mit anderen Eltern. Oft folgt Lästerei als Form von Abgrenzung als ganz automatische Entwicklung, in die man schnell reinrutschen kann. Das gemeinsame ‘Bashing’ verbindet und man findet aus der eigenen Unsicherheit leichter wieder heraus.“ Mareike bringt es auf den Punkt: „Ich glaube auch, dass der Hauptgrund für ‘Mom Shaming’ Unsicherheit ist. Als Mutter weiß man doch selbst oft nicht, wie das ‘Mama-Sein’ eigentlich geht und probiert viel aus. Im Zweifel weiß man zwar nicht was man will, aber sehr genau, was man nicht will! Dabei grenzt man Andere automatisch aus.“

Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming! Das war unsere Panel-Diskussion in München

Wünsche für die Zukunft: „Sucht euch bewusst Freundschaften, die euch stärken!“

Sie hat aber auch direkt einen Tipp, wie Mütter sich untereinander mehr Mut machen könnten: „Es wäre ein Anfang, auch mal zuzugeben, dass etwas nicht gut läuft. Wir sind doch alle nicht perfekt!“ Carmen stimmt ihr zu: „Ich denke auch, dass wir uns als Mütter auch mal verletzlich zeigen dürfen, vielleicht sogar sollten. Wir dürfen Fehler machen, auch mal unsere Meinung ändern und vor allem ist es ok, unsicher zu sein. Was wir dann brauchen, ist hilfreicher Rat und liebevoller Zuspruch. Keine schiefen Blicke oder verletzenden Kommentare!“ Auch Natascha fragt sich: „Woher kommt eigentlich dieser absurde Drang, sich immer rechtfertigen zu müssen oder zu wollen? Stehen wir uns damit nicht nur selber im Weg? Ich glaube es ist ganz wichtig, sich von vornherein ein positives Umfeld zu suchen und Freundschaften zu pflegen, in denen man sich gegenseitig den Rücken stärkt. Wenn es dann doch mal blöde Sprüche gibt, hilft oft nur ein dickes Fell!“

Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming! Das war unsere Panel-Diskussion in München

… und für die Zukunft?

Lasst uns weiter über Mom-Shaming reden! Nur so können wir, wie Camilla so richtig gesagt hat: “eine langfristige und nachhaltige Verhaltensänderung zu erzielen. Diese Kampagne ist ein Marathon und kein Sprint… Aber zusammen können wir etwas bewegen!”. Maria schlägt sogar vor, dass das Thema sogar schon in Geburtsvorbereitungskursen thematisiert werden sollte. So könnten auch Hebammen werdenden Müttern eine klare Botschaft mit auf den Weg geben: “Leute, verurteilt andere nicht so schnell und bleibt bei euch. Verteilt Komplimente statt Kritik! Jede Mutter gibt immer ihr Bestes für ihr Kind.“

Die Diskussion in voller Länge kannst du dir auch hier noch einmal anschauen:

Unterstützt wurden wir durch ganz wundervolle Partner: Die schönste Naturkosmetik für die Kleinsten von das boep, Stilberatung der ZALON by Zalando Stylistin Nadja und Lesematerial von Mummy Mag.

Und jetzt wollen wir von dir hören: Hast du schon einmal Erfahrungen mit Mom-Shaming gemacht? Von genervten Blicken im Supermarkt bis hin zu offener Kritik auf der Straße oder in der Kita: Teile deine Erfahrungen mit uns – und der Welt! Nutze den Hashtag #coolmomsdontjudge auf Instagram und erzähle davon! Du kannst uns glauben, die Unterstützung untereinander macht (fast) jeden gemeinen Kommentar wieder wett!  Schließlich gibt es nicht nur den einen richtigen Weg, sein Kind großzuziehen – es gibt nur den einen perfekten für jede Familie und der ist ganz individuell. Wir freuen uns auf deine Geschichte!

Fotos: Lea Klein


Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen – und das ist auch vollkommen okay, denn wir müssen doch gar nicht immer alles alleine schaffen! Nachdem wir diesen Sommer unsere #coolmomsdontjudge Initiative mit einer inspirierenden Panel-Diskussion in Berlin ins Leben gerufen haben und mit sechs wundervollen Frauen über ihre eigenen Erfahrungen zum Thema Mom Shaming gesprochen haben, war für uns klar: Das reicht noch lange nicht! Deshalb wollen wir in Zukunft noch viel öfter den Austausch miteinander suchen und die Themen ansprechen, die uns als Frauen (und als Mütter!) wichtig sind. Eins davon? Die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf – oft diskutiert, aber nach wie vor ein schwieriges Thema, das regelmäßig für schlechtes Gewissen, Diskussionen und eben auch: Mom Shaming sorgt.

Mit sechs inspirierenden Speakern haben wir deshalb letzte Woche in unserem Pop-Up Store in den Galeries Lafayette wichtige Fragen diskutiert, wie zum Beispiel: Welche Best Practice Beispiele für familienfreundliche Unternehmen gibt es? Was muss sich in Wirtschaft und Politik ändern? Welchen Rat haben berufstätige Mütter für Eltern, die wieder einsteigen wollen? Welche Tipps können Personaler geben, die „beide Seiten der Medaille“ kennen? Mit dabei: Louisa Baron, Head of Marketing bei Galeries Lafayette und Mutter eines kleinen Sohnes, Cornelia Spachtholz, Vorstandsvorsitzende beim Verband berufstätiger Mütter e.V., Initiatorin des Equal Pension Day und Mutter eines erwachsenen Sohnes, Moe Dorfner, zweifacher Vater und Gründer der eifas GmbH, einer Steuerberatungsfirma, die ihren Mitarbeitern volle Flexibilität bietet, Kerstin Schumacher, PR & Offline Direction bei Zalon by Zalando und Mutter einer dreiköpfigen „Boyband“, Jens Munsel-Gerber, Vater eines kleinen Sohnes verantwortlich für Kundenmanagement und Kooperation bei berufundfamilie sowie Madeleine Samios, zweifach-Mutter und Unit Director bei einer großen Berliner Digitalagentur sowie Bloggerin im Team von unserem liebsten Mummy Mag. Moderiert hat unsere eigene Carmen Lazos Wilmking, Mit-Gründerin von Löwenzahn Organics und Dreifach-Mama. Unter den Gästen waren Blogger, Gründer, Medienvertreter und interessierte Besucher der Galeries Lafayette. Nach der etwa einstündigen Panel-Diskussion gab es im Anschluss noch einen angeregten Austausch zum Thema – und viele gute Ideen für die Zukunft!

Das war unsere Panel-Diskussion zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Probleme für die Vereinbarkeit: Kinderlose Kollegen und Chefs mit Vorurteilen

Die Rückkehr aus der Elternzeit ist oft eine schwierige Zeit, egal zu welchem Zeitpunkt Eltern sich dazu entscheiden, wieder in den Job einzusteigen. Eingewöhnung des Kindes in der Betreuung, sich selber wieder in die Arbeitswelt einfinden, den neuen Familienalltag organisieren und plötzlich deutlich mehr Aufgaben gleichzeitig jonglieren – dabei braucht man eigentlich Unterstützung. In vielen Fällen sieht die Realität aber ganz anders aus: Eltern werden zusätzlich Steine in den eh oft schon holprigen Weg gelegt. Cornelia weiß aus ihrer langjährigen Erfahrung als Vorsitzende des Verbands berufstätiger Mütter e.V.: „Deutschland tut schon viel, aber noch lange nicht genug. Was uns fehlt, ist eine ‘Kinder- und Familien-Willkommenskultur’, in all den bunten Facetten, in denen Familie heute gelebt wird.“ Ein ganz wichtiger Rat an Mütter daher kommt von Madeleine: „Überlegt euch am besten schon bevor ihr in Mutterschutz geht, wie ihr euch gut auf den Wiedereinstieg vorbereitet. Wenn es dann soweit ist, bringt eine große Portion Selbstbewusstsein in die Gespräche mit dem Arbeitgeber und präsentiert eure Stärken. Eltern sein ist ein Bonus und kein Manko!“. Aber nicht nur Arbeitgeber, auch Eltern in (gefühlter) Konkurrenz zu kinderlosen Kollegen, ist ein Thema, was Mütter und Väter gleichermaßen beschäftigt. Es muss noch nicht einmal ein fieser Kommentar sein, oft reicht schon ein genervter Blick, wenn man ein Meeting abbrechen oder Aufgaben delegieren muss, wenn die KiTa anruft, weil das Kind krank ist. Das Gefühl, was bleibt: man fällt zur Last, wird nicht Ernst genommen – von weniger verantwortungsvollen Aufgaben und schlechteren Aufstiegschancen ganz zu schweigen.  Aber auch hier gilt, wie Jens auf den Punkt bringt: „Offen mit Kollegen sprechen und die eigene Lage erklären, entschärft die Situation oft schon sehr. Jeder hat doch private Verpflichtungen, seien es Kinder oder Eltern, um die sich gekümmert werden will oder auch ausgefallene Hobbys. Außerdem ändern sich Lebensumstände, auch im beruflichen Umfeld gilt daher oft das alte Spiel von Geben und Nehmen!“

#coolmomsdontjudge: Das war unsere Panel-Diskussion zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wir Mütter können so viel erreichen, wenn wir zusammenhalten!

Wer drei Jahre oder länger Zuhause bleibt, gilt als Glucke, wer nach einem Jahr oder früher zurück in den Job geht, als Rabenmutter. Cornelia bringt es auf den Punkt: „Alleine durch Sprache werden Mütter in Schubladen gesteckt und indirekt oder auch direkt verurteilt.“ Wie man es macht, macht man es falsch. Ein Gefühl, dass die forsa Studie bestätigt, die wir diesen Sommer in Auftrag gegeben haben: Der Ton unter und gegenüber Müttern ist sehr rau geworden und gerade Jungmütter fühlen sich dadurch stark verunsichert – oder noch schlimmer, als schlechte Mutter. Außerdem unterstreicht sie: „Wir sind noch weit weg von echter Gleichberechtigung. Männer müssen im Familienalltag stärker integriert, gefordert und geschützt werden, zum Beispiel mit einem Kündigungsschutz auch für werdende Väter!“. Madeleine ergänzt: „Wir Mütter können so viel erreichen, wenn wir zusammenhalten und uns nicht mit blöden Kommentaren das Leben schwer machen!“ Louisa bringt einen weiteren Aspekt ein: „Ich glaube, wir müssen zu einem Mehrgenerationsdenken zurückkehren. An dem alten Spruch ‘Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen’ ist auch in der heutigen Zeit viel dran. Das kann, aber muss nicht, die eigene Familie sein – auch Freunde, Kollegen und Leih-Großeltern Angebote können einbezogen werden.“ Denn schließlich können und„müssen wir als Eltern nicht alles alleine können!” – und zu wissen, wo und wie wir uns Hilfe holen können, ist sehr viel wert.

#coolmomsdontjudge: Das war unsere Panel-Diskussion zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Das A und O sind familienfreundliche Arbeitsbedingungen – aber auch wir selbst können etwas verändern

Auf die Frage, wie Vereinbarkeit für sie ganz persönlich mit gleich drei Kindern und keinen Eltern in der näheren Umgebung funktioniert, gesteht Kerstin: „Vereinbarkeit ist eine Frage, die mein Mann und ich uns fast täglich stellen – mit einer Antwort, die wir immer wieder neu justieren müssen. Zum Glück klappt es in der Regel sehr gut für uns, was einerseits viel mit der eigenen Einstellung und Selbstdisziplin, aber auch viel mit den äußeren Faktoren zu tun hat. Dazu gehört eine gute Betreuungssituation genauso wie ein familienfreundliches Mindset des Arbeitgebers.“ Beispiele hierfür sind zum Beispiel die interne KiTa von Zalando, Eltern-Kind-Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, Home Office zu machen. Aber für sie fast am wichtigsten: „Ich habe mich bereits als Mutter auf die Stelle beworben und bereits nach kurzer Zeit einen Karriereschritt gehen können, der auf Agenturseite undenkbar gewesen wäre. Ich habe trotz Teilzeit die gleichen Chancen und die gleiche Verantwortung wie Kollegen in Vollzeit.“ Moe, dessen Firma erst dieses Jahr den Landeswettbewerb Beruf für Familie gewonnen hat, fügt hinzu:„Es ist das A und O, dass man als Arbeitgeber familienfreundliche Arbeitsbedingungen schafft. Eltern wollen etwas schaffen – und sind in der Regel hochmotivierte, effiziente Kollegen. Um einen positiven Wandel in Deutschland zu schaffen, müssen alle mit ran, ja, vor allem die Arbeitgeber – und natürlich auch die Politik – aber auch als Arbeitnehmer sollte man sich im Rahmen seiner Möglichkeiten engagieren. Viele kleine Schritte können zu großen Veränderungen führen. Ich möchte mit meiner Firma einen Beitrag dazu leisten. Bei uns ist der Großteil Eltern, flexible Arbeitszeiten und viel Home Office sind eine Selbstverständlichkeit – und es funktioniert ohne Probleme.“

Das war unsere Panel Diskussion zum Thema Vereinbarkeit

Und jetzt?

Zum Glück gibt es immer mehr Anlaufstellen, an denen Eltern sich nicht nur mit Informationen und Inspiration versorgen und sich mit Gleichgesinnten austauschen können, sondern auch konkrete Hilfestellungen finden, wenn es um ihre Rechte geht. So können wir uns alle selber für eine noch bessere Situation in Deutschland engagieren – denn im Vergleich zu anderen Ländern haben wir mit Elternzeit und Co schon ganz schön viel im Bezug auf Vereinbarkeit erreicht.  Der Verband berufstätiger Mütter e.V., Organisationen wie berufundfamilie, Mut machende Blogs wie Mummy Mag und Unternehmen wie eifas, die mit gutem Beispiel vorangehen sind nur einige davon. Für uns gilt außerdem: Lasst uns alle mehr miteinander reden! Wir freuen uns über den Austausch auch außerhalb solcher Events – vielleicht verrätst du uns in den Kommentaren deine eigenen Erfahrungen zum Thema Vereinbarkeit?

Die Diskussion in voller Länge kannst du dir auch hier noch einmal anschauen:

Fotos: Lea Klein


Was für ein Wahnsinns-Sommer! Bei Temperaturen von weit über 30 Grad und Sonnenschein en masse fühlen wir uns fast wie im Urlaub – selbst wenn es gar nicht an den Strand geht, sondern ins Freibad ein paar Straßen weiter. Auf Strandfeeling verzichten ist aber keine Option, deshalb haben wir zwei sommerliche Rezepte für unseren Bio Baby Brei entworfen. Dürfen wir vorstellen? Die leckersten Super Summer Baby Bowls, die du dir vorstellen kannst. 

Dinkel Banane mit Blaubeeren, Mango und Kokos

Ab dem 9. Monat

Zutaten:

  • 1 Portion Löwenzahn Organics demeter Bio Baby Brei Dinkel-Banane
  • 1⁄2 Bio Mango
  • 1 Handvoll Bio Blaubeeren
  • 11 TL Kokosraspeln
  • 1 TL Bio Öl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung:

  1. Die Mango gründlich waschen und schälen.
  2. Das Fruchtfleisch mit etwas Wasser aufkochen lassen und anschließend für ca. 5 Minuten dünsten.
  3. Die Blaubeeren von Stielen und Blättern befreien und gründlich waschen.
  4. In der Zwischenzeit eine Portion Baby Brei Dinkel-Banane frisch zubereiten. Dafür 200 ml Flüssigkeit (also 200 ml Wasser ODER 100 ml Wasser + 100 ml Milch) in einen Topf geben. Anschließend einen gehäuften Esslöffel (etwa 18 g) Breipulver mit einem Schneebesen einrühren, aufkochen und für 2 Minuten weiter kochen. Auf Verzehrtemperatur (37 °C) abkühlen lassen.
  5. Blaubeeren, Mango und Kokosraspeln pürieren und ein bis zwei Esslöffel über den Dinkel- Banane Brei geben.

Hirse-Reis mit Papaya, Banane und Kokos

Ab dem 9. Monat

Zutaten:

  • 1 Portion Löwenzahn Organics demeter Bio Baby Brei Hirse-Reis
  • 1⁄2 Bio Papya
  • 1⁄2 Bio Banane
  • 11 TL Kokosraspeln
  • 1 TL Bio Öl (z.B. Rapsöl) Zubereitung:

Zubereitung:

  1. Die Papaya gründlich waschen und schälen.
  2. Das Fruchtfleisch mit etwas Wasser aufkochen lassen und anschließend für ca. 5 Minuten dünsten.
  3. Die Banane schälen und in Scheiben schneiden
  4. In der Zwischenzeit eine Portion Baby Brei Hirse Reis frisch zubereiten. Dafür 200 ml Flüssigkeit (also 200 ml Wasser ODER 100 ml Wasser + 100 ml Milch) in einen Topf geben. Anschließend einen gehäuften Esslöffel (etwa 18 g) Breipulver mit einem Schneebesen einrühren, aufkochen und für 2 Minuten weiter kochen. Auf Verzehrtemperatur (37 °C) abkühlen lassen.
  5. Banane, Papaya und Kokosraspeln pürieren und ein bis zwei Esslöffel über den Hirse-Reis Brei geben.
Sommerlaune zum Löffeln: Das sind unsere Super Summer Baby Bowls!

Einfach nur lecker, oder? Natürlich gilt wie bei jedem guten #pimpmybrei Rezept: Richtig ist, was deinem Baby gut schmeckt – diese Super Summer Baby Bowls kannst du nach Herzenswunsch erweitern und mit frischen, sommerlichen Pürees oder geschnittenem Obst erweitern. Wir wünschen: Guten Appetit!


Stillen ist das Beste für Dein Kind. Wenn Du Dein Kind stillen kannst und willst, wunderbar! Wir unterstützen das Stillen und freuen uns mit Dir, wenn es gut bei Euch klappt. Nicht alle Frauen können jedoch stillen. Diese Mütter sollen die bestmögliche Unterstützung von uns erhalten. Keine Mutter macht sich die Entscheidung leicht, wie sie ihr Kind ernähren will.

Es ist sehr wichtig, dass wir junge Mütter in ihren Entscheidungen unterstützen, emotionalen Druck nehmen und die bestmögliche Alternative für Muttermilch bieten, sofern sie sich gegen das Stillen entscheiden.

Das Stillen hat so viele Vorteile:

  1. Deine Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und ist perfekt für Dein Baby zusammengesetzt. Alle Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine, Mineralien und natürlich Wasser sind ausreichend vorhanden.
  2. Für die noch gering entwickelte Verdauung des Babys ist Muttermilch besonders leicht bekömmlich. Es trägt zur Entwicklung des Immunsystems und des Darms bei.
  3. Muttermilch ist Babynahrung von höchster Qualität und immer sofort zugänglich, also auch sehr praktisch
  4. Stillen unterstützt durch das ausgeschüttete Hormon Oxytocin, auch „Kuschelhormon” genant, positiv die Mutter-Kind-Bindung.
  5. Stillen unterstützt die Rückbildung
  6. Einige Studien haben zudem herausgefunden, dass Stillen das Risiko von Brustkrebs senken kann.
  7. Stillen trägt zur seelischen Entwicklung der Mutter und des Kinder bei.
  8. Stillen ist eine einzigartige, körperliche Begegnung von Mutter und Kind Mütter unterstützen und beraten, die nicht stillen

Die Umgebung einer jungen Mutter vermittelt ihr oft, dass „Stillen das Natürlichste der Welt sei”. Das ist auf jeden Fall wünschenswert, aber in der Realität nicht immer gegeben. Nicht alle Frauen stillen ihre Kinder von Anfang an problemlos. In dieser Phase ist es wichtig, sich vertrauensvoll an Hebamme oder Stillberaterin wenden zu können, die mit dem Stillen helfen kann. Oft entwickelt sich nach Anfangsschwierigkeiten dann doch noch eine wunderbare Stillbeziehung.

Es ist aber auch „normal” und vollkommen in Ordnung, wenn Du Dich als Mutter aus gesundheitlichen oder auch beruflichen Gründen gegen das Stillen entscheidest. Eine gute Nachricht ist, dass es ja beim zweiten Kind durchaus ganz problemlos mit dem Stillen klappen kann.

Eine Entscheidung für Säuglingsnahrung solltest Du selbstbewusst und ohne emotionalen Druck und erhobenen Zeigefinger von Außen treffen können. Wie Du Dein Baby ernähren willst, ist kein Politikum, sondern Deine persönliche Entscheidung.

Starke Schuldgefühle können Dich als junge Mutter zusätzlich emotional stark belasten, wenn Du doch eigentlich die schöne und intensive Zeit mit ihrem Baby geniessen sollte.

Die bestmögliche Ernährung für Dein Baby

Dank neuster Technologien und wissenschaftlicher Erkenntnisse ist es heute möglich, qualitativ hochwertige und bekömmliche Säuglingsnahrung herzustellen. Es kann heute jeder Mutter geholfen werden, die nicht stillt und sie wird ihr Baby sehr gut ernähren können.

Wir unterstützen das Stillen, denn es ist eine wunderbare und gesunde Möglichkeit, das Kind zu ernähren. Wenn Du Dich aber für Säuglingsnahrung entschieden hast, sind unsere Fachleute bei Löwenzahn Organics für Dich da. Wir beraten und unterstützen Dich gerne, damit Du die beste Nahrung für Dein Kind erhältst.


Spätestens wenn wir Kinder bekommen, ändern wir unseren Fokus, was Ernährung betrifft. Früher reichte schnell eine Curry-Wurst oder der Döner zwischendurch. Sobald eine Frau schwanger ist, denkt sie glücklicherweise viel mehr darüber nach, was sie ihrem Körper und dem heranwachsenden Lebewesen gibt.

Pestizide, gentechnisch veränderte Pflanzen, Hormone im Fleisch, will man das wirklich konsumieren? Unseren Kindern, gerade auch den Kleinsten, wollen wir Eltern einen guten, gesunden Start ins Leben ermöglichen. Dazu gehören qualitativ hochwertige und vor allem auch sichere, fair hergestellte Lebensmittel.

Zum Glück ist schon seit Langem in unserer Gesellschaft ein Umdenken verankert, was gesunde und wertvolle Ernährung angeht. Lebensmittel-Skandale verstärken zusätzlich den Eindruck, dass „billig”, „viel” und „schnell” kontraproduktiv und gesundheitsgefährdend sein kann.

Der „Bio -Trend” ist nicht neu. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich verschiedene Gruppen (seit 1920 z.B. Demeter) mit der Verbindung zwischen Ernährung und Bewusstsein. Heraus kam eine Bewegung auf anthroposophischer Basis, die auf Naturkost und hauptsächlich Gemüse setzt, das frei von jeglichen Zusatzstoffen ist.

Das Demeter e.V. Siegel hat im Vergleich zu den üblichen Biosiegeln in der EU die strengsten Auflagen, was die Herstellung und Zusammensetzung der Lebensmittel angeht.

Warum „Bio” wichtig und besser für uns ist

  1. Aus ökologischer Sicht ist Bio immer besser. Durch den Verzicht von Pestiziden wird unser Grundwasser geschont und die Verbreitung von Schadstoffen in der Umwelt minimiert.
  2. Rückstände von Pestiziden im Körper können das Immunsystem schädigen und Krankheiten hervorrufen. Bio- bzw. Demeter-Produkte sind also der Gesundheit zuträglich!
  3. Die Standards der Nutztierzucht ist auf Bio-Höfen strenger reguliert. Kontrolliert Biologische Tierhaltung (KBT) trägt entscheidend dazu bei, die Lebenssituation der Tiere ganzheitlich zu verbessern. [Link zu the farms].
  4. Lebensmittel aus ökologisch-biologischer Herkunft sind regional, vor Ort zu beziehen. Wichtig ist dabei auch der saisonale Verzehr, um Frische zu garantieren und Ressourcen zu schonen. Das entspricht dem Kreislauf der Natur, schont die Umwelt und schmeckt einfach besser!
  5. Der Verbraucher gewährleistet mit dem Preis, den er für die „Bio”-Lebensmittel zahlt, eine faire Entlohnung der Bauern und Züchter.

Gute Lebensmittelqualität hat ihren Preis

Wie wir am Milchpreis oder an Fleisch aus Massentierhaltung sehen, werden die Preise für Lebensmittel immer mehr gedrückt. Dumpingpreise gehen aber immer auf Kosten des Verbrauchers. Schlechte Qualität ist letztendlich gesundheitsgefährdend.

Lebensmittel konsumieren wir täglich. Es ist so wichtig, darüber nachzudenken, was wir und unsere Kinder zu uns nehmen. Tag für Tag versuchen wir Eltern, die richtigen und nachhaltigen Entscheidungen für unsere Kinder zu treffen.

Fair bezahlte und ökologisch hergestellte Milch, Getreide von biodynamisch geführten Höfen, das sind die Zutaten unserer Babynahrung, für einen guten Start ins Leben.