Es ist eine leidige Frage und eine, die bestimmt jede von uns schon einmal gehört hat. Sobald man über 20 ist, scheint jeder Verwandte auf der Familienfeier Interesse daran zu haben, wann man gedenkt die eigene Gebärmutter zu aktivieren.

Wenn man dann über 25 und sogar vergeben ist, dann macht keiner vor der Frage: “Na, wann ist es denn bei bei euch soweit, wann bekommt ihr denn ein Kind?” mehr Halt.

Es scheint, als wäre die Reproduktionstüchtigkeit unserer Fortpflanzungsorgane Gesprächsthema Nummer eins bei Tante Helga und Oma Hilde. Tja, schade nur, dass sie das gar nichts angeht.

Kurz nach unserer Hochzeit vor vier Jahren, fing die Fragerei an. Am Anfang konnte ich sie meiner Verwandtschaft gar nicht übel nehmen. Ich stand bloß da uns lächelte gequält. Doch schon bald nervte mich diese Frage mehr, als die Parkplatzsuche an einem Samstag Vormittag in der Innenstadt. Und das will was heißen. Wieso ist es eigentlich okay, so persönliche und intime Fragen zu stellen? Davon auszugehen, dass nach einer Trauung sofort ein Baby kommen muss?

Und dann passierte es.

Wir entschieden uns dafür, schwanger zu werden und tatsächlich klappte es beim ersten Versuch. Doch es war anders, als wir es erwartet hatten, die Freude wurde bald von Trauer getrübt, ich erlitt eine Fehlgeburt. Niemand wusste zu dem Zeitpunkt davon, dass wir einen Kinderwunsch hatten. Niemand wusste von unserem Verlust.

Die Monate nach der Fehlgeburt waren hart und emotional aufwühlend. Ich fühlte mich schwach und niedergeschlagen und meine Bullshit-Toleranzgrenze lag bei Null.

Natürlich stand auch schon bald das nächste Familienzauber-Event an und ich ahnte schon, wonach man sich bei uns erkundigen würde. So ließ die Frage aller Fragen auch nicht lange auf sich warten. Eine Bekannte meiner Mutter näherte sich, erzählte von ihrem Enkelkind und beendete die “spannende” Geschichte mit dem Satz: “Na, jetzt wird es bei euch ja auch langsam an der Zeit Kinder zu haben!”

Rückblickend war das der Moment, an dem für mich einiges klar wurde. Zum einen, dass es niemanden angeht, was meine Gebärmutter gerade macht – immerhin fragt mich auch niemand auf Familienfeiern, ob ich meine Tage habe oder nicht – und zum anderen, dass es nicht in Ordnung ist, eine Frage zu stellen, deren Antwort vielleicht niemand hören will. Es gibt Paare, die probieren jahrelang Kinder zu bekommen und es will nicht klappen. Es gibt Paare, die wollen gar keine Kinder und das ist vollkommen in Ordnung. Es gibt auch hier, wie bei so vielem im Leben, keine einfache, einheitliche Erklärung. Deshalb ist es völlig legitim zu verlangen, dass sich niemand in der Kinderplanung einmischen sollte. Schon gar nicht Kunz und Heinz.

“Ich hatte gerade eine Fehlgeburt.” sagte ich, ohne eine Miene zu verziehen. Totenstille. Die Bekannte meiner Mutter war kreidebleich und sichtlich peinlich berührt. Ich hab ihr zugenickt und bin gegangen.

Ich vermute mal, die Frage hat sie danach nicht mehr so leichtfertig gestellt.

Und das ist auch gut so, schließlich haben wir alle ein Recht darauf, wichtige und persönliche Dinge mit den Menschen zu teilen, die uns am Herzen liegen – oder eben auch nicht.
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Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und zwischenzeitlich Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt.
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Wir fragen an dieser Stelle also ganz bewusst nicht nach euren Erfahrungen zum Thema Fehlgeburt – aber unsere Herzen sind jeden Tag bei all den Familien, die ein Kind verloren haben. Und manchmal hilft es doch einfach, zu wissen, dass man nicht alleine ist, oder? 


Let’s talk about milk, baby! Wir alle wissen, dass Muttermilch die ideale Nahrung für dein Baby ist, aber wenn uns Schwangerschaft und Elternwerden eins gezeigt hat, ist dass nicht immer alles nach Plan läuft. Es kann die unterschiedlichsten Gründe haben, dass du als Mama dein Kind nicht stillen kannst (oder möchtest, und auch das ist vollkommen okay, schließlich ist und bleibt das einzig und alleine deine Entscheidung). Vielleicht hat es beim ersten Kind einfach nicht klappen wollen, beim zweiten fließt die Milch wie am Schnürchen? Oder du hast dir fest vorgenommen, bis ins zweite Lebensjahr zu stillen und dann war die Milch plötzlich alle? Völlig egal was deine Beweggründe sind: Wir sind stolz, für diese Situationen unsere Bio-Milchnahrung anbieten zu können. 

Was diese ganz besonders macht? Industriell hergestellte Milchnahrung sollte in ihrer Zusammenstellung immer adäquat auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt sein. Wissenschaftlich hinterlegte Daten und die Anforderungen daran sind in einer speziellen Diätverordnung geregelt. In dieser ist es aber bis dato nicht vorgesehen, auch Galactooligosaccharide (kurz GOS) hinzuzufügen – und das obwohl diese unheimlich wichtig für dein Baby sind!

Hier wird es etwas jetzt wissenschaftlicher:

Oligosaccharide sind sogenannte Mehrfachzucker, die als nicht-verdaubare Nahrungsbestandteile von Natur aus in der menschlichen Muttermilch vorkommen, als sogenannte humane Milch-Oligosaccharide (HMO). Nicht-verdaubar bedeutet, dass sie durch die menschlichen Enzyme im Dünndarm nicht aufschließbar sind und schließlich Bakterien im Dickdarm als Energiequelle zur Verfügung stehen. Sie wirken also prebiotisch und unterstützen so das Wachstum einer gesunden Darmflora bei Babys. Durch die Stoffwechselprodukte von Bifidobakterien und Laktobazillen reduziert sich der pH-Wert des Stuhls deines Babys. Dadurch wird unter anderem das Wachstum krankmachender Keime gehemmt. Lactobazillen produzieren zudem einen Stoff, der, ähnlich wie ein Antibiotikum, direkt pathogene Keime wie Salmonellen oder Listerien hemmt. Zudem können durch die Verschiebung des pH-Wertes in den sauren Bereich Mineralstoffe und Spurenelemente, wie z.B. Calcium und Magnesium, besser vom Organismus aufgenommen werden. Das unterstützt indirekt sogar das Knochenwachstum! Letztlich bedeutet das alles auch häufigeren Stuhlgang mit weicherer Konsistenz – was uns beim Wickeln vielleicht wirklich freut, für die Gesundheit deines Babys aber ziemlich wichtig ist!

GOS & LCPs: Was ist das überhaupt – und warum ist es so wichtig in Baby-Milchnahrung?

Gesunder Darm, gesunder Magen, gesundes Baby!

Und wie sieht das konkret aus?

Auch in Kuhmilch finden sich Oligosaccharide – allerdings ist der Gehalt an HMOs in Muttermilch ungefähr 100-fach so hoch. Deshalb können die Darmmikrobiota von gestillten und ungestillten Kindern komplett anders sein. Galactooligosaccharide hingegen sind in ihrer chemischen Struktur den HMOs der Muttermilch sehr ähnlich. Das hat den Vorteil, dass sie industriell aus Lactose hergestellt und so der Milchnahrung zugesetzt werden können. Die prebiotische Wirkung von GOS und die positive Wirkung auf die Zusammensetzung der Darmflora wurde in zahlreichen Studien bestätigt – weshalb wir uns dazu entschieden haben, diese unserer Milchnahrung zuzufügen, um eine optimale Zusammensetzung zu garantieren. Du findest den Gehalt der GOS auf unserer Verpackung, auf der wir auch die Gehalte an Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen angeben. Wir möchten schließlich, dass du genau weißt, was du deinem Baby gibst, deshalb steht Transparenz für uns an alleroberster Stelle.

GOS & LCPs: Was ist das überhaupt – und warum ist es so wichtig in Baby-Milchnahrung?

LCPs: Langkettige, mehrfach gesättigte Fettsäuren für optimale Entwicklung

Gesundes Baby, glückliches Baby!

Und das gilt für alle Zutaten unserer Milchnahrung: Wusstest du zum Beispiel, dass langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LCPs) ebenfalls noch kein Pflichtbestandteil für Säuglingsnahrung sind? Die europäische Union hat dieses zwar für 2020 als Ziel gesetzt, aber wir finden diese guten Fette schon jetzt absolut wichtig für unsere Milchnahrung. So fördern Omega-3 und Omega-6 Fette die optimale Entwicklung der Sehfähigkeit und der Motorik deines Babys. Diese gewinnen wir aus Algenöl, weshalb sie auch für eine vegetarische Ernährung geeignet sind.

Wir wollen nur das Beste für unsere Babys – und für deins! Denn ganz egal wofür Eltern sich entscheiden: Ziel sollte es doch sein, den perfekten Start ins Leben für alle Löwenbabys zu garantieren, oder? Deshalb gibt es unsere tollen Starterpakete, mit denen du ganz unbeschwert testen kannst, ob unsere Bio-Milchnahrung das Richtige für dich und dein Baby ist. Und das Beste? Die Versandkosten gehen auf uns! 

GOS & LCPs: Was ist das überhaupt – und warum ist es so wichtig in Baby-Milchnahrung?

Fotos: Olga Löffler


Da stehen wir nun, mitten am Spielplatz und die Mini liegt brüllend am Boden, weil sie noch nicht heim will. Ich hingegen will heim. Dringend sogar, denn ich bin hochschwanger und muss pieseln.

Das Verflixte an der ganzen Sache: Ich darf sie auch nicht hochhalten und davoneilen, da ich absolutes Trageverbot habe. Gut, wie macht man das jetzt also?

Soll ich ihr gut zureden, soll ich einfach so tun, als würde ich sie da lassen? Soll ich mitbrüllen?

Lustig sieht sie aus, die kleine Madame, wie sie da rumgurkt und schreit, als wäre das Beste auf der Welt dieser alte, gammlige Spielplatz. Tja, Kinder sehen eben hinter die Fassade, sie erkennen das Wesentliche, nicht wahr? Und da wären wir auch bei den Gründen, wieso es sich lohnt Kinder zu bekommen.

1. Es sind die simplen Dinge

Ja, ist so. Von wegen Spa-Aufenthalte, 4D-Kino oder Kaviar! Ein Zahnarzt-Besuch alleine definiere ich jetzt zum Beispiel locker „Quality-Time“, ein Verpackungskarton kann stundenlang als Babysitter herhalten und Nudel mit Tomatensauce sind nur was für wahre Mini-Gourmets.

2. Entschleunigung

Und zwar unfreiwillige. Denn wenn man was um 10 Uhr ausgemacht hat, dann kann man sich sicher sein, dass eine Windel voll ist, sobald man das Haus verlassen will. Oder das der Schuh verschollen ist. Oder, dass ganz plötzlich jemand krank wird.

3. Man findet sich selbst plötzlich viel cooler

Klingt komisch? Ähm, ja, ist es auch. Aber es ist kein Geheimnis, dass man anfängt sich im kleinen Mini-Me zu erkennen und zu lieben und plötzlich denkt man: Wenn der Nachwuchs so cool ist und er es teilweise von mir hat, dann kann das nur bedeuten, dass ich auch verdammt cool bin.

4. Man hat eine viel höhere Toleranzgrenze

Vor allem was eklige Dinge angeht. Also richtig eklige Dinge. Vorgekautes Essen wird ohne mit der Wimper zu zucken verzehrt, Kacki am Shirt gehört zum Alltag und Flecken werden beschnuppert und inspiziert, bevor sie gewaschen werden.

5. Prioritäten verschieben sich als Eltern

Das ist nicht zwingend besser, als das L.V.K. (Leben vor den Kindern) aber definitiv anders und manchmal tut anders gut. Die fancy Party kann da mal schnell als anstrengend und erzwungen angesehen werden und die Zeit mit der Mini in der Badewanne hingegen als absolutes Highlight. Irgendwie verändert man sich als Eltern und dann wieder doch nicht. Man entwickelt sich eben und das ist ja nicht zwingend etwas Schlechtes. 😉

Tja, da sitze ich also neben der brüllenden Mini (ja, sie kreischt immer noch) und erzähle euch, wieso es sich lohnt Eltern zu werden. Verrückt eigentlich, nicht wahr? Ja, ist es. Denn wenn man Kinder hat, dann gehört Verrücktheit zum Alltag dazu. Aber eben auch viel Liebe und Spaß und Gelassenheit. Und das macht das Leben mit Kindern wirklich spannend und wunderschön.

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Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und zwischenzeitlich Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt.
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Und wie sieht es bei dir aus? Welche Gründe sind für dich Tag für Tag aufs Neue der Grund, dass sich das Elternsein (mit all seinen wilden, verrückten und chaotischen Seiten) voll und ganz lohnt? Verrate es uns in den Kommentaren! 


Nach zwischenzeitlich zwei tollen Panel-Diskussionen zu unserem Herzthema #coolmomsdontjudge haben wir jetzt, da der Herbst sich schon langsam dem Ende neigt, das Thema in die Welt hinausgetragen… naja, erst einmal nach München, aber die Welt kommt als nächstes! Unser Ziel: Den Austausch miteinander suchen und endlich die Themen ansprechen, die uns wichtig sind – und die bisher doch viel zu oft zu kurz gekommen sind. Im wunderschönen FAMILYROOM in München Haidhausen haben wir uns deshalb vor zwei Wochen mit sechs sensationellen Frauen über Mom-Shaming, Selbstzweifel, Vereinbarkeit und Ideen für eine positivere Zukunft gesprochen. 

 

Mit dabei: Natascha Hoffner, Gründerin von herCAREER, die Autorin, Redakteurin und Bloggerin von muttisoyeah Mareike OpitzRebecca van de Sand, Spezialistin im Rechnungswesen bei BMW, die erfahrene Hebamme Maria EhrenstraßerBUNTE.de family Redakteurin Sara-Lena Niebaum sowie Löwenzahn Organics Mit-Gründerin Carmen Lazos-Wilmking. Moderiert wurde das Panel von Powerfrau Camilla Rando, Gründerin von Mummy Mag.

Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming! Das war unsere Panel-Diskussion in München

Von links nach rechts: Mareike, Natascha, Carmen, Rebecca, Camilly, Lena, Maria

Der Status Quo: „Es weht ein harter Gegenwind unter Müttern!“

Die Gesprächsrunde wird mit der wichtigen Frage eröffnet, woher der Druck eigentlich kommt, den sich vor allem Mütter täglich machen. Rebecca erwidert: „Unsere Generation sind sogenannte ‘High Performer’. Wir setzen uns hohe Ziele. Zu hohe Ziele, meiner Meinung nach. Uns wurde gesagt, wenn man nur genug Biss hat, kann man alles schaffen. Das ist aber schlichtweg nicht die Realität. Vor allem dann nicht, wenn in der Mutterrolle noch gefühlt unendlich mehr Ansprüche dazu kommen. Wir wollen perfekte Mütter sein und die perfekte Kindheit für unsere Kinder kreieren. Durch zu hohe Ziele setzen wir uns selber immens unter Druck.“ Natascha ergänzt aus eigener Erfahrung: „Das ging mir zum Beispiel beim Stillen so. Es wird einem eingeredet, es muss funktionieren – ohne Alternative. Wenn es nicht klappt, fühlt man sich als Versager. Dabei gibt es Alternativen und das was am Ende zählt, ist doch nur, dass sich Mutter und Kind mit ihrer ganz individuellen Lösung wohl fühlen.“

Wo liegt der schmale Grad zwischen gut gemeintem Ratschlag und gemeiner Kritik? Und was macht besonders Mütter so angreifbar?

Maria berichtet aus ihrer langjährigen Erfahrung als Hebamme: „Ich erlebe es immer wieder, dass die meisten jungen Mütter in ihrer neuen Rolle stark verunsichert sind. Sie vergleichen sich ganz automatisch mit anderen Eltern. Oft folgt Lästerei als Form von Abgrenzung als ganz automatische Entwicklung, in die man schnell reinrutschen kann. Das gemeinsame ‘Bashing’ verbindet und man findet aus der eigenen Unsicherheit leichter wieder heraus.“ Mareike bringt es auf den Punkt: „Ich glaube auch, dass der Hauptgrund für ‘Mom Shaming’ Unsicherheit ist. Als Mutter weiß man doch selbst oft nicht, wie das ‘Mama-Sein’ eigentlich geht und probiert viel aus. Im Zweifel weiß man zwar nicht was man will, aber sehr genau, was man nicht will! Dabei grenzt man Andere automatisch aus.“

Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming! Das war unsere Panel-Diskussion in München

Wünsche für die Zukunft: „Sucht euch bewusst Freundschaften, die euch stärken!“

Sie hat aber auch direkt einen Tipp, wie Mütter sich untereinander mehr Mut machen könnten: „Es wäre ein Anfang, auch mal zuzugeben, dass etwas nicht gut läuft. Wir sind doch alle nicht perfekt!“ Carmen stimmt ihr zu: „Ich denke auch, dass wir uns als Mütter auch mal verletzlich zeigen dürfen, vielleicht sogar sollten. Wir dürfen Fehler machen, auch mal unsere Meinung ändern und vor allem ist es ok, unsicher zu sein. Was wir dann brauchen, ist hilfreicher Rat und liebevoller Zuspruch. Keine schiefen Blicke oder verletzenden Kommentare!“ Auch Natascha fragt sich: „Woher kommt eigentlich dieser absurde Drang, sich immer rechtfertigen zu müssen oder zu wollen? Stehen wir uns damit nicht nur selber im Weg? Ich glaube es ist ganz wichtig, sich von vornherein ein positives Umfeld zu suchen und Freundschaften zu pflegen, in denen man sich gegenseitig den Rücken stärkt. Wenn es dann doch mal blöde Sprüche gibt, hilft oft nur ein dickes Fell!“

Wir müssen reden – und zwar über Mom-Shaming! Das war unsere Panel-Diskussion in München

… und für die Zukunft?

Lasst uns weiter über Mom-Shaming reden! Nur so können wir, wie Camilla so richtig gesagt hat: “eine langfristige und nachhaltige Verhaltensänderung zu erzielen. Diese Kampagne ist ein Marathon und kein Sprint… Aber zusammen können wir etwas bewegen!”. Maria schlägt sogar vor, dass das Thema sogar schon in Geburtsvorbereitungskursen thematisiert werden sollte. So könnten auch Hebammen werdenden Müttern eine klare Botschaft mit auf den Weg geben: “Leute, verurteilt andere nicht so schnell und bleibt bei euch. Verteilt Komplimente statt Kritik! Jede Mutter gibt immer ihr Bestes für ihr Kind.“

Die Diskussion in voller Länge kannst du dir auch hier noch einmal anschauen:

Unterstützt wurden wir durch ganz wundervolle Partner: Die schönste Naturkosmetik für die Kleinsten von das boep, Stilberatung der ZALON by Zalando Stylistin Nadja und Lesematerial von Mummy Mag.

Und jetzt wollen wir von dir hören: Hast du schon einmal Erfahrungen mit Mom-Shaming gemacht? Von genervten Blicken im Supermarkt bis hin zu offener Kritik auf der Straße oder in der Kita: Teile deine Erfahrungen mit uns – und der Welt! Nutze den Hashtag #coolmomsdontjudge auf Instagram und erzähle davon! Du kannst uns glauben, die Unterstützung untereinander macht (fast) jeden gemeinen Kommentar wieder wett!  Schließlich gibt es nicht nur den einen richtigen Weg, sein Kind großzuziehen – es gibt nur den einen perfekten für jede Familie und der ist ganz individuell. Wir freuen uns auf deine Geschichte!

 


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Little Paper Plane
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Schwanger zu sein ist magisch. Es ist wunderschön und einfach so, so erfüllend. Oder?

Von wegen.

Ja, es gibt da draußen auch Frauen, die Schwangersein weder schön noch magisch noch toll finden. Es ist einfach ein Mittel zum Zweck, nämlich ein Baby zu bekommen. Wenn man laut und deutlich sagt, dass man es nicht soooo cool findet schwanger zu sein, fühlen sich die meisten Zuhörer unbehaglich. Es ist viel einfacher sich mit einer strahlenden, sich übber den Bauch streichelnden Schwangeren zu freuen, als zu akzeptieren, dass die Nebenwirkungen der Kugelzeit auch unangenehm sein können.

Viel zu oft hören wir Schwangeren, die es wagen sich zu beklagen, dass wir doch dankbar sein sollen, dass es ja eh nur für eine begrenzte Zeit ist und wir es (würg) genießen sollen. Aber es soll auch okay sein, über die Wehwehchen und all die „tollen“ side effects schimpfen zu dürfen.

Die wären (und die Liste ist unvollständig):

1. Übelkeit

Ja, diese Übelkeit am Anfang einer Schwangerschaft ist wirklich zauberhaft, nicht wahr? Wer wünscht sich nicht morgens aufzustehen und gleich das Klo zum umarmen. Schließlich hat man die Schüssel aber auch soooo lieb. Und ja, es gibt Frauen, die bis zum Schluss, also rund 280 Tage lang an der Kotzerei leiden. Magisch, einfach magisch. NOT.

2. Stress

Wer schon einmal eine Fehlgeburt hatte (oder generell eher ängstlich ist), der leidet in den ersten Monaten einer Schwangerschaft nicht nur unter Übelkeit, sondern auch unter Stress. Denn solange man das Baby im Bauch nicht spüren kann, hat man keinen blassen Schimmer davon, was da drinnen vorgeht. Diese Belastung ist real wird aber kaum nach Außen kommuniziert, da ja das Umfeld meist noch nicht ahnt, dass man ein Baby unterm Herzen trägt. Die ganzen Untersuchungen in den ersten Monaten, machen die Wartezeit auch nicht besser. Zwischen Nackenfaltenhorror und Harmony-Test-Stress waren zum Beispiel meine ersten vier Schwangerschaftsmonate dieses Mal absolut kacke und garantiert nicht stressfrei.

3. Blutungen

Führen dazu, dass Punkt 2 eintritt und schüren Punkt 8. Sind aber am Anfang einer Schwangerschaft recht häufig und recht unangenehm.

4. Müdigkeit

Die bleierne Müdigkeit des ersten Trimesters kann im dritten Trimester weitergehen. Das habe ich bei meiner zweiten Schwangerschaft nun gelernt. Es ist keine „ich habe schlecht geschlafen“-Müdigkeit, sondern eine, bei der kein Liter Kaffee oder frische Luft hilft, die dich nach unten zieht wie ein Anker und bei der nur Zahnstocher in den Augen etwas bewirken können.

5. Schlaflosigkeit

Ironisch, oder? Denn obwohl man hundemüde ist und glaubt, man könnte im Stehen einschlafen, wälzt man sich nachts (so gut es der Bauch zulässt) hin und her. Das artet dann unter anderem auch damit aus, dass man um vier Uhr morgens anfängt einen Apfelstrudel zu backen. Einfach so.

6. Sodbrennen

Wer hätte gedacht, dass Sodbrennen so übel sein kann. Also ich nicht. Und dann wurde ich zum zweiten Mal schwanger. Neben dem Feuer in meiner Speiseröhre mischt sich dann zusätzlich meist noch das Kicken des Babys auf den Magen dazu. Jackpot.

7. Hämorrhoiden

Ja, die spielen auch unweigerlich eine Rolle. Entweder während oder nach der Schwangerschaft, kaum eine Frau bleibt verschont. Und ja, darüber wird meist geschwiegen denn in unserem Inneren sind wir alle noch süße acht Jahre jung und finden alles was mit Popos zu tun hat lustig. Was aber nicht lustig ist und mit Popos zu tun hat, sind definitiv Hämorrhoiden, aka die Boten aus der Hölle. Ah, und Spoiler: Bei vielen Frauen bleiben die „ulkigen“ Begleiterscheinungen auch nach der Geburt als Dauergast und müssen operativ entfernt werden.

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8. Komplikationen

Wenn man (gewollt) schwanger wird hat man ein Ziel, nämlich am Ende der 40 langen Wochen einen kleinen Menschen in den Armen zu halten. Der Weg dahin kann allerdings auch ganz schön steinig sein. Es gibt nämlich ziemlich oft Komplikationen, die einen Schatten über diese 40 Wochen werfen. Komplikationen, die uns nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belasten können. Ich bin seit dem 6. Schwangerschaftsmonat in Bettruhe. Am Anfang kam die Angst ums Baby, denn in der 29. Woche, wären die Überlebenschancen zwar da gewesen, aber ein Überleben des Babys kann dir zu diesem Zeitpunkt niemand garantieren. Und dann noch die seelische Belastung, denn ans Bett gefesselt zu sein und eigentlich keine Schmerzzen zu haben, ist seltsam und langweilig und verleitet zu exzessivem Online-Shopping. Und genau über solche Komplikationen – und seien es vorzeitige Wehen, ein schwacher Muttermund, Plazenta Praevia, Schwangerschaftsvergiftung oder ein verkürzter Gebärmutterhals – sollte man sprechen können und dürfen.

9. Ängste

Die sind nämlich irgendwo ein ständiger Begleiter. In den ersten drei Monaten sowieso und dann bei Auftreten von Komplikationen oder komischen Wehwehchen, bei dem Gedanken an die Geburt und an die Zeit danach. Und sie sind vollkommen normal.

Tja, dann kommen (unter anderem) noch Verstopfung, Inkontinenz, Schwangerschaftsdemenz, Wassereinlagerungen eventuell unreine Haut, ein haariger Bauch und jede Menge Ausfluss dazu. Sehr glamourös so eine Schwangerschaft, nicht wahr?

Ja, ich weiß, dass es für viele Frauen ein Wunsch wäre all diese Beschwerden zu durchleiden um ein Baby zu bekommen und ja, ich bin auch „dankbar“ dafür schwanger sein „zu dürfen“. Nichtsdestotrotz sollte es kein Tabu mehr sein aufzuzeigen, dass eine Schwangerschaft nicht immer so aussieht wie auf Pinterest oder Instagram und dass es vollkommen in Ordnung ist zu sagen, dass es hart ist und sich in die Länge ziehen kann.

In diesem Sinne: Lasst uns offen und ehrlich und unverblümt über die Zeit reden, in der die Pickel sprießen und die Hämorrhoiden gedeihen. #honestmotherhood!

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Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und schon ganz bald Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Planekein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt. 


Eltern zu sein ist eine wahre Herausforderung und jeder meistert es auf seine Art und Weise. Dennoch können wir uns allzu oft nicht verkneifen, andere Erziehungsstile und –maßnahmen zu kritisieren und zu (ver-)urteilen. Aber es gibt viele gute Gründe, das einfach mal sein zu lassen. Diese hier nämlich:

1. Wir sehen nur Ausschnitte

Wenn wir uns anmaßen über fremde Eltern zu urteilen, dann ist das schlicht und einfach eines: unfair. Denn wir sehen nur Ausschnitte eines Alltags, an dem wir nicht teilhaben. An der Kassa steht eine Mama mit brüllendem Kleinkind und statt etwas zu unternehmen, starrt sie apathisch auf ihr Handy? Vielleicht hat sie gerade eine schlechte Nachricht bekommen. Vielleicht geht es ihr nicht gut. Vielleicht ist die Situation, die in deinen Augen so falsch und klar erscheint, gar nicht so einfach zu erklären. Wie können wir wagen zu behaupten, die Mutter an der Kassa mache es „falsch“, wenn wir die Hintergründe für ihr Handeln nicht kennen, wenn wir sie nicht kennen?

2. Jeder Erwachsene tickt anders

Wir leben in einer Welt der Individualisten und sind stolz drauf. Wir zelebrieren unsere Einzigartigkeit, unseren Mut, wenn wir uns trauen „anders“ zu sein. Doch sobald es um die Kinder geht, müssen wir es alle gleich angehen? Wieso? Wieso kann es eine Mutter nicht besser finden nicht zu stillen, das Baby nicht zu tragen oder es im eigenen Zimmer schlafen zu lassen? Wieso ist unsere Einzigartigkeit da plötzlich keine Stärke mehr, sondern ein Makel?

3. Jedes Kind tickt anders

So wie jeder Erwachsene ein Individuum ist, sind das Kinder natürlich auch. Kein Kind gleicht dem anderen, und was bei meinem Kind funktioniert, kann bei deinem kläglich scheitern. Aus diesem Grund wäre es dumm zu behaupten, es gäbe nur eine Art und Weise die Erziehung „richtig“ anzugehen.

4. Es gibt kein Patentrezept

Wenn in der Kindererziehung etwas nicht fehlen darf, dann ist das Liebe, das ist klar. Aber abgesehen von Liebe haben wir ja keine Ahnung, was wir tun müssen, damit unsere Erziehung „gelingt“. Wir werden alle Fehler machen. Alle. Auch jene, die oft und gerne mit dem Finger auf andere zeigen, werden nicht verschont bleiben. Denn es gibt kein Einheitsrezept, keine Zauberformel und keine Garantie.

5. Zusammen ist es einfacher

Wieso gegeneinander, wenn es zusammen so viel leichter und schöner und toller ist!? Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn wir Eltern uns gegenseitig unter die Arme greifen würden, anstatt uns zu kritisieren. Wenn wir Besserwisserei und Schadenfreude, mit Mitgefühl und Empathie ersetzen würden. Weil wir im Grunde alle keine Ahnung von dem haben, was wir gerade tun…

6. Es geht uns nichts an – warum dann urteilen?

Last but not least: Es geht uns nichts an, wie andere Eltern das handhaben. Ob sie Co-sleepen oder nicht, ob sie vier Kinder wollen oder eines, ob sie „verziehen“ oder nicht. Wir alle haben einen Grund für unser Handeln, einen Grund, wieso wir Dinge so angehen und nicht anders. Und wie fad wäre eine Welt, in der alle Eltern und alle Kinder gleich wären? Eben!

7. Wir sind auch nicht perfekt

Wenn wir andere Eltern kritisieren, gehen wir davon aus, dass wir es “richtig” machen. Aber niemand von uns ist perfekt. Und wenn wir denken, “perfekt” sein zu müssen, dann setzen wir uns nur selbst unter Druck – auch nicht gut!

In diesem Sinne: Leben und leben lassen. Das ist entspannter, gesünder und schließlich wissen wir doch alle zwischenzeitlich: #coolmomsdontjudge!

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Über Evelyn: Nach elf Jahren im schönen Wien, lebt Evelyn – Redakteurin und schon ganz bald Zweifach-Mama – seit über einem Jahr in München. Sie ist 30 und bloggt bereits seit zehn Jahren, zunächst auf The ME Fashion und seit 2016 auf Little Paper Plane: kein „typischer Mamablog“, dafür  kontrovers und manchmal aneckend aber immer ehrlich.

Sie glaubt an eine Welt, in der Kinder als Individuen großgezogen und dabei in keine Geschlechterrollen gezwungen werden, in der wir auch als Mütter sagen können, dass nicht immer alles nur gut ist und in der Muttersein das Frausein nicht ausschließt. 


Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen – und das ist auch vollkommen okay, denn wir müssen doch gar nicht immer alles alleine schaffen! Nachdem wir diesen Sommer unsere #coolmomsdontjudge Initiative mit einer inspirierenden Panel-Diskussion in Berlin ins Leben gerufen haben und mit sechs wundervollen Frauen über ihre eigenen Erfahrungen zum Thema Mom Shaming gesprochen haben, war für uns klar: Das reicht noch lange nicht! Deshalb wollen wir in Zukunft noch viel öfter den Austausch miteinander suchen und die Themen ansprechen, die uns als Frauen (und als Mütter!) wichtig sind. Eins davon? Die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf – oft diskutiert, aber nach wie vor ein schwieriges Thema, das regelmäßig für schlechtes Gewissen, Diskussionen und eben auch: Mom Shaming sorgt.

Mit sechs inspirierenden Speakern haben wir deshalb letzte Woche in unserem Pop-Up Store in den Galeries Lafayette wichtige Fragen diskutiert, wie zum Beispiel: Welche Best Practice Beispiele für familienfreundliche Unternehmen gibt es? Was muss sich in Wirtschaft und Politik ändern? Welchen Rat haben berufstätige Mütter für Eltern, die wieder einsteigen wollen? Welche Tipps können Personaler geben, die „beide Seiten der Medaille“ kennen? Mit dabei: Louisa Baron, Head of Marketing bei Galeries Lafayette und Mutter eines kleinen Sohnes, Cornelia Spachtholz, Vorstandsvorsitzende beim Verband berufstätiger Mütter e.V., Initiatorin des Equal Pension Day und Mutter eines erwachsenen Sohnes, Moe Dorfner, zweifacher Vater und Gründer der eifas GmbH, einer Steuerberatungsfirma, die ihren Mitarbeitern volle Flexibilität bietet, Kerstin Schumacher, PR & Offline Direction bei Zalon by Zalando und Mutter einer dreiköpfigen „Boyband“, Jens Munsel-Gerber, Vater eines kleinen Sohnes verantwortlich für Kundenmanagement und Kooperation bei berufundfamilie sowie Madeleine Samios, zweifach-Mutter und Unit Director bei einer großen Berliner Digitalagentur sowie Bloggerin im Team von unserem liebsten Mummy Mag. Moderiert hat unsere eigene Carmen Lazos Wilmking, Mit-Gründerin von Löwenzahn Organics und Dreifach-Mama. Unter den Gästen waren Blogger, Gründer, Medienvertreter und interessierte Besucher der Galeries Lafayette. Nach der etwa einstündigen Panel-Diskussion gab es im Anschluss noch einen angeregten Austausch zum Thema – und viele gute Ideen für die Zukunft!

Das war unsere Panel-Diskussion zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Probleme für die Vereinbarkeit: Kinderlose Kollegen und Chefs mit Vorurteilen

Die Rückkehr aus der Elternzeit ist oft eine schwierige Zeit, egal zu welchem Zeitpunkt Eltern sich dazu entscheiden, wieder in den Job einzusteigen. Eingewöhnung des Kindes in der Betreuung, sich selber wieder in die Arbeitswelt einfinden, den neuen Familienalltag organisieren und plötzlich deutlich mehr Aufgaben gleichzeitig jonglieren – dabei braucht man eigentlich Unterstützung. In vielen Fällen sieht die Realität aber ganz anders aus: Eltern werden zusätzlich Steine in den eh oft schon holprigen Weg gelegt. Cornelia weiß aus ihrer langjährigen Erfahrung als Vorsitzende des Verbands berufstätiger Mütter e.V.: „Deutschland tut schon viel, aber noch lange nicht genug. Was uns fehlt, ist eine ‘Kinder- und Familien-Willkommenskultur’, in all den bunten Facetten, in denen Familie heute gelebt wird.“ Ein ganz wichtiger Rat an Mütter daher kommt von Madeleine: „Überlegt euch am besten schon bevor ihr in Mutterschutz geht, wie ihr euch gut auf den Wiedereinstieg vorbereitet. Wenn es dann soweit ist, bringt eine große Portion Selbstbewusstsein in die Gespräche mit dem Arbeitgeber und präsentiert eure Stärken. Eltern sein ist ein Bonus und kein Manko!“. Aber nicht nur Arbeitgeber, auch Eltern in (gefühlter) Konkurrenz zu kinderlosen Kollegen, ist ein Thema, was Mütter und Väter gleichermaßen beschäftigt. Es muss noch nicht einmal ein fieser Kommentar sein, oft reicht schon ein genervter Blick, wenn man ein Meeting abbrechen oder Aufgaben delegieren muss, wenn die KiTa anruft, weil das Kind krank ist. Das Gefühl, was bleibt: man fällt zur Last, wird nicht Ernst genommen – von weniger verantwortungsvollen Aufgaben und schlechteren Aufstiegschancen ganz zu schweigen.  Aber auch hier gilt, wie Jens auf den Punkt bringt: „Offen mit Kollegen sprechen und die eigene Lage erklären, entschärft die Situation oft schon sehr. Jeder hat doch private Verpflichtungen, seien es Kinder oder Eltern, um die sich gekümmert werden will oder auch ausgefallene Hobbys. Außerdem ändern sich Lebensumstände, auch im beruflichen Umfeld gilt daher oft das alte Spiel von Geben und Nehmen!“

#coolmomsdontjudge: Das war unsere Panel-Diskussion zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wir Mütter können so viel erreichen, wenn wir zusammenhalten!

Wer drei Jahre oder länger Zuhause bleibt, gilt als Glucke, wer nach einem Jahr oder früher zurück in den Job geht, als Rabenmutter. Cornelia bringt es auf den Punkt: „Alleine durch Sprache werden Mütter in Schubladen gesteckt und indirekt oder auch direkt verurteilt.“ Wie man es macht, macht man es falsch. Ein Gefühl, dass die forsa Studie bestätigt, die wir diesen Sommer in Auftrag gegeben haben: Der Ton unter und gegenüber Müttern ist sehr rau geworden und gerade Jungmütter fühlen sich dadurch stark verunsichert – oder noch schlimmer, als schlechte Mutter. Außerdem unterstreicht sie: „Wir sind noch weit weg von echter Gleichberechtigung. Männer müssen im Familienalltag stärker integriert, gefordert und geschützt werden, zum Beispiel mit einem Kündigungsschutz auch für werdende Väter!“. Madeleine ergänzt: „Wir Mütter können so viel erreichen, wenn wir zusammenhalten und uns nicht mit blöden Kommentaren das Leben schwer machen!“ Louisa bringt einen weiteren Aspekt ein: „Ich glaube, wir müssen zu einem Mehrgenerationsdenken zurückkehren. An dem alten Spruch ‘Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen’ ist auch in der heutigen Zeit viel dran. Das kann, aber muss nicht, die eigene Familie sein – auch Freunde, Kollegen und Leih-Großeltern Angebote können einbezogen werden.“ Denn schließlich können und„müssen wir als Eltern nicht alles alleine können!” – und zu wissen, wo und wie wir uns Hilfe holen können, ist sehr viel wert.

#coolmomsdontjudge: Das war unsere Panel-Diskussion zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Das A und O sind familienfreundliche Arbeitsbedingungen – aber auch wir selbst können etwas verändern

Auf die Frage, wie Vereinbarkeit für sie ganz persönlich mit gleich drei Kindern und keinen Eltern in der näheren Umgebung funktioniert, gesteht Kerstin: „Vereinbarkeit ist eine Frage, die mein Mann und ich uns fast täglich stellen – mit einer Antwort, die wir immer wieder neu justieren müssen. Zum Glück klappt es in der Regel sehr gut für uns, was einerseits viel mit der eigenen Einstellung und Selbstdisziplin, aber auch viel mit den äußeren Faktoren zu tun hat. Dazu gehört eine gute Betreuungssituation genauso wie ein familienfreundliches Mindset des Arbeitgebers.“ Beispiele hierfür sind zum Beispiel die interne KiTa von Zalando, Eltern-Kind-Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, Home Office zu machen. Aber für sie fast am wichtigsten: „Ich habe mich bereits als Mutter auf die Stelle beworben und bereits nach kurzer Zeit einen Karriereschritt gehen können, der auf Agenturseite undenkbar gewesen wäre. Ich habe trotz Teilzeit die gleichen Chancen und die gleiche Verantwortung wie Kollegen in Vollzeit.“ Moe, dessen Firma erst dieses Jahr den Landeswettbewerb Beruf für Familie gewonnen hat, fügt hinzu:„Es ist das A und O, dass man als Arbeitgeber familienfreundliche Arbeitsbedingungen schafft. Eltern wollen etwas schaffen – und sind in der Regel hochmotivierte, effiziente Kollegen. Um einen positiven Wandel in Deutschland zu schaffen, müssen alle mit ran, ja, vor allem die Arbeitgeber – und natürlich auch die Politik – aber auch als Arbeitnehmer sollte man sich im Rahmen seiner Möglichkeiten engagieren. Viele kleine Schritte können zu großen Veränderungen führen. Ich möchte mit meiner Firma einen Beitrag dazu leisten. Bei uns ist der Großteil Eltern, flexible Arbeitszeiten und viel Home Office sind eine Selbstverständlichkeit – und es funktioniert ohne Probleme.“

Das war unsere Panel Diskussion zum Thema Vereinbarkeit

Und jetzt?

Zum Glück gibt es immer mehr Anlaufstellen, an denen Eltern sich nicht nur mit Informationen und Inspiration versorgen und sich mit Gleichgesinnten austauschen können, sondern auch konkrete Hilfestellungen finden, wenn es um ihre Rechte geht. So können wir uns alle selber für eine noch bessere Situation in Deutschland engagieren – denn im Vergleich zu anderen Ländern haben wir mit Elternzeit und Co schon ganz schön viel im Bezug auf Vereinbarkeit erreicht.  Der Verband berufstätiger Mütter e.V., Organisationen wie berufundfamilie, Mut machende Blogs wie Mummy Mag und Unternehmen wie eifas, die mit gutem Beispiel vorangehen sind nur einige davon. Für uns gilt außerdem: Lasst uns alle mehr miteinander reden! Wir freuen uns über den Austausch auch außerhalb solcher Events – vielleicht verrätst du uns in den Kommentaren deine eigenen Erfahrungen zum Thema Vereinbarkeit?

Die Diskussion in voller Länge kannst du dir auch hier noch einmal anschauen:


Dass zu viel Zucker nicht gesund ist – auch für Erwachsene – ist sicher keinesfalls eine Neuigkeit. Und trotzdem versteckt sich Zucker in vielen Lebensmitteln, in denen wir ihn gar nicht erwarten würden. So auch in vielen herkömmlichen Baby Getreidebreien. Dabei ist es doch besonders bei der Ernährung deines Babys wichtig, darauf zu achten!

Um vorab gleich alle Missverständnisse beiseite zu räumen: Wenn wir von Zucker sprechen, meinen wir Zuckerzusätze über den natürlich vorkommenden Zuckeranteil hinaus. Denn Stärke ist ein ganz natürlicher Bestandteil von Getreide, und diese wiederum wird vom Darm während der Verdauung zu Zucker umgewandelt. Was allerdings nicht natürlich vorkommt, ist der zugefügte Industriezucker, den man in etlichen Lebensmitteln (und vielen Babynahrungsprodukten) finden kann. Warum wir darauf ganz bewusst verzichten?

Drei Gründe, warum uns kein Zucker in die Tüte kommt!

Da Neugeborene und Kleinkinder in ihrer täglichen Versorgung von anderen Menschen abhängig sind, ist die Lebensmittelauswahl der Eltern für den Säugling ganz besonders entscheidend, besonders nach Beginn der Beikost. Vorher enthält die Muttermilch natürlich all die Nährstoffe, die dein Baby zum Groß und Stark Werden braucht.

1. Das erste Jahr ist ausschlaggebend!

Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eine ausgewogene Ernährung bereits im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung für die Entwicklung eines Säuglings. Denn: das ist die Phase, die hinsichtlich der Prävention von Erkrankungen als sensible und kritische Entwicklungsphase gilt. Auch ist hier die Ernährung prägend für das spätere Erkrankungsrisiko. Daher hat das erste Lebensjahr große Auswirkungen auf das gesamte Leben.

2. Von “nur mal naschen” zu ernsthaften Problemen – ein Leben lang!?

Die angeborene Präferenz für süße Geschmäcke, die Kinder nun einmal haben, kann so durch zu viel Zucker noch verstärkt werden. So kann es sein, dass Eltern das Ernährungsmuster im Kindesalter nachhaltig prägen und damit den Grundstein für Ernährungsgewohnheiten und Präferenzen im späteren Leben legen. Hand aufs Herz: Wer hat nicht manchmal einen süßen Hieper? Solche Präferenzen halten meist das ganze Leben an.

Während die eher schlechteren Angewohnheiten in Maßen natürlich nicht automatisch drastische Auswirkungen haben müssen, ist doch oftmals ein klarer Zusammenhang zwischen Adipositas im Erwachsenenalter und hohen Zuckerkonsum in der Kindheit zu sehen. Studien zeigen, dass zuckerhaltige Getränke und freie Zucker das Risiko für Übergewicht und Adipositas, schlechte Versorgung mit Nährstoffen, verringerte Vielfalt bei der Lebensmittelauswahl und möglicherweise mit einem erhöhten Risiko für Typ 2 Diabetes einhergehen. Wie wichtig also, das nicht schon von Anfang an für unsere Kinder zu fördern!

3. Große Angst vorm Zahnarzt muss doch nicht sein

Mal abgesehen von allen lang- und kurzzeitigen Auswirkungen auf den Körper, sind da auch noch die ollen Karies, die Groß und Klein die Lust am Zahnarztbesuch nimmt. Ein ständiger Gehalt von Zucker im Mund ist der ideale Nährboden für die Kariesbakterien, und zwar auch schon vor dem Durchbruch der ersten Zähnchen. Die wohl beste Kariesprophylaxe ist es somit neben dem regelmäßigen Zähnchenputzen, genau so einen ständigen Kontakt mit zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln zu verhindern.

… Und jetzt? Jede Zutatenliste ausgiebig inspizieren?

Klar – das wäre sicherlich das Beste und definitiv nicht die schlechteste Angewohnheit! Allerdings ist das im Alltag (und besonders mit einem schreienden Kind im Supermarkt) nicht immer ganz so umsetzbar, wie wir uns das manchmal wünschen würden. Deshalb haben wir die Arbeit schon einmal für dich gemacht: Bei unseren frischen Getreidebreien ist keinerlei Zucker zugesetzt, denn wir setzen auf andere Geschmacksspender als Zucker und Salz. Wusstest du zum Beispiel, dass unsere Getreide noch vor Ort beim Bauern schonend geröstet werden, um so die höchste Qualität zu garantieren? Auch unterziehen wir unsere Breie keiner Dehydrierung, im Gegensatz zu herkömmlicher Breinahrung. So bleiben die Nährstoffe aus dem Getreide besser erhalten und was bleibt ist der leckere, intensive Breigeschmack.

Gesüßt werden kann das Ganze natürlich aber trotzdem: Die gesamte Geschmacksvielfalt von Obst und Gemüse steht dir zur Verfügung, um deinen Brei zu “pimpen”! Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, ob frische Beeren, Frucht- und Gemüse Pürees oder so ausgefallene Ideen wie Kokosraspeln (ab dem 9. Monat). So führst du dein Kind langsam an verschiedene, milde Geschmacksnuancen heran, ohne dass es dabei industriellen Zucker zu sich nimmt. Einige unserer liebsten Rezepte haben wir für dich gesammelt, hast du schon den Pimp-my-Brei Abschnitt unseres Blogs entdeckt?

 

Entdecke jetzt unseren Bio Getreidebrei! 100% Demeter Qualität. 100% Geschmack. Dafür 0% Zucker – und 0% Schnickschnack! In drei leckeren Sorten erhältlich – guten Appetit!


Was für ein Wahnsinns-Sommer! Bei Temperaturen von weit über 30 Grad und Sonnenschein en masse fühlen wir uns fast wie im Urlaub – selbst wenn es gar nicht an den Strand geht, sondern ins Freibad ein paar Straßen weiter. Auf Strandfeeling verzichten ist aber keine Option, deshalb haben wir zwei sommerliche Rezepte für unseren Bio Baby Brei entworfen. Dürfen wir vorstellen? Die leckersten Super Summer Baby Bowls, die du dir vorstellen kannst. 

Dinkel Banane mit Blaubeeren, Mango und Kokos

Ab dem 9. Monat

Zutaten:

  • 1 Portion Löwenzahn Organics demeter Bio Baby Brei Dinkel-Banane
  • 1⁄2 Bio Mango
  • 1 Handvoll Bio Blaubeeren
  • 11 TL Kokosraspeln
  • 1 TL Bio Öl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung:

  1. Die Mango gründlich waschen und schälen.
  2. Das Fruchtfleisch mit etwas Wasser aufkochen lassen und anschließend für ca. 5 Minuten dünsten.
  3. Die Blaubeeren von Stielen und Blättern befreien und gründlich waschen.
  4. In der Zwischenzeit eine Portion Baby Brei Dinkel-Banane frisch zubereiten. Dafür 200 ml Flüssigkeit (also 200 ml Wasser ODER 100 ml Wasser + 100 ml Milch) in einen Topf geben. Anschließend einen gehäuften Esslöffel (etwa 18 g) Breipulver mit einem Schneebesen einrühren, aufkochen und für 2 Minuten weiter kochen. Auf Verzehrtemperatur (37 °C) abkühlen lassen.
  5. Blaubeeren, Mango und Kokosraspeln pürieren und ein bis zwei Esslöffel über den Dinkel- Banane Brei geben.

Hirse-Reis mit Papaya, Banane und Kokos

Ab dem 9. Monat

Zutaten:

  • 1 Portion Löwenzahn Organics demeter Bio Baby Brei Hirse-Reis
  • 1⁄2 Bio Papya
  • 1⁄2 Bio Banane
  • 11 TL Kokosraspeln
  • 1 TL Bio Öl (z.B. Rapsöl) Zubereitung:

Zubereitung:

  1. Die Papaya gründlich waschen und schälen.
  2. Das Fruchtfleisch mit etwas Wasser aufkochen lassen und anschließend für ca. 5 Minuten dünsten.
  3. Die Banane schälen und in Scheiben schneiden
  4. In der Zwischenzeit eine Portion Baby Brei Hirse Reis frisch zubereiten. Dafür 200 ml Flüssigkeit (also 200 ml Wasser ODER 100 ml Wasser + 100 ml Milch) in einen Topf geben. Anschließend einen gehäuften Esslöffel (etwa 18 g) Breipulver mit einem Schneebesen einrühren, aufkochen und für 2 Minuten weiter kochen. Auf Verzehrtemperatur (37 °C) abkühlen lassen.
  5. Banane, Papaya und Kokosraspeln pürieren und ein bis zwei Esslöffel über den Hirse-Reis Brei geben.
Sommerlaune zum Löffeln: Das sind unsere Super Summer Baby Bowls!

Einfach nur lecker, oder? Natürlich gilt wie bei jedem guten #pimpmybrei Rezept: Richtig ist, was deinem Baby gut schmeckt – diese Super Summer Baby Bowls kannst du nach Herzenswunsch erweitern und mit frischen, sommerlichen Pürees oder geschnittenem Obst erweitern. Wir wünschen: Guten Appetit!


Rezept für das Bananenbrot:

 

Zutaten:

150 g Löwenzahn Organics Demeter Baby Brei Dinkel-Banane

100 g Mehl

3 reife Bananen

125 g Butter

2 große Bio-Eier

¼ Tasse Milch

3 EL Honig flüssig

1 TL Backpulver

¼ TL Salz

½ TL Vanilleextrakt

 

Zubereitung:

  • Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
  • Butter zusammen mit Honig und Eiern mit einem Schneebesen vermischen.
  • Bananen zerdrücken und zusammen mit der Milch unterrühren.
  • Löwenzahn Organics Dinkel-Banane Brei, Backpulver und Mehl in einer weiteren Schüssel mischen. Salz und Vanilleextrakt zugeben.
  • Die trockenen Zutaten langsam unter die Butter-Eier-Masse heben, sodass ein zähflüssiger Teig entsteht.
  • In eine gefettete Kuchenform geben und ca. 50 Minuten backen.